Protest gegen Sparkurs: Rajoy kann Sozialisten in Andalusien nicht schlagen

Die Volkspartei von Premierminister Mariano Rajoy konnte in den Regionalwahlen in Andalusien nicht die absolute Mehrheit erringen. Dies bedeutet eine erste Erholung für die Sozialisten, die im Dezember vergangenen Jahres eine schwere Niederlage zu verkraften hatten.

Trotz eines massiven Aufwands im Wahlkampf konnte die Partei des spanischen Premierministers Mariano Rajoy in den Regionalwahlen in Andalusien die sozialistischen Parteien nicht verdrängen. Der Mitte-Rechts-Partei des Premierministers gelang es damit nicht, sich die vollständige Kontrolle über die wichtige südspanische Region zu sichern.

Mit 50 der 109 Sitze im Regionalparament verpasste Rajoys Volkspartei die absolute Mehrheit. Die Sozialisten erreichten 47 Sitze. Gemeinsam mit anderen Linksparteien verhindern sie eine Machtübernahme durch die Regierungspartei.

Dabei war Rajoy politische und wirtschaftliche Risiken eingegangen, um bei den Wahlen in Andalusien erfolgreich zu sein. Er verschob ein weiteres Sparpaket auf einen Termin nach der Wahl. Damit sorgte er in Europa für Unmut, das gespannt die Sparbemühungen Spaniens verfolgt.

Noch im Dezember des vergangenen Jahres hatten die Sozialisten bei der landesweiten Wahl eine bittere Niederlage erlitten. Auf den Regierungswechsel folgten zahlreiche Sparmaßnahmen und Reformen, die den spanischen Haushalt ausgleichen sollen. Den sozialen Problemen, wie etwa der hohen Jugendarbeitslosigkeit, konnte man hingegen noch nichts entgegensetzen.

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Kommentare

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  1. Atreides sagt:

    Die Information stimmt nicht ganz, es gibt keine „anderen Linksparteien“, nur die Kommunisten von der Vereinigten Linken (Izquierda Unida), die immer, wenn die Sozialisten Wähler verlieren, den linken Rand der sozialistischen Wählerschaft abschöpfen. IU war schon fast verschwunden, hat sich aber dank des Desasters der Zapatero-Regierung wieder stark erholt. Damit hat der andalusische Landtag wieder nur 3 Parteien: Volkspartei (50), Sozialistische Partei (47) und Kommunisten (12). Die Rotfront aus PSOE und IU wird also die regierung bilden.
    Das Problem der Volkspartei (PP) ist, daß sie ihren ewigen andalusischen Parteiführer als Kandidaten genommen hat. der ehemalige Minister der Regierung Aznar ist genauso unbeliebt wie seine sozxialistischen Widersacher, ein Sevillaner Geschaftelhuber. Er ist der Grund dafür, daß 200.000 PP-Wähler diesmal nicht die PP gewählt haben und wohl lieber an den Strand gefahren sind (im Vergleich mit den Parlamentswahlen vom November waren es sogar 400.000 weniger).
    Außerdem haben die Sozialisten vor allem überall dort haushoch gewonnen, wo die Korruption am größten ist. In Andalusien kaufen sie halt ihre Stimmen wie eh und je, und die meisten Andalusier leben sehr gut dabei.

  2. André Schwaermer sagt:
  3. saito sagt:

    Es ist leider völlig egal, wen die Spanier wählen. An der Situation wird das nichts ändern.

    Spanien sollte aus dem €uro austreten und es wie Island und Argentinien machen.Nur eine Politik im nationalen Interesse wird dem Land helfen.
    Die EU hat doch nur das Wohl der Hochfinanz im Auge.

    mit freundlichen Grüßen

    • Inflation sagt:

      Geanau,die EU hatt nur das Wohl der Hochfinanz im Auge .Würde nämlich ein Land austreten aus der Währungsunion,dann würden die Target 2 Forderungen bindend werden und müssten dann Real gezahlt werden.Dieses würde wohl das gesammte Eurosystem zum kippen bringen.Deswegen „rettet“ man ja alles und jeden in der Eurozone.Also können wir davon ausgehen ,das immer mehr Geld bereit gestellt wird ,was letztenendes nur die Fallhöhe des Systems ändert von dem es aus kollabiert.
      Warum kaufen wohl die Chinesen,Massenweise Realwerte (Unternehmen,Rohstoffe,Know How ) usw auf ? Weil die wissen das das Geld immer weiter an wert verliert.
      Nicht vergessen unser Geldsystem (Zinses-Zins System) ist Expodentiell angelegt und kann gar nicht auf ewig funktionieren.Es ist somit endlich !!!
      ALSO RETTE SICH WER KANN !!!

    • armer Mann sagt:

      Richtig.

  4. Observer sagt:

    Na dann kann Spanien den zerfetzten Vorhang ja wieder ein wenig heben! Wir werden sehen, was sich dahinter verborgen hält! Sicher genau das was hier alle schon wissen.
    Ein Auftakt zu einem gaaaanz langsamen „show-down“ wird es sein! Aber keine Freude, es wird wirklich nur sehr sehr langsam vonstatten gehen, zu vielfältig sind die Spielzüge noch. Es sind noch zu viele Figuren auf dem Schachbrett und die Spieler können bis zu 6 Spielzüge vorausdenken, schließlich wurde das Spiel schon seit Jahrzehnten strategisch vorbereitet!

  5. spion und spion sagt:

    Unter Kollegen kann man alles mögliche behaupten, Interna über den Boss ausplaudern und sich lustig machen über seine Frau.
    Und wenn einer petzt, soll’s ja geben, streitet man das ab, falsch verstanden, hat der andere Boss erzählt, oder schiebt dem Petzer die Schuld in die Schuhe.
    Gibt’s was Schriftliches?

    Im Netz kann man das auch machen, aber dafür braucht’s Asse im Ärmel.
    Haben die wenigstens.

  6. Stefan G. Weinmann sagt: