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Mittelstands-Institut erwartet „größte Inflation seit 100 Jahren“

Eike Hamer vom Mittelstands-Institut in Hannover glaubt nicht, dass das Bundesverfassungsgericht den Rettungsschirm ESM stoppen wird. Als Folge von ESM und expansiver Geldpolitik geht Hamer davon aus, dass es schon bald zu einer dramatischen Inflation kommen wird. Der Mittelstand wird in dieser schwierigen Lage weder von der Politik noch von den Zwangsverbänden unterstützt.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Die Wirtschaft in Deutschland wird weltweit wegen seinem Mittelstand bewundert. Er gilt als Hauptgrund dafür, dass die heimische Wirtschaft verhältnismäßig gut durch die Krise kommt. Dennoch gehen die Belastungen nicht spurlos an den kleinen und mittelgroßen Unternehmen vorüber. Wie hat sich in diesem Zusammenhang die Stimmung und das Selbstverständnis des Mittelstandes in den vergangenen Jahren verändert?

Eike Hamer: Früher war der Mittelstand sehr politikhörig: Wann immer die Politik etwas beschlossen hat, hat der Mittelstands das als unverrückbares Gesetz akzeptiert. Mittlerweile hat er aber verstanden, dass vieles krumm läuft, auch gegen das Grundgesetz verstößt. Die Regierungen der letzten Jahre haben mehr gegen das Grundgesetz verstoßen als jemals zuvor. Das hat die blinde Akzeptanz der Politik gegenüber erheblich beschädigt. Der Mittelstand merkt immer mehr, dass er von der Politik hintergangen und zugunsten anderer Interessen ausgeplündert wird und dass er eigentlich die Melkkuh ist.

Dank der wissenschaftlichen Belege sieht sich der Mittelstand aber auch als Rückrat der Nation. Zu diesem Thema ist in den letzten 20 Jahren so viel Literatur entstanden, dass der Mittelstand selbstbewusster geworden ist. Er weiß, dass er der einzige ist, der netto etwas für die gesamte Sozialgemeinschaft beisteuert. Er weiß, dass er der Ausbilder ist und dass die gesamte soziale Marktwirtschaft an ihm hängt. Er hat das Gefühl, dass alle anderen Gruppen – sowohl die Großindustrie als auch die Arbeitnehmer und alimentierte Personengruppen – von ihm zehren. Das hat er nun verstanden. Wenn immer die Politik neue Ausgabenprogramme startet, weiß der Mittelstand, er ist derjenige, der das zu bezahlen hat.

Neben der Schuldenkrise ergeben sich unter anderem durch den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel oder die Energiewende weitere Probleme für den Mittelstand. Worunter leiden mittelständische Unternehmen aktuell am meisten?

Sie leiden vor allem unter 3 Dingen: Erstens unter der Verwaltungspraxis. Das ist beispielsweise die permanente Strafandrohung. Wann immer ein Brief von einer öffentlichen Stelle kommt, kommt er mit einem Rattenschwanz an Strafandrohungen. Das schafft ein permanentes Gefühl, mit einem Bein bereits im Gefängnis zu stehen.

Wie Behörden Unternehmern gegenübertreten, ist häufig eine bodenlose Unverschämtheit. Sie werden oft wie potenzielle Verbrecher behandelt. Diese Haltung bestätigen uns sogar Mitarbeiter dieser öffentlichen Institutionen.

Dann herrscht eine gewisse Rechtsunsicherheit. Die Unternehmer spüren eine permanente Rechtsbeugung im Sinne der Politik und der Verwaltung. Sie haben das gut begründete Gefühl, vor Gericht nicht mehr ihr Recht zugesprochen zu bekommen. Unternehmer kriegen wegen kleinster Gesetzesüberschreitungen die Härte des Gesetzes zu spüren, währen die Politik und die Verwaltung das Recht nach ihren Belieben auslegen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Können Sie uns für diese Rechtsbeugung ein Beispiel geben?

Eike Hamer: Im ganz großen Stil passiert das nun bei der Verfassungswidrigkeit des Vertrages von Maastricht. Da hat sogar das Verfassungsgericht gesagt: Im Grunde ist der Vertrag verfassungswidrig, aber wir winken ihn noch einmal durch. Beim Vertag von Lissabon war es das gleiche Spiel und beim Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) wird es wieder so passieren. Der Mittelstand hat dabei nicht mehr das Gefühl, dass er sich in einem Rechtsstaat bewegt.

Außerdem leidet er unter den Zwangsabgaben. Da sind die Steuern nur der zweite Teil. Vornehmlich sind es die Gebühren, die den Mittelstand belasten. Mit Sozialabgaben, Zwangsmitgliedschaften und Gebühren hat der Staat den Unternehmen das Leben zur Hölle gemacht. Es ist mittlerweile fast ein genau so großer Teil, den die Behörden den Unternehmen über Gebühren abnehmen. Selbst wenn Unternehmen keine Gewinne machen und sich in der Verlustzone befinden, müssen sie staatliche Zwangsabgaben aufbringen. Die Behörden sind mittlerweile die ersten, die Konkursanträge stellen und mit dem Gerichtsvollzieher drohen, zum Teil wegen aberwitziger Beträge. Da geht es um 20, 30 Euro – das ist ein Witz.

Der 3. Punkt ist die Kreditrationierung unter denen die Betriebe leiden. Wir haben eine sehr defensive Kreditvergabe der Banken – insbesondere wegen Basel III. Wegen des höheren Risikos, das automatisch jeder Mittelständler mit sich bringt, müssen die Banken 8 % an Rücklagen bilden, das tun die nur sehr ungern.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: An der restriktiven Kreditvergabe haben auch die Liquiditätsspritzen für die Banken durch die Europäische Zentralbank nichts geändert?

Eike Hamer: Dadurch hat sich überhaupt nichts geändert. Die Kreditschwemme der EZB ist ausschließlich in der Finanzwirtschaft stecken geblieben. Die hat versucht, damit eigene Löcher zu stopfen, oder legt es auf die hohe Kante. Wie ja auch die EZB inzwischen selbst bemängelt. In der Realwirtschaft kommt davon nichts an und wenn, nur bei den Großkonzernen und die investieren weltweit, nicht in Deutschland. Den Mittelständlern, die den Exportvorteil ausmachen, wird systematisch die Kreditlinie gekürzt und die Anschlussfinanzierung erschwert. Nur mit einer guten Geschäftsidee bekommen sie heute bei keiner Bank mehr Geld. Sie kriegen es nur, wenn sie das Vielfache an Sicherheiten mitbringen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie bewerten Sie die Ressourcenpolitik, wie sieht die Versorgungssituation bei Energie und Rohstoffen für den Mittelstand aus?

Eike Hamer: Die Ressourcenversorgung hat die Politik komplett der Privatwirtschaft überlassen. Seit dem aber die Großwirtschaft aufgrund internationaler Spannungen einige Rohstoffe nicht mehr unlimitiert bekommt – ein Stichwort sind seltene Erden, oder der Kampf ums Öl, der nach wie vor tobt – haben sie die Politik zu Hilfe gerufen. Aber am Mittelstand geht das völlig vorbei. Im Gegenteil. Auch die Erneuerbaren Energien werden über die erhöhten Netzentgelte dem Mittelstand aufgebürdet. Das ist eine weitere Zwangsabgabe, über die hier die Erneuerbaren Energien finanziert werden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie wirken sich die Belastungen, denen der Mittelstand ausgesetzt ist, auf die Unternehmen aus?

Eike Hamer: Da der Mittelstand in einem starken Wettbewerb steht, kann er seine Verkaufspreise meist nicht erhöhen. Er hat das Problem, dass die Geldverantwortlichen ihm die Rohstoffkosten erhöhen, indem sie den Euro künstlich schwächen. Denn die Rohstoffe werden weltweit vorwiegend in Dollar valutiert. Dadurch gerät der Mittelstand in ein existenziell bedrohliches Fahrwasser.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Der Mittelstand ist sehr vielfältig und keine homogene Gruppe. Werden seine Interessen deshalb nicht so vertreten, wie sich das Unternehmer vielleicht wünschen würden?

Eike Hamer: Das ist sicherlich einer der Gründe. Die mittelständischen Interessenvertreter, die wir im Mittelstandsinstitut seit 40 Jahren versuchen an einen Tisch zu bekommen und an einem Strang ziehen zu lassen, waren dazu nicht in der Lage. Jeder Verband glaubte, der andere würde ihm sein Klientel streitig machen. Alle buhlen um Mitglieder, dadurch ist jeder des anderen Feind. Die Zwangsverbände werden dagegen von der Großwirtschaft gesteuert. Das sind keine Mittelstandsvertretungen, behaupten aber, sie würden für die gesamte Wirtschaft sprechen. Sowohl beim DIHT als auch bei den IHKs und den anderen Zwangsverbänden. In sofern hat der Mittelstand kein durchdringendes Sprachrohr und jene, die das übernehmen sollten – das sind der DIHT und die IHKs – verraten ihn.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie wird sich die Schuldenkrise in der Eurozone, unter welcher der Mittelstand zu leiden hat, weiter entwickeln?

Eike Hamer: Die südeuropäischen Schulden werden den nordeuropäischen Staaten mit aufgedrückt werden. Bei den nordeuropäischen Staaten sind allerdings Frankreich und andere selber so schwach, dass letztlich neben ganz wenigen anderen Staaten Deutschland als Zahler übrig bleibt. Das heißt in den nächsten Jahren werden die größten Plünderungswellen von Seiten Berlins auf den Mittelstand zukommen, die er je in der Nachkriegsgeschichte erlebt hat.

Dazu hat die internationale Hochfinanz Peer Steinbrück bereits designiert. Er soll der nächste Kanzler werden, der mit äußerster Brutalität gegen den deutschen Mittelstand losgeht. Die Großindustrie hat sich längst aus dem Steuerkonzert verabschiedet, die interessiert das nicht mehr.

Damit wird der Staat versuchen so viele Einnahmen wie möglich zu generieren, um die Schulden der Südländer bedienen zu können, weil die internationalen Gläubiger so viel rausholen wollen, wie geht. Der zweite Schritt wird sein, dass wir in eine der brutalsten Inflationsentwicklungen abgleiten werden, die wir in den letzten 100 Jahren erlebt haben. Das bedeutet, die breiten Massen werden verarmen, weil sie mit den steigenden Kosten nicht mehr Schritt halten können. Der Staat versucht zur Zeit mit allen Mitteln Inflation zu schaffen, weil er glaubt seine Einnahmen damit erhöhen zu können, ohne dabei die Gefahren für die breite Bevölkerung zu berücksichtigen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Welche Rolle spielt dabei die Politik der Europäischen Zentralbank?

Eike Hamer: Alle Lippenbekenntnisse von Bundesbankpräsident Jens Weidmann und Co. spielen überhaupt keine Rolle mehr, weil sie nur mehr eine Minderheitsposition in der EZB besetzen. Sie können die Politik der EZB nicht mehr verhindern. Die Koalition der Inflationisten ist die überwältigende Mehrheit und die können die wenigen Notenbankvertreter, die noch auf Geldwertstabilität pochen, jederzeit überstimmen. Wegen Partikularinteressen von Frankreich, Italien und Spanien wird eine inflationsfreie Geldpolitik nicht klappen. Die Maßnahmen, die bis jetzt gesetzt wurden, werden in der größten Inflation der letzten 100 Jahre münden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wenn man davon ausgeht, dass sich die Situation weiter verschärft, für wie belastbar halten Sie den Mittelstand noch?

Eike Hamer: Der Mittelstand hat im Grunde seine Belastungsgrenze schon überschritten. Das sieht man daran, dass die Flucht aus Deutschland nie so groß war wie in den letzten 5 bis 10 Jahren. Es werden auch immer weniger Betriebe in die nächste Generation weitergeführt. Die nächsten Generationen haben verstanden, es ist einfacher, in der Spekulation Geld zu verdienen als durch ehrliche Arbeit. In sofern hat der Mittelstand ein erhebliches Problem überhaupt in dieser Stärke weiter bestehen zu können. Wenn wir jetzt nicht eine ganz konsequente Entlastungspolitik für den Mittelstand bekommen, wird dieser Kurs weitergefahren und in eine schleichende Dezimierung des Mittelstandes führen. Die Inflationspolitik wird diesen Prozess noch beschleunigen – das ist jetzt schon absehbar.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was müssten die ersten Schritte einer solchen konsequenten Entlastungspolitik sein?

Eike Hamer: Wir brauchen im Wesentlichen nur zwei Punkte: Erstens müssen die im Unternehmen verbleibenden Gewinne steuerfrei bleiben. Das heißt, nur ausgeschüttete Gewinne werden besteuert. Das ist ganz einfach machbar: Man muss nur den steuerlichen Gewinnbegriff auf das reduzieren, was den Betrieb verlässt. Dann würde man mehrere Fliegen auch kurzfristig mit einer Klappe schlagen. Die Eigenkapitalsituation würde entschärft werden, weil die Betriebe in der Lage wären, steuerneutral ihre stillen Reserven zu heben und damit ein ehrliches Eigenkapital ausweisen könnten, was ihnen dann auch entsprechende Haftungsbasis für Kredite einräumen würde. Der 2. wichtige Punkt wäre, dass der Mittelstand von den Basel-III-Regelnungen ausgenommen wird. Damit wären die Banken wieder in die Lage versetzt, kleineren Unternehmen „auf die blauen Augen“ Gelder geben zu dürfen.

Bei der Finanzbranche und Großindustrie sind die Basel III Anforderungen sicher sinnvoll, aber Inhabergeführte Betriebe und Unternehmen unter einer bestimmten Größe sollten davon ausgenommen werden. Das würde sogar kurzfristig für eine Entspannung sorgen.

Dr. Eike Hamer ist Vorstandsmitglied des Mittelstandsinstituts in Hannover und Chefredakteur des Magazins Wirtschaft aktuell.

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  1. Josef Strohmeier Folienhandel sagt:

    Ich bin 1935 geboren u. seit 1951 im Betrieb meines Onkels als kaufm. Lehrling
    angefangen. Heute zurückschauend (als Firmeninhaber) kann ich fast nur negativ
    von der Politik für den Mittelstand berichten. Immer mehr völlig unverständliche
    Gesetze die Nerven gekostet haben und auch weiterhin noch mehr kosten werden.
    Wenn ich hier alles aufführen müßte dann sollte ich darüber wohl gestorben. Die
    öffentliche Hand ist sicherlich zu 20 % nötig. Über 100000 Gesetze bringen jeden
    Bürger unweigerlich dazu viele zu übertreten ohne das sie es wissen. Nein Danke
    Wann brechen dieses Staatsmonopol. Politiker und Beamte sind unanstastbar. Wir
    haben Ihren vielseitigen Unsinn zu akzeptieren. Dieses nennen sie Demokratie.

    Es ist traurig das man Deutscher ist. Aber bald werden wir tolle Dinge erleben.
    Wer aber leider nichts dafür kann sind eben diese Typen. Sie verschwinden und
    entschuldigen sich nicht einmal sondern sind außen vor mit einer sehr guten
    finanziellen Absicherung Ich habe keine Achtung vor diesen Leuten.
    Eine wunderbare Umwandlung in die Tierwelt wäre die beste Lösung

  2. Elch sagt:

    Prof. Hamer, vermutlich der Vater des Eike Hamer, schrieb schon vor deutlich über zwanzig Jahren von den “drei neuen feudalen Gruppen” in Deutschland.

