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Mittelstands-Institut erwartet „größte Inflation seit 100 Jahren“

Eike Hamer vom Mittelstands-Institut in Hannover glaubt nicht, dass das Bundesverfassungsgericht den Rettungsschirm ESM stoppen wird. Als Folge von ESM und expansiver Geldpolitik geht Hamer davon aus, dass es schon bald zu einer dramatischen Inflation kommen wird. Der Mittelstand wird in dieser schwierigen Lage weder von der Politik noch von den Zwangsverbänden unterstützt.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Die Wirtschaft in Deutschland wird weltweit wegen seinem Mittelstand bewundert. Er gilt als Hauptgrund dafür, dass die heimische Wirtschaft verhältnismäßig gut durch die Krise kommt. Dennoch gehen die Belastungen nicht spurlos an den kleinen und mittelgroßen Unternehmen vorüber. Wie hat sich in diesem Zusammenhang die Stimmung und das Selbstverständnis des Mittelstandes in den vergangenen Jahren verändert?

Eike Hamer: Früher war der Mittelstand sehr politikhörig: Wann immer die Politik etwas beschlossen hat, hat der Mittelstands das als unverrückbares Gesetz akzeptiert. Mittlerweile hat er aber verstanden, dass vieles krumm läuft, auch gegen das Grundgesetz verstößt. Die Regierungen der letzten Jahre haben mehr gegen das Grundgesetz verstoßen als jemals zuvor. Das hat die blinde Akzeptanz der Politik gegenüber erheblich beschädigt. Der Mittelstand merkt immer mehr, dass er von der Politik hintergangen und zugunsten anderer Interessen ausgeplündert wird und dass er eigentlich die Melkkuh ist.

Dank der wissenschaftlichen Belege sieht sich der Mittelstand aber auch als Rückrat der Nation. Zu diesem Thema ist in den letzten 20 Jahren so viel Literatur entstanden, dass der Mittelstand selbstbewusster geworden ist. Er weiß, dass er der einzige ist, der netto etwas für die gesamte Sozialgemeinschaft beisteuert. Er weiß, dass er der Ausbilder ist und dass die gesamte soziale Marktwirtschaft an ihm hängt. Er hat das Gefühl, dass alle anderen Gruppen – sowohl die Großindustrie als auch die Arbeitnehmer und alimentierte Personengruppen – von ihm zehren. Das hat er nun verstanden. Wenn immer die Politik neue Ausgabenprogramme startet, weiß der Mittelstand, er ist derjenige, der das zu bezahlen hat.

Neben der Schuldenkrise ergeben sich unter anderem durch den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel oder die Energiewende weitere Probleme für den Mittelstand. Worunter leiden mittelständische Unternehmen aktuell am meisten?

Sie leiden vor allem unter 3 Dingen: Erstens unter der Verwaltungspraxis. Das ist beispielsweise die permanente Strafandrohung. Wann immer ein Brief von einer öffentlichen Stelle kommt, kommt er mit einem Rattenschwanz an Strafandrohungen. Das schafft ein permanentes Gefühl, mit einem Bein bereits im Gefängnis zu stehen.

Wie Behörden Unternehmern gegenübertreten, ist häufig eine bodenlose Unverschämtheit. Sie werden oft wie potenzielle Verbrecher behandelt. Diese Haltung bestätigen uns sogar Mitarbeiter dieser öffentlichen Institutionen.

Dann herrscht eine gewisse Rechtsunsicherheit. Die Unternehmer spüren eine permanente Rechtsbeugung im Sinne der Politik und der Verwaltung. Sie haben das gut begründete Gefühl, vor Gericht nicht mehr ihr Recht zugesprochen zu bekommen. Unternehmer kriegen wegen kleinster Gesetzesüberschreitungen die Härte des Gesetzes zu spüren, währen die Politik und die Verwaltung das Recht nach ihren Belieben auslegen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Können Sie uns für diese Rechtsbeugung ein Beispiel geben?

Eike Hamer: Im ganz großen Stil passiert das nun bei der Verfassungswidrigkeit des Vertrages von Maastricht. Da hat sogar das Verfassungsgericht gesagt: Im Grunde ist der Vertrag verfassungswidrig, aber wir winken ihn noch einmal durch. Beim Vertag von Lissabon war es das gleiche Spiel und beim Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) wird es wieder so passieren. Der Mittelstand hat dabei nicht mehr das Gefühl, dass er sich in einem Rechtsstaat bewegt.

Außerdem leidet er unter den Zwangsabgaben. Da sind die Steuern nur der zweite Teil. Vornehmlich sind es die Gebühren, die den Mittelstand belasten. Mit Sozialabgaben, Zwangsmitgliedschaften und Gebühren hat der Staat den Unternehmen das Leben zur Hölle gemacht. Es ist mittlerweile fast ein genau so großer Teil, den die Behörden den Unternehmen über Gebühren abnehmen. Selbst wenn Unternehmen keine Gewinne machen und sich in der Verlustzone befinden, müssen sie staatliche Zwangsabgaben aufbringen. Die Behörden sind mittlerweile die ersten, die Konkursanträge stellen und mit dem Gerichtsvollzieher drohen, zum Teil wegen aberwitziger Beträge. Da geht es um 20, 30 Euro – das ist ein Witz.

Der 3. Punkt ist die Kreditrationierung unter denen die Betriebe leiden. Wir haben eine sehr defensive Kreditvergabe der Banken – insbesondere wegen Basel III. Wegen des höheren Risikos, das automatisch jeder Mittelständler mit sich bringt, müssen die Banken 8 % an Rücklagen bilden, das tun die nur sehr ungern.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: An der restriktiven Kreditvergabe haben auch die Liquiditätsspritzen für die Banken durch die Europäische Zentralbank nichts geändert?

Eike Hamer: Dadurch hat sich überhaupt nichts geändert. Die Kreditschwemme der EZB ist ausschließlich in der Finanzwirtschaft stecken geblieben. Die hat versucht, damit eigene Löcher zu stopfen, oder legt es auf die hohe Kante. Wie ja auch die EZB inzwischen selbst bemängelt. In der Realwirtschaft kommt davon nichts an und wenn, nur bei den Großkonzernen und die investieren weltweit, nicht in Deutschland. Den Mittelständlern, die den Exportvorteil ausmachen, wird systematisch die Kreditlinie gekürzt und die Anschlussfinanzierung erschwert. Nur mit einer guten Geschäftsidee bekommen sie heute bei keiner Bank mehr Geld. Sie kriegen es nur, wenn sie das Vielfache an Sicherheiten mitbringen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie bewerten Sie die Ressourcenpolitik, wie sieht die Versorgungssituation bei Energie und Rohstoffen für den Mittelstand aus?

Eike Hamer: Die Ressourcenversorgung hat die Politik komplett der Privatwirtschaft überlassen. Seit dem aber die Großwirtschaft aufgrund internationaler Spannungen einige Rohstoffe nicht mehr unlimitiert bekommt – ein Stichwort sind seltene Erden, oder der Kampf ums Öl, der nach wie vor tobt – haben sie die Politik zu Hilfe gerufen. Aber am Mittelstand geht das völlig vorbei. Im Gegenteil. Auch die Erneuerbaren Energien werden über die erhöhten Netzentgelte dem Mittelstand aufgebürdet. Das ist eine weitere Zwangsabgabe, über die hier die Erneuerbaren Energien finanziert werden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie wirken sich die Belastungen, denen der Mittelstand ausgesetzt ist, auf die Unternehmen aus?

Eike Hamer: Da der Mittelstand in einem starken Wettbewerb steht, kann er seine Verkaufspreise meist nicht erhöhen. Er hat das Problem, dass die Geldverantwortlichen ihm die Rohstoffkosten erhöhen, indem sie den Euro künstlich schwächen. Denn die Rohstoffe werden weltweit vorwiegend in Dollar valutiert. Dadurch gerät der Mittelstand in ein existenziell bedrohliches Fahrwasser.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Der Mittelstand ist sehr vielfältig und keine homogene Gruppe. Werden seine Interessen deshalb nicht so vertreten, wie sich das Unternehmer vielleicht wünschen würden?

