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Mittelstands-Institut erwartet „größte Inflation seit 100 Jahren“

Eike Hamer vom Mittelstands-Institut in Hannover glaubt nicht, dass das Bundesverfassungsgericht den Rettungsschirm ESM stoppen wird. Als Folge von ESM und expansiver Geldpolitik geht Hamer davon aus, dass es schon bald zu einer dramatischen Inflation kommen wird. Der Mittelstand wird in dieser schwierigen Lage weder von der Politik noch von den Zwangsverbänden unterstützt.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Die Wirtschaft in Deutschland wird weltweit wegen seinem Mittelstand bewundert. Er gilt als Hauptgrund dafür, dass die heimische Wirtschaft verhältnismäßig gut durch die Krise kommt. Dennoch gehen die Belastungen nicht spurlos an den kleinen und mittelgroßen Unternehmen vorüber. Wie hat sich in diesem Zusammenhang die Stimmung und das Selbstverständnis des Mittelstandes in den vergangenen Jahren verändert?

Eike Hamer: Früher war der Mittelstand sehr politikhörig: Wann immer die Politik etwas beschlossen hat, hat der Mittelstands das als unverrückbares Gesetz akzeptiert. Mittlerweile hat er aber verstanden, dass vieles krumm läuft, auch gegen das Grundgesetz verstößt. Die Regierungen der letzten Jahre haben mehr gegen das Grundgesetz verstoßen als jemals zuvor. Das hat die blinde Akzeptanz der Politik gegenüber erheblich beschädigt. Der Mittelstand merkt immer mehr, dass er von der Politik hintergangen und zugunsten anderer Interessen ausgeplündert wird und dass er eigentlich die Melkkuh ist.

Dank der wissenschaftlichen Belege sieht sich der Mittelstand aber auch als Rückrat der Nation. Zu diesem Thema ist in den letzten 20 Jahren so viel Literatur entstanden, dass der Mittelstand selbstbewusster geworden ist. Er weiß, dass er der einzige ist, der netto etwas für die gesamte Sozialgemeinschaft beisteuert. Er weiß, dass er der Ausbilder ist und dass die gesamte soziale Marktwirtschaft an ihm hängt. Er hat das Gefühl, dass alle anderen Gruppen – sowohl die Großindustrie als auch die Arbeitnehmer und alimentierte Personengruppen – von ihm zehren. Das hat er nun verstanden. Wenn immer die Politik neue Ausgabenprogramme startet, weiß der Mittelstand, er ist derjenige, der das zu bezahlen hat.

Neben der Schuldenkrise ergeben sich unter anderem durch den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel oder die Energiewende weitere Probleme für den Mittelstand. Worunter leiden mittelständische Unternehmen aktuell am meisten?

Sie leiden vor allem unter 3 Dingen: Erstens unter der Verwaltungspraxis. Das ist beispielsweise die permanente Strafandrohung. Wann immer ein Brief von einer öffentlichen Stelle kommt, kommt er mit einem Rattenschwanz an Strafandrohungen. Das schafft ein permanentes Gefühl, mit einem Bein bereits im Gefängnis zu stehen.

Wie Behörden Unternehmern gegenübertreten, ist häufig eine bodenlose Unverschämtheit. Sie werden oft wie potenzielle Verbrecher behandelt. Diese Haltung bestätigen uns sogar Mitarbeiter dieser öffentlichen Institutionen.

Dann herrscht eine gewisse Rechtsunsicherheit. Die Unternehmer spüren eine permanente Rechtsbeugung im Sinne der Politik und der Verwaltung. Sie haben das gut begründete Gefühl, vor Gericht nicht mehr ihr Recht zugesprochen zu bekommen. Unternehmer kriegen wegen kleinster Gesetzesüberschreitungen die Härte des Gesetzes zu spüren, währen die Politik und die Verwaltung das Recht nach ihren Belieben auslegen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Können Sie uns für diese Rechtsbeugung ein Beispiel geben?