    1. Vorstandsvorsitzende der Konzernbetriebe
    2. Politiker
    3. Sozialhilfeempfänger

    Damals hatte er, die dritte Gruppe betreffend, noch Recht: Es gab ja noch genügend Arbeit! Heute würde er das sicher so nicht mehr sagen, nachdem wir alle wissen, wer dieses Deutschland gewillt ist bis auf die blanken Knochen abzunagen.

    Gruppe 1 und Gruppe 2 bewirken das, was der Philosph Peter Sloterdijk unter “Refeudalisierung” versteht! Diese Gruppen stellen die neufeudale Klasse des Hier und Heute dar …

    … und müssen vom Volke erneut so ‘behandelt’ werden, wie es einst schon nötig war, den Feudalismus abzuschaffen und durch “Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit”, vulgo: Demokratie zu ersetzen!

    Und das schreibt hier nun kein Kommunist, Sozialist oder sonst so’n Träumer!

    Geträumt hab’ ich früher; da wählte ich noch CDU!

  3. papperlapap sagt:

    Auch die Erneuerbaren Energien werden über die erhöhten Netzentgelte dem Mittelstand aufgebürdet. Das ist eine weitere Zwangsabgabe, über die hier die Erneuerbaren Energien finanziert werden.

    Sind die Solars und Wind nicht Mittelstand? Der Mittelstand trägt an seiner eigenen Last, oder wie soll das gemeint sein?
    Desweiteren Netzentgelte, wieso zweite Abgabe für die Erneuerbaren?
    „Wenn Energieversorger die Preise aktuell anheben, lässt sich das nicht auf die Erneuerbaren Energien schieben“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. … Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) regelt, dass Großstromverbraucher von der Zahlung der Netzentgelte zu einem großen Teil befreit sind. Dieses Privileg hatte die Regierung der energieintensiven Industrie im Zuge des Atomausstiegs zugebilligt, um die im internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen zu entlasten. Nun gilt: Wer viel Strom verbraucht und daher die Netze intensiv nutzt, kommt nicht mehr für deren Instandhaltung auf. „Selbst vor dem Hintergrund, den Industriestandort Deutschland schützen zu wollen, wirkt es bizarr, dass der Mittelstand und Privathaushalte allein für die Kosten aufkommen müssen“, bilanziert Vohrer. Eben diesen stehen in den kommenden Wochen Strompreiserhöhungen ins Haus.
    Schlecht Herr Hamer, so unreflektiert sollten sie nicht über andere, insbesondere Mittelständler urteilen. Wer außerdem noch über Konkurrenz für das Internationationale Energiekartell meckert, kann nicht im Sinne des Mittelstandes argumentieren.

    Die Welt wird größer und der mittelständischen Konkurrenz, die die Globalisierung behindert, steht das selbe Schicksal bevor wie den landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland (1950 1,6 Mio, 2007 350 T).

    Für die freiwerdenden Arbeitskräfte wird schon eine Beschäftigung gefunden: Heimatsicherheit und Essensmarkenverteiler z.B. Wer nicht mitmachen will, der kann ja na ja wie auch immer irgendwohin gehen.

  4. Ulli Schaller sagt:

    Artikel 1 des 9. Überleitungsvertrages gilt auch weiterhin und gibt die Antwort :

    …deutsche Staatsangehörige, die der Herrschaftsgewalt der Bundesrepublik unterliegen ……

    sollten dieser Herrschaftsgewalt durch Auslagerung ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten begegnen.

    Diese irrsinnige Verschuldungsorgie mit anschließender brutaler Besteuerung, um die Schulden bezahlen zu können, wird zu einer großen Auswanderung mittelständischer Unternehmen in abgabenfreundlichere Länder führen.

  5. Heike Brentt sagt:

    Nun, mach doch Mal bitte Jemand den organisatorischen Anfang.