Eike Hamer: Das ist sicherlich einer der Gründe. Die mittelständischen Interessenvertreter, die wir im Mittelstandsinstitut seit 40 Jahren versuchen an einen Tisch zu bekommen und an einem Strang ziehen zu lassen, waren dazu nicht in der Lage. Jeder Verband glaubte, der andere würde ihm sein Klientel streitig machen. Alle buhlen um Mitglieder, dadurch ist jeder des anderen Feind. Die Zwangsverbände werden dagegen von der Großwirtschaft gesteuert. Das sind keine Mittelstandsvertretungen, behaupten aber, sie würden für die gesamte Wirtschaft sprechen. Sowohl beim DIHT als auch bei den IHKs und den anderen Zwangsverbänden. In sofern hat der Mittelstand kein durchdringendes Sprachrohr und jene, die das übernehmen sollten – das sind der DIHT und die IHKs – verraten ihn.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie wird sich die Schuldenkrise in der Eurozone, unter welcher der Mittelstand zu leiden hat, weiter entwickeln?

Eike Hamer: Die südeuropäischen Schulden werden den nordeuropäischen Staaten mit aufgedrückt werden. Bei den nordeuropäischen Staaten sind allerdings Frankreich und andere selber so schwach, dass letztlich neben ganz wenigen anderen Staaten Deutschland als Zahler übrig bleibt. Das heißt in den nächsten Jahren werden die größten Plünderungswellen von Seiten Berlins auf den Mittelstand zukommen, die er je in der Nachkriegsgeschichte erlebt hat.

Dazu hat die internationale Hochfinanz Peer Steinbrück bereits designiert. Er soll der nächste Kanzler werden, der mit äußerster Brutalität gegen den deutschen Mittelstand losgeht. Die Großindustrie hat sich längst aus dem Steuerkonzert verabschiedet, die interessiert das nicht mehr.

Damit wird der Staat versuchen so viele Einnahmen wie möglich zu generieren, um die Schulden der Südländer bedienen zu können, weil die internationalen Gläubiger so viel rausholen wollen, wie geht. Der zweite Schritt wird sein, dass wir in eine der brutalsten Inflationsentwicklungen abgleiten werden, die wir in den letzten 100 Jahren erlebt haben. Das bedeutet, die breiten Massen werden verarmen, weil sie mit den steigenden Kosten nicht mehr Schritt halten können. Der Staat versucht zur Zeit mit allen Mitteln Inflation zu schaffen, weil er glaubt seine Einnahmen damit erhöhen zu können, ohne dabei die Gefahren für die breite Bevölkerung zu berücksichtigen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Welche Rolle spielt dabei die Politik der Europäischen Zentralbank?

Eike Hamer: Alle Lippenbekenntnisse von Bundesbankpräsident Jens Weidmann und Co. spielen überhaupt keine Rolle mehr, weil sie nur mehr eine Minderheitsposition in der EZB besetzen. Sie können die Politik der EZB nicht mehr verhindern. Die Koalition der Inflationisten ist die überwältigende Mehrheit und die können die wenigen Notenbankvertreter, die noch auf Geldwertstabilität pochen, jederzeit überstimmen. Wegen Partikularinteressen von Frankreich, Italien und Spanien wird eine inflationsfreie Geldpolitik nicht klappen. Die Maßnahmen, die bis jetzt gesetzt wurden, werden in der größten Inflation der letzten 100 Jahre münden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wenn man davon ausgeht, dass sich die Situation weiter verschärft, für wie belastbar halten Sie den Mittelstand noch?

Eike Hamer: Der Mittelstand hat im Grunde seine Belastungsgrenze schon überschritten. Das sieht man daran, dass die Flucht aus Deutschland nie so groß war wie in den letzten 5 bis 10 Jahren. Es werden auch immer weniger Betriebe in die nächste Generation weitergeführt. Die nächsten Generationen haben verstanden, es ist einfacher, in der Spekulation Geld zu verdienen als durch ehrliche Arbeit. In sofern hat der Mittelstand ein erhebliches Problem überhaupt in dieser Stärke weiter bestehen zu können. Wenn wir jetzt nicht eine ganz konsequente Entlastungspolitik für den Mittelstand bekommen, wird dieser Kurs weitergefahren und in eine schleichende Dezimierung des Mittelstandes führen. Die Inflationspolitik wird diesen Prozess noch beschleunigen – das ist jetzt schon absehbar.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was müssten die ersten Schritte einer solchen konsequenten Entlastungspolitik sein?

