Arbeitsform des Co-Workings bietet Vorteile für Arbeitgeber und -nehmer

Seit mehreren Jahren etablieren sich neue, flexible Arbeitsformen. Ein aufkommender Trend, der sich langsam auch in Deutschland durchsetzt, ist das Coworking-Phänomen.

Unternehmen mieten Schreibtische in sogenannten „Coworking Spaces“ und vertrauen darauf, dass sich bei Arbeitskräften mit unterschiedlicher Ausbildung und Fähigkeiten Synergieeffekte einstellen. Dies hat nicht nur Vorteile für Unternehmen, sondern auch für die Arbeitnehmer.

Insbesondere kleine Start-up-Unternehmen, die für unterschiedliche Firmen oder Projekte arbeiten, teilen sich gerne ein Büro, um voneinander zu profitieren. Nach einer Studie von Deskmag kamen 2011 nur neun Prozent der US-Coworker von einem Unternehmen, das mehr als 100 Leute beschäftigt. Allerdings ziehen auch immer mehr größere, etablierte Betriebe in Betracht, auf den Coworking-Zug aufzuspringen. „Für große Unternehmen ist es reizvoll, nahe der jungen, kreativen Start-up-Szene zu sein“, sagt Steve King, Arbeitsplatzforscher von Emergent Research.

Coworking Spaces stellen die gesamte Büro-Infrastruktur zur Verfügung und setzen auf die Bildung einer Community, die mit Hilfe gemeinsamer Veranstaltungen, Workshops oder Freizeitaktivitäten verstärkt werden kann. Neben diesem Effekt ist für Unternehmen aber besonders Kosteneinsparung das schlagkräftigste Argument für die neue Arbeitsform. So ist es möglich, Freiberufler oder externe Mitarbeiter in Coworking Spaces auszulagern, ohne selber teure Arbeitsflächen bereitstellen zu müssen.

Aber auch die Coworker selbst sollen von der neuen Arbeitsform profitieren. Nicht nur eine verbesserte Interaktion mit Kollegen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen spricht für die Coworking-Idee: Nach einer Deskmag-Befragung erzielen gut 40 Prozent auch ein höheres Einkommen. „Das sollte man allerdings vorsichtig betrachten. Hier gibt es noch keine belastbaren Zahlen“, relativiert Felix Schürholz von den Coworking News die Studie im Interview mit pressetext.

Zurzeit befinden sich die meisten Coworking Spaces in den USA. Aber auch in den deutschen Großstädten entwickelt sich nach und nach eine Coworking-Szene. „In Deutschland zählt man zurzeit circa 70 Coworking Spaces mit einem Community-Umfeld. Das Wachstum ist mit etwa 25 Prozent pro Jahr zu beziffern“, schätzt Schürholz. In Deutschland richte sich das Coworking-Phänomen sowohl an Freelancer, als auch an Unternehmen insbesondere in den Branchen Vertrieb und IT.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.