    • Blitzfritz sagt:

      Also ich für meinen Teil habe gerade eine Ltd. in Großbritannien gegründet.
      Per Gewinnabführungsvertrag wir meine deutsche GmbH hier nur noch Zahlungseingangsstelle und der Löwenanteil geht dann in die Zentrale nach England.
      Dort werden neuen Ltd. – Gesellschaften im ersten Jahr 65.000 Pfund steuerfrei belassen, als Anreiz, dort zu investieren und Geschäfte zu machen.
      Der Spitzensteuersatz liegt übrigens bei 28%!
      Und es gibt keinerlei Gegängel mehr, die beschriebene Serviette vom afghanischen Taxifahrer langt als Beleg aus.
      Und wenn ich meine Geschäftskunden ins 4 – Sterne Restaurant zu 1200 euro Champagner einlade, dann interessiert das die Steuerbehörden keinen Pfifferling.
      Einzige Frage:
      Hat der Champus geschmeckt?

      Wer mehr wissen will, einfach fragen!

  6. marc sagt:

    Nun Ja die Politiker, der ÖD und die Beamten erhöhen sich schon mal ordentlich die Gehälter, denn scheinbar scheint es ja gerade bei diesen Gruppen ein Leistungsmerkmal zu sein wie die Inflation steigt, statt die eigene Arbeit zu bewerten! Und diejenigen, die für diese Inflation verantwortlich sind erhöhen Ihre Gehälter, damit sie selber keineswegs von der Inflation irgend welche Nachteile erleiden! Wann begreifen die Menschen endlich, wer Ihnen Ihre Lebenszeit klaut! Denn gerade die genannten Gruppen haben die Geringste Arbeitszeit in diesem Land ausgenommen von den Lehrern, die arbeiten nur 26h/Woche!

    Neofeudalismus Pur!

    • bate sagt:

      Dummes Geschwätz, gerade der ÖD erhöht sich selbst garantiert nicht die Gehälter, weil er es nicht kann und stets abhängig vom Raubbau betreibeneden Pseudostaat ist. Hinzukommt das der ÖD nicht konkurrenzfähig ist, weil niemand dort arbeiten will, gerade wegen der niedrigen Gehälter, schon mal versucht eine Ingenieursstelle dort zu besetzen? Beschissen wird man auch, weil die Stellen stets eine Kategorie höher ausgeschrieben werden und im Arbeitsvertrag wird einem dann eine niedrigere Stufe untergejubelt. Oder auf eine 2% Erhöhung der Löhne ÜBER 2 Jahre wird einem wieder heimlich wieder 1% abgezogen.
      Dankeschön! Und das die Löhne überall gesunken sind, liegt natürlich nicht an der Gier der Unternehmen, sondern bestimmt am ÖD, der ist ja an allem Schuld. Bestimmt auch an der Bankenkrise und am 2. Weltkrieg.
      Solange Leute wie sie sich imemr noch schön teilen und beherrschen lassen, solange werden wir diese beschissenen Zustände in der BRD-Staatssimulation haben.
      Unternehmen, wie VW, die mal eben 7000 Eur an die Mitarbeiter ausschütten, weil die dummen Deutschen deutsche Autos hierzulande zu EU-Höchstpreisen kaufen, geraten natürlich nicht in die Kritik, obwohl sie vom deutschen Steuerzahler Subventionen erhalten und wohl keine Steuern in der BRinD zahlen.

      Übrigens, ÖD ist für die gesamte Breite des unteren Personalbereichs das Ende der Karriere, nicht der Anfang, zu dem nicht nur Verwaltungsfuzzis ÖD sind, dazu gehört u.a. auch der universitäre Bildungssektor. In Schulen springen häufig schon 1-Euro-Jobber ein, wenn zu viele Lehrer krank sind.
      1-Euro-Jobber!!!

      Und noch etwas, schlecht bezahlte Erzieherinnen sind auch ÖD, und auf deren Rücken wird eine ganze Menge ausgetragen, was Arbeitsüberlastung und Personalmangel angeht.
      Polizisten stehen auch nicht in dem Ruf, schwerreich zu sein.

      Die Lebenszeit lassen sich die meisten Zombies vor dem Fernseher klauen, das ist eine Weisheit von jemandem, der seit 8 Jahren keinen Fernseher mehr hat, weil ihn der ganze Mainstream-Propagandamüll angewidert hat.

      Was Lehrer angeht, lohnt es sich mal ein Buch von Sabine Czerny zu lesen.

      Also, lieber mal an das Nuhrsche Prinzip halten, wenn einen mal wieder der Neid überkommt.

  7. spion und spion sagt:

    Das Pferd ist falsch aufgezäumt worden und nun reitet man rückwärts im Galopp.
    Die EU müßte abgeschafft werden, um neu anfangen zu können – demokratisch, energiepolitisch, wirtschaftlich, monetär.
    Davor stehen allerdings die Quatschköpfe aus allen gesellschaftlichen Bereichen.

    Europäische Integration ist ein Euphemismus für Assimilation, die einhergeht mit unzähligen Lügen.
    So haben sich die Protagonisten selbst mit Tauen und Stricken gefesselt, weil ihnen nun die eigenen Lügen im Wege stehen..
    Deshalb klemmt es an allen Ecken und Enden.

    Die soziologische Unfähigkeit wird offenbar an Portugal, denn der Plan der Troika ist erfüllt, doch die Wirtschafft verreckt.
    Keine Ahnung, und davon viel.

  8. Maria del Mar sagt:

    Endlich sagt einer mal die Wahrheit.Das heißt der Geldfluss geht in die PIIGS.Also raus aus Deutschland rein in die PIIGS.Dort wartet ein freies Leben ohne Stasi und ohne regen.Arbeiten lohnt sich in Deutschland schon lange nicht mehr.Wer jetzt sich kein Polster sich angefressen hat wird sterben.Gute Nacht DDR 2.

  9. weitblick sagt:

    1. Nicht vergessen: nur in Berlin hat man inzwischen über 430.000 arbeitslose Hartz-4-Empfänger. So viele Arbeitslose gab es früher in ganz Deutschland-W (z.B. 1971 mit 185.072) nicht, was zeigt, dass irgendwas wohl falsch gelaufen sein muss mit der Politik und Wirtschaftspolitik in seinen sozialen Ergebnissen und Erkenntnissen. Siehe insoweit z.B. Sachverständigengutachten 1976 zur ANGEBOTSPOLITIK von Helmut Schmidt ABGELEHNT und von der Politik fortgesetzte FALSCHE Wirtschaftspolitik bis einschl. Schröder.
    Siehe dazu FTD 22.11.2005 Sebastian Dullien “Danke, Edmund Stoiber”

    2. Kleine Anfrage der Abgeordneten ….
    Bestandsaufnahme Bürokratieabbau
    Antwort
    der Bundesregierung
    ….
    1. Wie hoch ist der aktuelle Bestand an Gesetzen, Rechtsverordnungen und
    Einzelvorschriften im Bundesrecht?
    Zum Stichtag 7. Juli 2009 umfasst das aktuelle Bundesrecht 1 729 Gesetze mit
    45 801 Einzelnormen und 2 656 Rechtsverordnungen mit 37 364 Einzelnormen.
    2. Wie hoch war der Bestand an Gesetzen, Rechtsverordnungen und Einzelvorschriften
    im Bundesrecht am Ende der 15. Legislaturperiode?

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/138/1613825.pdf

    Übrigens, nur nebenbei bemerkt: Wir haben in Deutschland nur paar Unternehmen, die “Dax-notiert” sind und Millionen Unternehmer, die knapp 10 Mitarbeiter beschäftigen.

    3. Zu “Club of Rome” und anderen Wachstums-Beschränkern:

    Kinder sind unsere Zukunft ….