Eike Hamer: Im ganz großen Stil passiert das nun bei der Verfassungswidrigkeit des Vertrages von Maastricht. Da hat sogar das Verfassungsgericht gesagt: Im Grunde ist der Vertrag verfassungswidrig, aber wir winken ihn noch einmal durch. Beim Vertag von Lissabon war es das gleiche Spiel und beim Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) wird es wieder so passieren. Der Mittelstand hat dabei nicht mehr das Gefühl, dass er sich in einem Rechtsstaat bewegt.

Außerdem leidet er unter den Zwangsabgaben. Da sind die Steuern nur der zweite Teil. Vornehmlich sind es die Gebühren, die den Mittelstand belasten. Mit Sozialabgaben, Zwangsmitgliedschaften und Gebühren hat der Staat den Unternehmen das Leben zur Hölle gemacht. Es ist mittlerweile fast ein genau so großer Teil, den die Behörden den Unternehmen über Gebühren abnehmen. Selbst wenn Unternehmen keine Gewinne machen und sich in der Verlustzone befinden, müssen sie staatliche Zwangsabgaben aufbringen. Die Behörden sind mittlerweile die ersten, die Konkursanträge stellen und mit dem Gerichtsvollzieher drohen, zum Teil wegen aberwitziger Beträge. Da geht es um 20, 30 Euro – das ist ein Witz.

Der 3. Punkt ist die Kreditrationierung unter denen die Betriebe leiden. Wir haben eine sehr defensive Kreditvergabe der Banken – insbesondere wegen Basel III. Wegen des höheren Risikos, das automatisch jeder Mittelständler mit sich bringt, müssen die Banken 8 % an Rücklagen bilden, das tun die nur sehr ungern.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: An der restriktiven Kreditvergabe haben auch die Liquiditätsspritzen für die Banken durch die Europäische Zentralbank nichts geändert?

Eike Hamer: Dadurch hat sich überhaupt nichts geändert. Die Kreditschwemme der EZB ist ausschließlich in der Finanzwirtschaft stecken geblieben. Die hat versucht, damit eigene Löcher zu stopfen, oder legt es auf die hohe Kante. Wie ja auch die EZB inzwischen selbst bemängelt. In der Realwirtschaft kommt davon nichts an und wenn, nur bei den Großkonzernen und die investieren weltweit, nicht in Deutschland. Den Mittelständlern, die den Exportvorteil ausmachen, wird systematisch die Kreditlinie gekürzt und die Anschlussfinanzierung erschwert. Nur mit einer guten Geschäftsidee bekommen sie heute bei keiner Bank mehr Geld. Sie kriegen es nur, wenn sie das Vielfache an Sicherheiten mitbringen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie bewerten Sie die Ressourcenpolitik, wie sieht die Versorgungssituation bei Energie und Rohstoffen für den Mittelstand aus?

Eike Hamer: Die Ressourcenversorgung hat die Politik komplett der Privatwirtschaft überlassen. Seit dem aber die Großwirtschaft aufgrund internationaler Spannungen einige Rohstoffe nicht mehr unlimitiert bekommt – ein Stichwort sind seltene Erden, oder der Kampf ums Öl, der nach wie vor tobt – haben sie die Politik zu Hilfe gerufen. Aber am Mittelstand geht das völlig vorbei. Im Gegenteil. Auch die Erneuerbaren Energien werden über die erhöhten Netzentgelte dem Mittelstand aufgebürdet. Das ist eine weitere Zwangsabgabe, über die hier die Erneuerbaren Energien finanziert werden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie wirken sich die Belastungen, denen der Mittelstand ausgesetzt ist, auf die Unternehmen aus?

Eike Hamer: Da der Mittelstand in einem starken Wettbewerb steht, kann er seine Verkaufspreise meist nicht erhöhen. Er hat das Problem, dass die Geldverantwortlichen ihm die Rohstoffkosten erhöhen, indem sie den Euro künstlich schwächen. Denn die Rohstoffe werden weltweit vorwiegend in Dollar valutiert. Dadurch gerät der Mittelstand in ein existenziell bedrohliches Fahrwasser.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Der Mittelstand ist sehr vielfältig und keine homogene Gruppe. Werden seine Interessen deshalb nicht so vertreten, wie sich das Unternehmer vielleicht wünschen würden?

Eike Hamer: Das ist sicherlich einer der Gründe. Die mittelständischen Interessenvertreter, die wir im Mittelstandsinstitut seit 40 Jahren versuchen an einen Tisch zu bekommen und an einem Strang ziehen zu lassen, waren dazu nicht in der Lage. Jeder Verband glaubte, der andere würde ihm sein Klientel streitig machen. Alle buhlen um Mitglieder, dadurch ist jeder des anderen Feind. Die Zwangsverbände werden dagegen von der Großwirtschaft gesteuert. Das sind keine Mittelstandsvertretungen, behaupten aber, sie würden für die gesamte Wirtschaft sprechen. Sowohl beim DIHT als auch bei den IHKs und den anderen Zwangsverbänden. In sofern hat der Mittelstand kein durchdringendes Sprachrohr und jene, die das übernehmen sollten – das sind der DIHT und die IHKs – verraten ihn.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie wird sich die Schuldenkrise in der Eurozone, unter welcher der Mittelstand zu leiden hat, weiter entwickeln?

Eike Hamer: Die südeuropäischen Schulden werden den nordeuropäischen Staaten mit aufgedrückt werden. Bei den nordeuropäischen Staaten sind allerdings Frankreich und andere selber so schwach, dass letztlich neben ganz wenigen anderen Staaten Deutschland als Zahler übrig bleibt. Das heißt in den nächsten Jahren werden die größten Plünderungswellen von Seiten Berlins auf den Mittelstand zukommen, die er je in der Nachkriegsgeschichte erlebt hat.

Dazu hat die internationale Hochfinanz Peer Steinbrück bereits designiert. Er soll der nächste Kanzler werden, der mit äußerster Brutalität gegen den deutschen Mittelstand losgeht. Die Großindustrie hat sich längst aus dem Steuerkonzert verabschiedet, die interessiert das nicht mehr.

Damit wird der Staat versuchen so viele Einnahmen wie möglich zu generieren, um die Schulden der Südländer bedienen zu können, weil die internationalen Gläubiger so viel rausholen wollen, wie geht. Der zweite Schritt wird sein, dass wir in eine der brutalsten Inflationsentwicklungen abgleiten werden, die wir in den letzten 100 Jahren erlebt haben. Das bedeutet, die breiten Massen werden verarmen, weil sie mit den steigenden Kosten nicht mehr Schritt halten können. Der Staat versucht zur Zeit mit allen Mitteln Inflation zu schaffen, weil er glaubt seine Einnahmen damit erhöhen zu können, ohne dabei die Gefahren für die breite Bevölkerung zu berücksichtigen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Welche Rolle spielt dabei die Politik der Europäischen Zentralbank?

Eike Hamer: Alle Lippenbekenntnisse von Bundesbankpräsident Jens Weidmann und Co. spielen überhaupt keine Rolle mehr, weil sie nur mehr eine Minderheitsposition in der EZB besetzen. Sie können die Politik der EZB nicht mehr verhindern. Die Koalition der Inflationisten ist die überwältigende Mehrheit und die können die wenigen Notenbankvertreter, die noch auf Geldwertstabilität pochen, jederzeit überstimmen. Wegen Partikularinteressen von Frankreich, Italien und Spanien wird eine inflationsfreie Geldpolitik nicht klappen. Die Maßnahmen, die bis jetzt gesetzt wurden, werden in der größten Inflation der letzten 100 Jahre münden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wenn man davon ausgeht, dass sich die Situation weiter verschärft, für wie belastbar halten Sie den Mittelstand noch?

