China verhaftet mehrere Blogger nach Gerüchten über Umsturz

Nach Gerüchten über einen Putsch in China verhafteten die Behörden nun sechs Blogger, die über seltsame Vorgänge im Regierungsviertel von Beijing berichtet hatten. Die chinesische Version von Twitter ist wegen der Ermittlungen nur noch eingeschänkt benützbar.

In China wurden sechs Blogger verhaftet, weil sie „online Unruhen ausgelöst und verbreitet“ hatten. Die Namen der Inhaftierten wurden nicht genannt. Die Behörden sperrten in diesem Zusammenhang auch 16 Internetseiten. Mikrobloggingdienste (ähnlich dem Socialnetwork Twitter) stellten ihre Kommentarfunktion vorübergehend ab, um „illegale Informationen“ zu löschen und Gerüchte aufzuklären. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Am 20.März hatten mehrere Blogger über seltsame Vorgänge in Peking berichtetet. Aufgrund ungewöhnlich hoher Polizei- und Militärpräsenz am Rande des Regierungsviertels wurde über einen Umsturz spekuliert.

Die Gerüchte hatten dazu geführt, dass der Preis von Ausfallversicherungen für chinesische Staatsanleihen so stark anstieg wie seit Monaten nicht mehr.

Kommentare

Dieser Artikel hat 30 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Brainsworld sagt:

    China is der Prototyp! Genau dahin soll auch unsere Internetkontrolle gehn. Meinungsfreiheit? Viel zu gefährlich!

  2. jay twelve sagt:

    Die Allzeitlogik besagt:
    „Es ist das ewige Streben den unter der Geisteskrankheit *Minderwertigkeit* leidenden Menschen Wesen, sich aus der Masse den *Gleichwertigen Menschen* zu erheben. Je höher man steigt, desto abhängige wird man von der trügerischer Macht.
    Auf dem beschwerlichen Weg nach oben, redet man den Gleichwertigen unentwegt die *Minderwertigkeit* ein.“

    Ich hoffe sehr, ich habe es auf gut Deutsch verständlich übergebracht.
    Dieser Lehrsatz sollte als glänzende Tafel, am Eingag jede Schule, Wissenschaft Institutes, Staatsgebäude, Parlament usw. als Mahnmal für die Machtgierigen stehen.

    Die Reaktion der Chinesische Führung auf die Bloger „Spekulationen“, die aber in der Praxis in jede Machtzentrale allgegenwärtig sind, offenbart uns, wie dünn der Machtballon in China geworden ist.

  3. sabine sagt:

    Noch einmal Thema Putin:

    http://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2012/04/01/schock-fur-russland-putin-zuruckgetreten/

    http://www.investor-sms.de/content/pdf/232930

    http://www.investor-sms.de/Boersenbriefe/Andreas-Maennicke/Schock-fuer-Russland-Putin-zurueckgetreten

    Hier ein Zitat der letztgenannten website:

    „Der russische Präsident Wladimir Putin ist heute überraschend zurückgetreten. Ein Crash an der Moskauer Börse ist bei Handelseröffnung durch Panikverkäufe nicht auszuschließen. Vorübergehend übernimmt ab sofort der Primier Medwedew die Amtsgeschäfte des Präsidenten.

    Über die Hintergründe des Rücktritts gibt es bisher nur vage Vermutungen. Angeblich sollen Kreise der orthodoxen Kirche und einflussreiche, oppositionelle Oligarchen sowie hohe Beamte des russischen Geheimdienstes den Rücktritt unter Druck bewirkt haben. Es ging dabei im Vorfeld um die Legalisierung der illegalen Privatsierung unter Jelzin, die durch Strafzahlungen im Nachhinein jetzt legalisiert werden sollten. Einflussreiche Geschäftsleute in Russland waren gegen diese Strafzahlungen bzw. ihnen waren die Strafzahlungen, die in die Mrd € gingen, zu hoch. Mit Hilfe des russischen Geheimdienstes und der Steuerpolizei kam es bei Putin zu Untersuchungen, die auch in den persönlichen Bereich hineingingen.

    Als Druckmittel wurde nun ein privates Konto von Putin bzw. das Konto eines Strohmannes in der Schweiz in Zug als Beweisstück genommen, dass unter dubiosen Umständen öffentlich gemacht wurde und über die angeblich großvolumige Öl- und Gashandelsgeschäfte abgewickelt wurden. Der oberste russische Staatsanwalt hat bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Korruption eingeleitet. In die dubiosen Geschäfte sollen auch namhafte russische Ölgesellschaften über off-shore-Tochtergesellschaften und eine Schweizer Privatbank verwickelt sein. Auch dies ist jetzt Gegenstand der Untersuchungen und des Ermittlungsverfahrens.

    Putin hat alle Vorwürfe sofort dementiert und hat sich dann auf seine private Datscha in St. Petersburg zurückgezogen. Er hat sich krank gemeldet. Unmittelbar nach Bekanntgabe des Rücktritts kam es zu einer Großdemonstration in Moskau mit über 100.000 Personen, die den Rücktritt Putins feierten und Neuwahlen forderten. Diese sollen nun am 3. Juni 2012 stattfinden. Dabei will ach der Oppositionelle Rechtsanwalt Nawalny diesmal antreten, der sich große Chancen einräumt.

    Auf dem Roten Platz demonstrierten vor dem Kreml auch mehrere Zehntausend Putin-Anhänger spontan für Putin. Es kam zu Krawallen mit den Oppositionellen. Im ganzen Land wurde der Ausnahmenzustand verkündet. Aufgrund der Unsicherheit über die neue Machtkonstellation sind Kurseinbrüche an der Moskauer Börse bei Handelsbeginn zu befürchten, da ausländische Anleger ihr Geld abziehen.“

    Wer Andreas Männike kennt, sollte das nicht für einen Aprilscherz halten. Scherze solcher Art dürften auch seinen Ruf als erste Adresse für Anleger in Emerging Markets schädigen!! Mich würde dieser Geck von Männicke auch sehr enttäuschen.

    Wenn das kein Aprilscherz ist, wundert mich das Schweigen unserer Medien. Dieses würde für einen Scherz sprechen. Nun macht alle selbst euren Reim.

    Warten wir auf die Nachrichten von morgen und beobachten die russische Börse:

    Schöne Grüße an kluge Kommentatoren und viel Spaß bei der Lektüre

    • Dasein sagt:

      Putin ist durch und durch ein Machtmensch sabine und diese treten niemals freiwillig zurück. Eine Finte!