Eike Hamer: Wir brauchen im Wesentlichen nur zwei Punkte: Erstens müssen die im Unternehmen verbleibenden Gewinne steuerfrei bleiben. Das heißt, nur ausgeschüttete Gewinne werden besteuert. Das ist ganz einfach machbar: Man muss nur den steuerlichen Gewinnbegriff auf das reduzieren, was den Betrieb verlässt. Dann würde man mehrere Fliegen auch kurzfristig mit einer Klappe schlagen. Die Eigenkapitalsituation würde entschärft werden, weil die Betriebe in der Lage wären, steuerneutral ihre stillen Reserven zu heben und damit ein ehrliches Eigenkapital ausweisen könnten, was ihnen dann auch entsprechende Haftungsbasis für Kredite einräumen würde. Der 2. wichtige Punkt wäre, dass der Mittelstand von den Basel-III-Regelnungen ausgenommen wird. Damit wären die Banken wieder in die Lage versetzt, kleineren Unternehmen „auf die blauen Augen“ Gelder geben zu dürfen.

Bei der Finanzbranche und Großindustrie sind die Basel III Anforderungen sicher sinnvoll, aber Inhabergeführte Betriebe und Unternehmen unter einer bestimmten Größe sollten davon ausgenommen werden. Das würde sogar kurzfristig für eine Entspannung sorgen.

Dr. Eike Hamer ist Vorstandsmitglied des Mittelstandsinstituts in Hannover und Chefredakteur des Magazins Wirtschaft aktuell.

Kommentare

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  1. hiphopeuropa.blogspot.com sagt:

    Tolles Interview. Dem kann ich großteils nur beipflichten. Empfinde ich ähnlich.

    „Sie leiden vor allem unter 3 Dingen: Erstens unter der Verwaltungspraxis. Das ist beispielsweise die permanente Strafandrohung……..“ Diese 3 Punkte. Haargenau so ist es.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass nur 10 % der derzeitigen gesamten Steuereinnahmen reichen würden, um in einem Land, eine spitzen Infrastruktur zu schaffen, wenn das Geld ordentlich eingesetzt wird. 90 % fließen in korrupte Bereiche. Dann müssten alle nur 10 % der jetzigen Steuern zahlen. Mehr Geld bliebe bei den Menschen und alles wäre happy peppi.

    • Rose Marin sagt:

      Diese Überzeugung teile ich mit Ihnen. Die Steuern und Abgaben (nicht nur der Unternehmen) werden zu 90 Prozent (meine Einschätzung) für genau jene überbordende Regulierung eingesetzt, die die tatsächliche Wertschöpfung immer weiter hemmt. Es ist eine klassische lose-lose-Situation. Das Geld wird in einer Weise verschwendet, dass es gleichzeitig noch die Generierung weiterer Gewinne vereitelt.

      Das gilt meiner Meinung nach auch für den Sozialstaat. Ohne diese Regulierungswut könnten wir mit deutlich geringeren Mittel dennoch weitaus „sozialer“ sein – wobei dahingestellt bleiben soll, ob die heutigen Leistungen des Sozialstaats überhaupt sozial sind.

  2. Uwe Rund sagt:

    Hört, hört, …
    Aber in Berlin und in Brüssel wird’s keinen interessieren was mit Michels Mittelstand passiert!!!!

    • Zeitzeuge sagt:

      ja, richtig, wenn die Mittelstands-Michel weiterhin unfähig sind, sich zu verständigen und für den Kampf gegen das System zu organisieren, aber darauf hat ja Dr. Hamer hingewiesen…

  3. G.N. sagt:

    „Alle Lippenbekenntnisse von Bundesbankpräsident Jens Weidmann und Co. spielen überhaupt keine Rolle mehr, weil sie nur mehr eine Minderheitsposition in der EZB besetzen.“ Und genauso wenig spielt das Grundgesetz noch eine Rolle! Hier läuft vor den Augen des deutschen Volkes und insbesondere des deutschen Mittelstandes ein gewaltiger PUTSCH gegen uns alle ab, wie er in der Geschichte noch nicht da war. Selbst Hitler war ein Waisenknabe dagegen! Aber niemand reagiert darauf! Wir lassen die Verbrecher in der Regierung einfach weitermachen, als ob es uns nichts anginge!
    Und die können sich ihrer Sache ganz sicher sein und das Recht und das Grundgesetz nach Belieben brechen und aushebeln, denn auch die Staatsanwaltschaft erhebt keine Einwände mehr! Warum nicht?- Die Staatsanwaltschaft ist ganz offensichtlich weisungsgebunden! Wir haben ein Willkürregime, das keinerlei demokratische Legitimation mehr hat!

    • Korsar sagt:

      G.N., richtig, was Sie schrieben. Im Gegensatz zu Ägypten, u.a., Ländern fehlen uns diejenigen, bislang, die in der Lage sind, den Unmut der Bürger aus dem Internet, zusammenzufassen und in konkrete Proteste umzuleiten.
      Herr Dr. Hamer, hat das ja schon aus seiner Sicht klar umrissen. Es sind die Strafandrohungen, die Vorschriften und Genehmigungsverfahren, wie Versammlungsrecht u.s.w. Hinzu kommen dann noch eventuelle Verfahren, gegen den „Veranstalter“, zwecks Schadenersatz bei Gewalttätigkeiten. Wer kennt schon die notwendigen Schritte und Vorgehensweisen bei Anmeldung einer Demonstration? Ich nicht. Wer kennt die Möglichkeiten, der in Regressnahme staatlicherseits bei Ausschreitungen? Ich nicht. Wäre jemand in der Lage, so eine Art Lehrgang dazu in das Internet zu stellen?

  4. Otto sagt:

    Alle wissen was schief läuft. Die haben sogar den neuen Vollstrecker( Kanzler) schon bestimmt. Wir laufen sehenden Auges ins offene Messer.
    Alle wichtigen Volkswirtschaftler kommen zu den gleichen Analysen. Der Weg unseres Volkes, in die Europaversklavung, scheint vorbestimmt.
    Gibt es den keine Möglichkeiten, in gemeinsamen Aktionen, diesen undemokratischen, die eigenen Gesetze brechenden Volksverrätern, das Handwerk zu legen?
    Was können wir tun, um das Schlimmste zu verhindern?
    Ich bin für alles bereit.

    • Zeitzeuge sagt:

      In jeder größeren Stadt sollten sich REGELMÄSSIG Stammtische der DMN-Leser/innen als erstes organsieren und dort kann man dann über öffentlichkeitswirksame Maßnahmen nachdenken.
      Es geht auch noch einfacher: Verabredet Euch bundesweit zum:

      Anti-EURO Protest Sa1200

      (in Suchmaschine eingeben und Anleitung suchen!)

    • Marie sagt:

      Vielleicht sollten sich Aktive wie:
      BündnissBürgerwille.de und ddp Die Zukunft.de und andere ( es gibt sicher noch mehr Aktivisten) zusammen schliessen.

      Sie alle sammeln Unterschriften gegen den ESM und die Versklavung Europas. Aber erst wenn sie eine gewisse Anzahl von Unterschriften haben, wollen diese aktiv werden. Diese reichen noch lange nicht.

  5. malocher: sagt:

    Hört sich schwer nach rosiger Zukunft an .Wer aber den Mittelstand
    derart schröpfen will wird zwangsläufig den Wirtschaftsmotor
    deutschlands zerstören.

    • Zeitzeuge sagt:

      Das „Schröpfen“ ist schon ganz systematisch im Gange, irgendwoher muß das Geld eigetreiben werden, daß wenigstens der behördliche Schergenapparat des BRD-Statthalterapparates weiter berieben werden kann. Diese rechtsbeugende Praxis kann von zahlreichen Mittelständlern bestätigt werden.

  6. Rosa Galler sagt:

    Deutschland ist ja quasi schon abgeschafft. Jetzt kommt der Mittelstand dran. Das war absehbar. Es geschieht schleichend. Parallel zur „Finanziellen Ausblutung“ Deutschlands.

    Mir kommt es so vor, als ob die meisten Menschen, wie das hypnotisierte Kaninchen auf Europas Finanzpolitik starren und den so wichtigen, wenn nicht sogar wichtigsten Teil, nämlich den Deutschen Mittelstand vergessen.

    Es müsste viel mehr Berichte über die ungerechte Behandlung des Deutschen Mittelstandes geben.

    Dadurch würden bestimmt noch einige Schlafschäflein geweckt werden. Angst um den Arbeitsplatz hat noch immer geholfen aus dem Tiefschlaf zu erwachen.

    • Rosa Galler sagt:

      Liebe Redaktion,

      ein solcher guter Artikel muss unbedingt stehen bleiben. Nicht in der Versenkung verschwinden nach einer Woche.

      Dieses Interview macht alle relevanten Punkte sehr deutlich. Es können gar nicht genug Leute lesen, welch ein Desaster sich uns nähert.

      Wenn die Lawine erst einmal richtig ins Rollen kommt, ist es wie mit Dominosteinen.
      Deutschland bricht dann einfach weg!! Das muss den Menschen, möglichst täglich, ins Bewusstsein gerufen werden.

    • ulli54 sagt:

      Ein Superbeitrag. Die DIHK hat vorgeschlagen die Bezüge von Merkel auf 500 TEURO im Jahr zu verdoppeln. Da wird deutlich, wer von dieser Zwangsorganisation vertreten wird. Wenn Merkel, Schäuble und Co eines Tages im Exil sitzen, werden deren Handlanger, die das Volk ausgeplündert, verraten und verkauft haben die Suppe für diese Typen auslöffeln. Dann kann sich kein Finanzbeamter mehr auf Eichel und Schäuble berufen sonder wird vom Volk zur Verantwortung gezogen.

  7. KatharinaMichels sagt:

    Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Herr Dr. Hamer hat absolut recht.

  8. Manfred Corte sagt:

    Das sind ja drastische Aussagen – aber ich fürchte, der Mann hat weitgehend recht und liegt sehr nahe an der Realität und der objektiven Wahrheit. Und ich fürchte auch, daß er Klagen der Politik zu erwarten hat, ich meine auch, juristische. Kreuziget ihn, wird es heißen. Wie lange er sich noch halten kann, in dieser postdemokratischen Republik, läßt sich auch erahnen … Die Zeiten der freien Meinungsäußerung und der demokratischen Rechtsordnung, als man sich noch trauen durfte, eine solche Meinung öffentlich zu machen, sind jedenfalls in Deutschland vorbei ….

    • Zeitzeuge sagt:

      Dr. Hamer ist einer der fähigsten, die wir in Restdeutschland haben, einer, der sich aus der Deckung traut und die Dinge beim Namen nennt: Er wäre ein guter Führer einer außerparlamentarischen deutschen Bürgeropposition, die auch diesen Namen verdient!

  9. Steuerzahler sagt:

    Herr Hamer beurteilt die Lage richtig!
    In unserem Land wird man bestraft, wenn man kein Großunternehmen ist und Arbeitsplätze schafft.

    Steinbrück heißt aber Peer, nicht Peter!

  10. Raus aus Deutschland sagt:

    Sehr gutes Interview, gut fundiert berichtet.

    Die Kernfrage ist aber der „Schutz“ des Mittelständlers vor den Maßnahmen der Politik!!!

    Es war bereits vor vielen Jahren in Amerika, das die Situation war, das die Unternehmer in den USA mit weit weniger Profit rechnen müssen wenn sie dort bleiben.

    Konsequenz war, Raus aus den USA!

    In Deutschland ist es jetzt die gleiche Situation:
    Entweder BLEIBEN die Mittelständler die „Melkkuh der Nation“
    ODER
    gehen Raus aus Deutschland.

    Ein sehr, sehr alter Trick:
    Langsam ausbluten lassen und am Schluss noch mal richtig zuschlagen!
    Da zeigt sich immer mehr die Konzentration des Kapitals auf Grossunternehmen.

    Diese Entwicklung ist also gewollt.

    JEDER vorausdenkende Unternehmer weiss sicher, was zu tun ist!

    Ein wahrer Unternehmer ist ein Herr und ein Herr weiss das
    die Freiheit wichtiger ist als das Leben
    im Gegensatz zum Diener dem
    das Leben wichtiger ist als die Freiheit.

    Aus dem Grund sind Politiker so gute Diener ihrer Herren!

    Schön zu wissen aber was einzig wirklich zählt ist was hier JEDER
    für sich das beste aus der Situation macht.

    Raus aus Deutschland ist NICHTS für Diener sondern nur für den Herrn!

    • Meister sagt:

      wow, Raus aus Deutschland, Sie sprechen mir aus der Seele. Woher stammt dieses Zitat?

    • Zeitzeuge sagt:

      Nur wohin, das ist hier die große Frage!

      Wer sein Vaterland liebt und die, die es genauso lieben, verläßt es nicht, sondern stirbt lieber im Kampf an ihrer Seite, den Feind fest im Blick und mit der Fahne der Freiheit in der Hand. Wer nicht an das eigenen Recht und den Wert unseres Volkstums glaubt und dafür kämpft, hat seine Würde verloren, ja er hat damit alles verloren.

      • F.S. sagt:

        Zeitzeuge, da kann ich nur zustimmen. Ich lebe gerne in Deutschland und auch unsere Familien und deshalb werde ich mich von den Politbankstermafiosi nicht vertreiben lassen. Denn unsere Familienangehörigen können nicht so einfach verschwinden und ich will hier nicht weg. Ich bin ebenfalls selbstständig, Gründer und einziger Mitarbeiter, und das Haus in dem wir leben hat mein Opa gebaut das ist für mich auch ein guter Grund. Oder besser ausgedrückt, ich will hier weiterleben und unser Land nicht dem Chaos das von den Finanzchaoten angerichtet wird überlassen und dafür müssen wir uns bewegen. Auch die Idee mit dem Stammtisch weiter oben ist nicht schlecht und wäre ratsam weiter verfolgt zu werden.

      • Ulli Schaller sagt:

        Prof. Dr. Carlo Schmid am 23. Februar 1972 im Deutschen Bundestag :
        „Nun, welches sind die Grundwerte, die dieses deutsche Volk haben zur Nation werden lassen ? Eine Nation ist nämlich etwas anderes als eine bloße Bevölkerung und sogar etwas anderes als das, was man zu Recht unter Volk versteht. Nation ist kein Wachstumsprodukt, sondern ein Produkt des Willens, Nation zu sein. Das Volk ist geschichtsträchtig, die Nation geschichtsmächtig.
        Aber um das sein zu können, muss man den Willen haben, es zu sein.“

        Auszug aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 1987
        BVGU 2 BVR 373/83, S. 21/22 :

        „..dass dem deutschen Volk seit der Niederlage des deutschen Staates im zweiten Weltkrieg versagt geblieben ist, in freier Selbstbestimmung über seine politische Form zu entscheiden …“

        Ziel der „deutschen“ Politik ist jedoch, den deutschen Nationalstaat mit seinem Wirtschaftspotential in der EU aufgehen zu lassen; denn lt. „Londoner Spectator“ v. 16.11.1959 „wird die Zukunft Deutschlands .. von Außenstehenden entschieden und das einzige Volk, das dies nicht weiß, sind die Deutschen.“

        und, bei „Schwierigkeiten“
        Al Gore am 03.01.1999 in der „Berliner Zeitung“ :
        :“ Wir haben 1945 angefangen, uns den Globus zu erobern. Die NATO wurde nicht eingerichtet, um die armen Europäer vor den Russen zu schützen, sondern um die totale Kontrolle über Westeuropa zu erlangen.“
        noch etwas deutlicher der Ex_Justizminister Ramsey Clarke in „L`AUTRE JOURNAL“, März 1991 :
        „Ich warne die Europäer, dass die USA im Rahmen der Neuen Weltordnung keine Skrupel haben würden, auch in Europa zu intervenieren. Unsere Armee wird überall eingreifen, wo unsere Interessen gefährdet sind.
        Und zwar mit allen Mitteln, einschließlich Atomwaffen. Die USA würde eine europäische nukleare oder wirtschaftliche Großmacht nicht lange dulden.“

        Aber :

        Das Volk hat gegen a l l e Widerstände die Freiheit, die es sich nimmt.

    • anadomini sagt:

      Das ist so richtig, aber wohin? Wir haben Immobilien, die derzeit nichts wert wäre auf dem MARKT, der Firmensitz ist in einer. Die Kinder gehen hier zur Schule, das Unternehmen hat hier seinen Sitz. Wohin also? und wenn weg, dann beginnt man da bei Null. Jedenfalls wäre dies in unserem Fall so. Ich liebäugele mit der Schweiz, in der wohl das Finanzamt nicht die Ausblutung der Nation übernimmt, doch auch da die Frage: Wie soll das gehen?

      • Klausmann sagt:

        Die einzige gute möglichkeit Paraquay,Schweitz ist zu teuer und ausländer fliegen auch bald raus