Eike Hamer: Der Mittelstand hat im Grunde seine Belastungsgrenze schon überschritten. Das sieht man daran, dass die Flucht aus Deutschland nie so groß war wie in den letzten 5 bis 10 Jahren. Es werden auch immer weniger Betriebe in die nächste Generation weitergeführt. Die nächsten Generationen haben verstanden, es ist einfacher, in der Spekulation Geld zu verdienen als durch ehrliche Arbeit. In sofern hat der Mittelstand ein erhebliches Problem überhaupt in dieser Stärke weiter bestehen zu können. Wenn wir jetzt nicht eine ganz konsequente Entlastungspolitik für den Mittelstand bekommen, wird dieser Kurs weitergefahren und in eine schleichende Dezimierung des Mittelstandes führen. Die Inflationspolitik wird diesen Prozess noch beschleunigen – das ist jetzt schon absehbar.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was müssten die ersten Schritte einer solchen konsequenten Entlastungspolitik sein?

Eike Hamer: Wir brauchen im Wesentlichen nur zwei Punkte: Erstens müssen die im Unternehmen verbleibenden Gewinne steuerfrei bleiben. Das heißt, nur ausgeschüttete Gewinne werden besteuert. Das ist ganz einfach machbar: Man muss nur den steuerlichen Gewinnbegriff auf das reduzieren, was den Betrieb verlässt. Dann würde man mehrere Fliegen auch kurzfristig mit einer Klappe schlagen. Die Eigenkapitalsituation würde entschärft werden, weil die Betriebe in der Lage wären, steuerneutral ihre stillen Reserven zu heben und damit ein ehrliches Eigenkapital ausweisen könnten, was ihnen dann auch entsprechende Haftungsbasis für Kredite einräumen würde. Der 2. wichtige Punkt wäre, dass der Mittelstand von den Basel-III-Regelnungen ausgenommen wird. Damit wären die Banken wieder in die Lage versetzt, kleineren Unternehmen „auf die blauen Augen“ Gelder geben zu dürfen.

Bei der Finanzbranche und Großindustrie sind die Basel III Anforderungen sicher sinnvoll, aber Inhabergeführte Betriebe und Unternehmen unter einer bestimmten Größe sollten davon ausgenommen werden. Das würde sogar kurzfristig für eine Entspannung sorgen.

Dr. Eike Hamer ist Vorstandsmitglied des Mittelstandsinstituts in Hannover und Chefredakteur des Magazins Wirtschaft aktuell.

Kommentare

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  1. Josef Hehle sagt:

    Im wesentlichen ist hier alles erwähnt und den Realitäten und Feststellungen von Dr. Eike Hamer nichts mehr hinzu zu fügen.
    Selbstverständlich stirbt die Hoffnung zuletzt und wir hoffen alle, dass die von Dr. Eike aufgeführten Punkte umgesetzt werden.

    Wenn wir jedoch begreifen wollen warum alles so ist wie es ist, müssen wir nur die wahre und tatsächliche Geschichte Deutschlands kennen. Infolge dessen wird unschwer zu erkennen, dass sich diese Geschichte Deutschlands immer wieder wiederholt. Wer die wahre Geschichte kennt wird auch begreifen, warum sich diese Geschichte wiederholt. Dass dies in der heutigen modernen Zeit natürlich mit anderen Mitteln abläuft ist allzu verständlich und für die Akteure genial, da dies von vielen Menschen gar nicht verstanden wird. Das „moderne Mittel“ ist der dafür geschaffene Euro mit den betreffenden Rettungsschirmen und dem endgültigen Ziel ESM.
    Diesen ESM wird die Politik nicht aufhalten (dürfen), ihm wird in Berlin zugestimmt werden (müssen) auch das BVerfG wird darauf keinen Einfluss haben. Ebenso ist es unerheblich, welche Parteien die Regierung bilden.
    Wie von Dr. Eike Hamer bereits richtig erkannt wird Deutschland letztendlich das Land sein, das am kräftigsten blutet und genau so ist es gewollt.
    Dass die Großindustrie daran nicht beteiligt ist, ist ebenso gewollt und und hat seine Gründe.
    Ob sich der Mittelstand in Deutschland (oder mit ihm die deutschen Bürger/Bewohner) dagegen irgendwann mal wehren oder auf die Straße gehen, weiß niemand. Doch wenn sie es tun ist heute bereits (seitens der Akteure) gut vorgesorgt, denn dieser Plan ist perfekt.
    Doch trotz alledem: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Zenzi Kohlmorgen sagt:

      Leider genau richtig.Nach dem zweiten Weltkrieg sagte man nie wieder diktatur,und jetzt sind wir mittendrin.
      Wird es denn nie anders?Ist eine Gesellschaft wo jeder sich entfalten und positiv mitwirken kan wirklich nur eine Utopie?Ist es wirklich so naiv das zu hoffen?
      Das Buch „Das Seerosen Prinzip,wie die Gier uns ruiniert“ ist sehr zu empfehlen.

    • Eine Meinung sagt:

      „Die Hoffnung stirbt zuletzt“
      Aber sie stirbt 🙂

  2. Manteufell sagt:

    Warum artikuliert sich der Mittelstand dann nicht in vernehmbarer Weise??? Wo sind denn diejenigen, die sich gegen die Politik der von grossen Teilen des Mittelstands unterstützten und gewählten Kanzlerin stellen? Wacht endlich auf und organisiert euch!

    • Petra sagt:

      Es wird niemand aktiv werden. Hier macht auch niemand einen Generalstreik. Im Gegenteil, man wird diese Parteien wieder und wieder wählen. Das Spiel ist aus, die haben gewonnen,

  3. Marie sagt:

    ES sollten sich Aktive wie:
    BündnissBürgerwille.de
    und ddp Die Zukunft.de
    und andere ( es gibt sicher noch mehr Aktivisten) zusammen schliessen.

    Sie alle sammeln online Unterschriften gegen den ESM und die Versklavung Europas. Aber erst wenn sie eine gewisse Anzahl von Unterschriften haben, wollen diese aktiv werden. Diese reichen noch lange nicht.

  4. winfried trautsich sagt:

    Oh, Angela Merkel!

    Diese Bande aus IWF-Chefin LaGarde, EZB-
    Präsident Draghi, dem Partnerlandspräsi-
    denten Sarkozy und dem EU-Präsident Barroso
    hat Sie ganz schön weichgeklopft!

    Das Schlimme ist selbst die Opposition und sogar
    die Gewerkschaften glauben an das EU-Abenteuer
    auf Deutschlands Kosten!

    Sicherheiten werden auf „Altpapier“ gedruckt, anstatt
    welche in Rohstoffen wie Edelmetalle, u. a. zu ver-
    langen!

    Generationen aus Deutschland werden verdammt
    sein den Schuldenberg der Bankster wieder abzu-
    sparen und zu arbeiten!

    Gute Nacht Deutschland!

  5. Gautier Irgendwo sagt:

    Wenn denn schon alles Fortschritte macht, so soll zumindest nach einer gewissen Oberschicht, auch die Verarmung Fortschritte machen?

  6. Elsbeth sagt:

    Den Mittelstand wird es bald nicht mehr geben, da nicht rechtzeitig eingegriffen….

  7. Brainsworld sagt:

    Sehr sympathisch, spricht mir förmlich aus der Seele!

  8. Stefan Wehmeier sagt:

    Zunächst wird es nicht zu einer Inflation, sondern im Gegenteil zu einer Deflation kommen, weil der global sinkende Kapitalmarktzins (er wird von der Sachkapitalknappheit und nicht durch irgendeinen „Leitzins“ bestimmt), der sich der Liquiditätspräferenzgrenze nähert (der Anstieg des Zinsfußes etwa in Griechenland ist allein auf einen überproportionalen Anstieg der Risikoprämie zurückzuführen, während die Liquiditätsverzichtsprämie weiterhin sinkt), die Umlauffrequenz des Zinsgeldes, auf die die Zentralbanken aufgrund einer fehlenden konstruktiven Geldumlaufsicherung keinen Einfluss haben, schneller sinken lässt, als dies durch eine Ausweitung der Geldmenge kompensiert werden kann.

    Die sinkende Liquiditätsverzichtsprämie und das immer höhere Kreditausfallrisiko werden das „Vertrauen der Anleger“ soweit erschüttern, dass die Weltwirtschaft unweigerlich in die globale Liquiditätsfalle gerät: Immer mehr Geldersparnisse werden aus der mittel- bis langfristigen Anlage abgezogen und für Spekulationsgeschäfte liquide gehalten, was die Volkswirtschaft zusätzlich schädigt, indem durch Spekulation künstlich verknappte Waren (z. B. Grundnahrungsmittel oder Erdöl) für die Allgemeinheit sinnlos verteuert werden. Eine wie auch immer geartete „Finanztransaktionssteuer“ wird daran nichts ändern, denn sie kann von den Spekulanten stets auf die Mehrarbeit anderer abgewälzt werden, solange Zinsgeld (fehlerhaftes Geld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion) verwendet wird.

    Die Deflation wird die internationale Arbeitsteilung soweit schädigen, bis auch in Deutschland Zustände herrschen, wie heute in Griechenland. Wie es währenddessen im „Rest der Welt“ aussieht, mag sich jeder selbst ausmalen. Erst ganz am Schluss wird die Deflation in eine Hyperinflation umkippen und das Zinsgeld entwerten. Doch dann ist es bereits zu spät, um unsere „moderne Zivilisation“ noch retten zu können: Die öffentliche Ordnung bricht komplett zusammen, es kommt zu Volksaufständen, Massenschlägereien, Plünderungen, bis hin zum Kannibalismus, sobald die letzten Nahrungsmittelvorräte aufgebraucht sind. Aus den Zivilisationstrümmern würde keine neue Zivilisation entstehen können, und der überlebende „Rest“ der Menschheit wäre wieder in der Steinzeit gelandet!

    Die einzige Alternative ist der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation durch die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung, noch während der Phase des deflationären Zusammenbruchs. Dazu muss die Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern) überwunden werden, um noch rechtzeitig den Verstand einschalten zu können: http://www.deweles.de

    • gast1 sagt:

      wenn Sie bitte eine ungefähre Zeitachse zu besseren Verständlichkeit des zweifellos zu erwartenden Szenarios beschreiben könnten. Danke.

      • Stefan Wehmeier sagt:

        „wenn Sie bitte eine ungefähre Zeitachse…“

        Immer wieder die gleichen nervtötenden Fragen:

        (NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“

        http://www.deweles.de/files/apokalypse.pdf

        • klimperkasten sagt:

          @Stefan Wehmeier
          Was für ein Schwachsinn. Sie zitieren hier nicht aus der Bibel, sondern aus den Apokryphen von Nag Hammadi (in diesem Fall: angebliches Thomas-Evangelium.) Jesus Christus hat die oben genannten Sätze nicht gesagt.
          Es gibt keine Geheimlehre von Jesus Christus, Sie sind den Lügen der Esoteriker aufgesessen. Das sind genau die Leute, die (unter anderem Namen) die Welt seit Tausenden von Jahren belügen.
          Habe mir Ihren Link angesehen: dort heißt es, die Erbsünde sei der Privatkapitalismus und der Baum des Lebens der Geldkreislauf. Einen derartigen Schwachsinn zu verbreiten, ist entweder Dummheit oder Gotteslästerung. Wenn ich Sie aufklären darf: die Erbsünde war der Ungehorsam im Paradies, und der Baum des Lebens ist Jesus Christus.
          Herr Wehmeier, Sie suchen nach der Wahrheit und gehen den größten Lügnern auf den Leim. Lesen Sie die Bibel und vergessen Sie die manipulativen Interpretationen von üblen Esoterikern wie Herrn Gsell.

          • Stefan Wehmeier sagt:

            @ „klimperkasten“

            Selbst wenn es sich nicht anhand der originalen Heiligen Schrift (die Bibel nur bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften), die dadurch gekennzeichnet ist, dass ihre Verfasser die wirkliche Bedeutung der heute in Genesis 3,1-24 beschriebenen Erbsünde noch kannten, eindeutig und bis ins letzte Detail beweisen ließe, dass der Prophet Jesus von Nazareth der erste Denker in der bekannten Geschichte war, der die Grundprinzipien der Natürlichen Wirtschaftsordnung erkannte, wäre es noch immer hochgradig unwahrscheinlich, dass die berühmteste Persönlichkeit der Welt, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert, irgendetwas anderes entdeckt haben könnte, denn allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden – sowie heute bereits der Fortbestand unserer gesamten Zivilisation – sind ohne eine konstruktive Geldumlaufsicherung in Verbindung mit einem allgemeinen Bodennutzungsrecht prinzipiell unmöglich.

            Die originale Heilige Schrift ist aufgebaut wie ein komplexes Gleichungssystem, in dem archetypische Bilder und Metaphern die „Unbekannten“ darstellen. Das Gleichungssystem hat nur genau eine Lösung, die einen vollkommenen Sinn ergibt und die gesamte Kulturgeschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit seit dem „Auszug der Israeliten aus Ägypten“ bis heute erklärt. Bei der Vielzahl von Gleichnissen, insbesondere in den Nag Hammadi Schriften, in denen immer wieder die gleichen Bilder und Metaphern in vielen Kombinationen und Zusammenhängen verwendet werden, wäre es absolut unmöglich, den makroökonomischen Sinngehalt „hineinzuinterpretieren“ – und das auch noch mit 100-prozentiger Signifikanz –, wenn die originale Heilige Schrift irgendeine andere Bedeutung hätte, als die in „Der Weisheit letzter Schluss“ beschriebene.

          • klimperkasten sagt:

            @Stefan Wehmeier um 02:58
            Der Verfasser der „originalen“ Heiligen Schrift ist Gott, die Apokryphen sind eine Fälschung von Esoterikern.
            Ihr „Prophet Jesus von Nazareth“ = erster Denker der Geschichte (von manchen auch „der Christus“ genannt) ist auch eine Fälschung: Jesus Christus ist der Sohn Gottes, von Gott in die Welt gesandt, um die Menschen durch seinen Opfertod am Kreuz von der Erbsünde zu erlösen. Wer an Jesus Christus glaubt, ist gerettet. Sie leider nicht, und das tut mir leid für Sie.

          • Stefan Wehmeier sagt:

            @ „klimperkasten“

            Wie auch an Ihren irrationalen Behauptungen zu erkennen ist, wäre es ohne die Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor) nicht zu erklären, warum eine halbwegs zivilisierte Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden hat und damit Massenarmut, Umweltzerstörung und Krieg in Kauf nimmt, statt in allgemeinem Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, in einer sauberen Umwelt und selbstverständlichem Weltfrieden zu leben:

            http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

          • Killer-Paule sagt:

            Hallo,

            es macht keinen Sinn, Engstirnigkeit mit Argumenten zu begegnen. Ich kenne persönlich beide Standpunkte aus jahrzehntelanger Erfahrung. Es kommt nur hierauf an:
            Möge sich unsere Fähigkeit entwickeln, Dinge einfach sein zu lassen, ohne sie ändern zu wollen – sonst wird die Menschlichkeit nicht nur untergehen sondern ist es bereits.

