Papademos: Griechenland braucht vermutlich weiteres Hilfspaket

Der griechische Ministerpräsident hält schon kurz nach Billigung des Rettungspaketes ein drittes Paket für Griechenland wahrscheinlich. Allerdings würde die Regierung hart daran arbeiten, ein solches zu vermeiden. Man könne vorhersehen, wie die Marktbedingungen in drei Jahren seien.

Nur etwa einen Monat ist es her, dass das zweite Rettungspaket für Griechenland auf den Weg gebracht wurde und schon plagen Ministerpräsident Lucas Papademos erste Zweifel. „Manche Form der finanziellen Unterstützung könnte notwendig sein, aber wir müssen sehr intensiv arbeiten, um eine solche Aktion zu vermeiden“, sagte Lucas Papademos in einem Interview mit der italienischen Zeitung Il Sole 24 Ore. Und das, nachdem der Ministerpräsident erst am Donnerstag mitgeteilt hat, dass einige Reformen wohl erst nach der Wahl umgesetzt werden sollen (hier).

Griechenland könnte in eine Situation geraten, in der es von internationalen Finanzmärkten abgeschnitten sei. Es ist einfach schwierig, die Marktbedingungen und Erwartungen für 2015 vorherzusagen.“

Darüber hinaus warnte der griechische Ministerpräsident vor Überlegungen, eine Einführung der Drachme könne die Lösung für die griechische Schuldenkrise sein. Griechenland müsse alles daran setzen, in der Eurozone zu bleiben. Bei Wiedereinführung der Drachme würde die Inflation in die Höhe schießen, die Rücklagen der Banken würden massiv entwertet und die Risiken durch Währungsschwankungen könnten sich erhöhen.

 

Kommentare

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  1. Carmen Fischer sagt:

    Griechische Schulden 2010 = 370 Mrd
    Rettungspakete der EU und IWFbis jetzt = 340 Mrd……………
    da läuft doch etwas ganz, ganz schief, wieso noch ein weiteres Hilfspaket…………..
    Wahnsinn!

  2. Tommy Rasmussen sagt:
  3. Daggi sagt:

    Wenn due Europäer doch jeden Mist bezahlen…. bezahlen die mir dann auch nen Führerschein und nen grün-schwarzen Smart? *-*

  4. Atreides sagt:

    Diese Hilfspakete sind sehr undurchsichtig. Im Sommer hieß es, Griechenland hätte nun die 7. Tranche des 1. Hilfspakets bekommen, jetzt ist man beim 2. Paket, nur weiß man immer gar nicht, wieviel Tranchen in dem Paket sind, und diskutiert wird um jede einzelne Tranche, die dan wieder mit dem Begriff Hilfspaket vertauscht oder vermischt wird. Dann sagt Schäuble nein, dann wieder Merkel, dann brüllt Juncker, und schließlich sagt Merkel ja, die FDP nein, dann aber wieder ja, und Schäuble lenkt ein und stockt den ESM auf, dann wird wieder um eine Tranche oder ein Paket gefochten, die FDP verliert Stimmen, sagt aber wieder ja, Merkel nein, Schäuble ja, Juncker sagt immer ja, er bezahlt’s ja nicht, dann kommt Sarko und will noch mehr ESM, und so weiter und so fort. Dann sind wir gerettet, dann sind es die Griechen, und nach zwei Wochen geht alles von vorne los. Das Verwirrspiel hat Methode (?). Aber irgendwie ist es wie bei einem Krebskranken im Endstadium, dem man versichert, wenn er sich mit Chemo- und Strahlentherapie gänzlich ruinieren läßt, könnte er eventuell gerettet werden, was aber nichts daran ändert, daß seine Tage gezählt sind. Bis zum Herbst wird es noch heiter werden.