    Zitat: aus anderen Foren: Zunaechst waere es wohl hilfreich, sich von einem zwanghaften Glauben an “Wachstum” zu verabschieden. Ziele muessen realistisch sein!
    Schluss mit grenzenlosem Wachstum und Ressourcenverschwendung: Die Postwachstumsökonomie
    Zitat-Ende

    Bevölkerung in Milliarden nach Wikipedia unter Bevölkerungsentwicklung :

    1950: 2,53
    2010: 6,90
    2020: 7,66
    2030: 8,32

    Die Forderungen nach Wachstumsbegrenzung umgesetzt bedeutet, dass Milliarden Menschen keine Unterhose tragen dürfen, oder gar ein Hemd, Rock oder Hose oder etwa Strümpfe, Schuhe oder Jacke, dafür aber mehr GLÜCK empfinden dürfen, denn essen macht sowieso nur dick, belastet die Umwelt und erzeugt nur CO2.

    4. Bitte lesen Sie unter folgenden Stichworten Integration, TeamArbeit für Deutschland und sehen Sie sich das vollständige Interview an und verbreiten Sie die Erkenntnisse

    1.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kaizen

    In Japan selbst wird die Idee des Kaizen unabhängig von seiner im Westen verbreiteten qualitätsbezogenen Bedeutung verwendet. Kaizen ist in der japanischen Praxis vor allem die Philosophie der „ewigen Veränderung“. Das bedeutet vor allem sichtbare Veränderung….

    2.
    siehe dazu unter youtube ein 7.-teiliges Interview mit Prof. Dr. Michael Vogt und mir unter dem Titel

    Innovationsoffensive – Und der Staat schläft weiter

    Playlist unter Kurzlink

    bit.ly/jUoY7X

    Die Arbeit muss zu den Menschen kommen, nicht die Menschen zur Arbeit.

    Liebe Bürger, sehen Sie sich das KOMPLETTE Interview an und bedenken Sie dabei, dass EIN JAHRZEHNT permanenter Arbeit dahinter steckt, die VOR ALLEM dem Mittelstand nutzt und diesen mit Ideengenerierung unterstützt.

    Dort beginnt diese mit der Verhandlung mit dem Berater der Bundesregierung Staatssekretär a.D. Klaus-Peter Schmidt-Deguelle aus dem Jahre 2001 und dessen schriftlicher Bestätigung aus dem Jahre 2002 und den sich daraus ergebenden Änderungen im Regierungshandeln, einschliesslich der Erkenntnis zu der website.”Zukunftsdialog” der Bundeskanzlerin – siehe dazu auch hier in diesem Dialogforum zu weiteren Vorschlägen und Ideengrundlagen wie Werte vermitteln, Bürgerbeteiligung, und Eine offene, innovative Gesellschaft schaffen, fördern und fordern usw., einschl. der Erkenntnis: Die Arbeit muss zu den Menschen kommen, nicht die Menschen zur Arbeit.
    “Im Kreislauf der Wirtschaft”.

  10. HansMeiser sagt:

    ZITAT: Dazu hat die internationale Hochfinanz Peer Steinbrück bereits designiert. Er soll der nächste Kanzler werden, der mit äußerster Brutalität gegen den deutschen Mittelstand losgeht. Die Großindustrie hat sich längst aus dem Steuerkonzert verabschiedet, die interessiert das nicht mehr……Das ist leider nur wahr! Zudem sollen aber auch die unsubventionierten Normalverdiener außerhalb der Großkonzerne und Amtsstuben mit einem heiteren Allerlei aus Steuern und Abgaben nochmlas abgezockt werden. Alles nur zu unserem Besten, für die Umwelt, dem tollen Friedensprojekt Euro und unserer Gesundheit, versteht sich. Die verlorene Kaufkraft und die höheren Zahlen bei der Arbeitslosigkeit kann man ja in bewährter Art und Weise “statistisch” und mit schönen Umfragen begegnen. Die Leute glauben ja fast alles, wenn es von der Regierung und ihren wahren Auftraggebern der Großindustrie schön verpackt wurde.

    • Michele sagt:

      Hier stellt sich die Frage: Nimmt die Grossindustrie Einfluss auf die Steuerpolitik in den niedergelassenen Ländern, oder nicht. Ich glaube, die Grossindustrie hat sich in der Beziehung noch nicht verabschiedet, ganz im Gegenteil…