            Speziell für klimperkasten: Bitte interpretieren Sie die Offenbarung des Johannes und auch Matthäus 24 einmal aus heutiger ökonomischer Sicht, ich wäre interessiert.
            Und ein Denkanstoß: „Ein unsichtbarer und fast unbegreifbarer Mechanismus, geschaffen von nicht göttlicher Intelligenz, die die Menschen schuften lässt und versklavt, aber letzlich nach gigantischer Zerstörung doch an sich selbst scheitern muss.“ Beschreibt das nicht ziemlich treffend Luzifer?
            Oder beschreibt es doch eher unser Wirtschaftssystem?
            Ist die Analogie vielleicht ein Zufall?

          • klimperkasten sagt:

            @Killer-Paule um 16:10
            Ich lese die Bibel (Schlachter 2000), glaube ihr, und benütze mein Hirn. Von menschlichen Interpretationen der Bibel halte ich mich fern – man sieht ja im o.g. Kommentar, welche Dummheiten herauskommen, wenn Menschen versuchen, alles besser zu wissen. Nein nein, ich halte mich ausschließlich ans Original und meinen eigenen Menschenverstand 😉 Vielleicht finden Sie noch zur Wahrheit – kleiner Tipp: Geld ist nur EINE Wurzel allen Übels. Mag sein, dass sich in Ihrem Leben alles um unser Wirtschaftssystem dreht, das tut mir sehr leid für Sie.

          • Stefan Wehmeier sagt:

            „…ich halte mich ausschließlich ans Original…“

            (NHC II,2,16) Jesus sagte: Vielleicht denken die Menschen, daß ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, daß ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen.

            (Lukas 12,51-53) Meint ihr, daß ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei. Es wird der Vater gegen den Sohn sein und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

            Was hier das Original und was die Fälschung ist, sollte auch demjenigen auffallen, der noch gar nicht weiß, worum es geht. Denn abgesehen davon, dass Vater + Sohn + Mutter + Tochter + Schwiegermutter + Schwiegertochter bereits 6 Personen ergeben und nicht 5 (möglicherweise war der Evangeliendichter Lukas der Ansicht, das „uneins“ noch hinzuzählen zu müssen), könnte man bei unvoreingenommener Betrachtung der Fälschung zu dem Schluss kommen, dass Jesus offenbar ein Wahnsinniger war, was auch die katholische Kirche bestreiten dürfte.

            Worum es wirklich geht, wird ausführlich hier erklärt:

            http://www.deweles.de/files/himmel_auf_erden.pdf

  9. Rudolph Rene sagt:

    Lasst uns eine Demokratie nach Schweizer Vorbild schaffen.
    Jagen wir die Bande aus den Parlamenten.
    MfG Rudolph Rene – Parteidervernunft.de

  10. Haikubehindert sagt:

    „Er weiß, dass er der Ausbilder ist und dass die gesamte soziale Marktwirtschaft an ihm hängt.“

    Mario Draghi dazu: Die soziale Marktwirtschaft hat ausgedient

    „Die Krise habe gezeigt, dass das vielgepriesene europäische Sozialstaatsmodell ausgedient habe. “

    http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424052970203960804577241072437312152.html

    Wo das Szialstaatsmodell ausgedient hat braucht es auch keinen Mittelstand mehr, er ist überflüssig. Drachen- Rezept ist Sparen unten bei den Arbeitern, sparern in der Mitte bei der Mittelschicht, verhindern des Aufstieg von der Mitte nach Oben und zu Oberst eine Springflut von Free Money als Firewall gegen Unten. Die Oligarchie ist das Zukunftmodell der politischen Eliten, dazu muss auch der Zugriff der Demokratie auf Wirtschaftsentscheide gestoppt werden, das Rezept dazu ist der ESM.