Spanien: Kein Geld für Bankenrettung

Jeder fünfte Kredit in Spanien könnte platzen. Sollten die Banken Hilfe benötigen, müssten sie von den europäischen Institutionen gestützt werden. Denn Spanien hat auch mit seinen regionalen Regierungen genug Probleme: Die Verschuldung stieg kürzlich um weitere 10 Milliarden Euro.

Spanische Banken werden auf Geld von der Europäischen Union angewiesen sein. Bereits jeder fünfte Kredit, den spanische Banken halten, ist möglicherweise faul. Besonders verdächtig sind die Kredite an den Immobilien- und Bau-Sektor. Insgesamt könnten Kredite im Wert von 80 Milliarden Euro platzen. Davon gehen Ökonomen des Think Tanks Open Europe aus.

Sollten die Immobilienpreise in Spanien weiter sinken und ein Teil der Kredite ausfallen, könnten die Banken vom Staat rekapitalisiert werden müssen. Da Spanien allerdings strengen Sparauflagen unterworfen ist, könnte es die Summe zur Rettung der Banken nicht aufbringen. Darum würden die Mittel zur Rekapitalisierung vermutlich von europäischen Institutionen kommen müssen.

Weil die Banken die Hauptkäufer von spanischen Staatsanleihen sind, ist auch die Finanzierung des Staates akut bedroht. Erschwerend kommen die Schulden einzelner Regionen hinzu, die unaufhörlich zu wachsen scheinen. Kürzlich stieg die Verschuldung der regionalen Regierungen auf 36 Milliarden Euro an.

Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    Geldmangel ist ein Segen. Viele politische Dummheiten wurden durch Mangel an Geld verhindert. (Talleyrand)

    Leider haben wir aber nun beliebig schnelle Geldvermehrung. Somit kann von einem Mangel nicht mehr die Rede sein…. Aber dennoch müssen auch die „armen Spanier“ irgendwann Ihre Schulden bezahlen….

  2. skeptiker sagt:

    angenommen, ich hätte jemanden meine schwer verdiente 1000 Euro geborgt, der stirbt oder wird Arbeitslos, mit der Folge, ich sehe meine 1000 Euro nicht mehr und da es sich um meine gesammten Erspaarnisse handelte, gehe ich Pleite und vielleicht Selbstmort kurz danach.
    Zum Vergleichen: ich habe keine 1000 Euro und sage dem Mann (oder Frau) dass er zum Becker, zum Mtzger usw, gehen kann und auf Kreide alles kaufen darf, und sich auf mich berufen, ich hätte ihm Geld geliehen. Der machts und stirbt danach. Ich hätte wirklich große Probleme, hahahah
    So habe ich kurz die Bankgeschäfte beschrieben.

  3. Wutbürger sagt:

    Na klar, erst jahrelang trotz Warnungen fröhlich Mist bauen, dann die im Norden in den ganzen Mist hineinziehen und zu zahlenden Deppen degadieren, wie innovativ, friedensstiftend und völkerverbindend.

  4. Fred Feuerstein sagt:

    Ja, und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Zuerst wurde von den Schulden des Staates gesprochen. Dazu werden Milliarden von der EZB an Großbanken verschenkt (zu 1 % Zinsen), dass sie nicht Pleite gehen, weil die Staaten (in diesem Fall Spanien, aber bei anderen ist es das gleiche) ihre Staatsanleihen nicht mehr bedienen können. Klar ausgedrückt, sie können die auslaufenden Papiere nicht mehr zurückkaufen und um dann neue aufzulegen. Nein, sie können nicht einmal mehr ihre Zinsen bezahlen !

    So, und auf einmal kommt man dahinter, dass es eine Reihe von Regionalregierungen in Spanien gibt, die ihre Kredite (Zinsen) auch nicht mehr bezahlen können. Es sind 18 Regionen, wobei manche schon ganz schön groß sind. Andalusien, Murcia, Valencia, Katalonien, Aragon, Navarra, Baskenland, La Rioja, Cantabria, Asturias, Galicia, Castilla y Leon, Madrid, Extremedura, Castilla La Mancha, Kanarische Inseln und Balearen. Auch sie haben Milliarden von € Aussenstände.

    Dann kommen noch die Kommunen, Städte und Dörfer, die im Laufe der Jahre Milliarden von € an Schulden angehäuft haben.

    Weiters kommen noch die von diesen, ausgelagerten Unternehmungen, verstaatlichte Banken und Industrieunternehmen, Staatsbeteiligungen, Eisenbahn, Post, Energiewirtschaft und Betriebe, für die Haftungen übernommen wurden.

    Zuletzt kommen noch die Bürger Spaniens, denen man die € mit geringen Zinsen nachgeworfen hat, die durch stark sinkendes Einkommen und Renten, Erhöhung von Preisen, fallenden Immobilienpreisen, Arbeitslosigkeit, etc., auch schön langsam die Luft ausgeht.

    Um korrekt, über das Thema Spanien (und genauso muss man es mit Griechenland, Italien, Portugal, Irland, Ungarn u.a. sehen) und deren tatsächlichen Schulden zu sprechen, muss man alles addieren, um auf eine realistische Schuldensumme zu kommen. In der Folge wird Spanien sicher keinen € zur Erstellung des ESM – mit 800 Milliarden € – beitragen. Mit den anderen genannten Ländern ist es nicht anders. Das heißt, dass die Haftungen (klingt nicht so schlimm als Verluste aus nicht einbringbaren Forderungen) von diesen Ländern zur Errichtung des ESM nicht kommen werden. Wenn der ESM aber mit 800 Milliarden € ausgestattet werden muss, dann wird das Geld ausschließlich von Deutschland, Österreich, Holland und Finnland kommen (Luxemburg steuert das Trinkgeld bei). Bei Österreich und Holland bin ich aber auch nicht mehr so sicher, da diese die 3 % Schuldengrenze nur sehr schwer halten werden können. Wenn dann niemand mehr bezahlt, dann kann sich Deutschland auch bald von den theoretischen 600 Milliarden € auf ihrem Target-2 Pluskonto verabschieden. Denn wo nichts ist, hat der Kaiser das Recht verloren, sagt man.

    Alles was ich hier geschrieben habe, trifft zum Teil zur Gänze und überwiegend teilweise zu. Aber die Schulden, von denen immer wieder gesprochen wird, sind um ein vielfaches höher, was heißt, das ein Zusammenbruch des € immer schneller, warscheinlich wird.

    Diese ganze EU beschäftigt sich schon seit Jahren mit nichts anderem, als mit €, Rettungspaketen, Geld drucken, ESM usw. Der ESM dient ausschließlich dem Zweck, dass die politischen Verbrecher das ausquetschen der Völker, ohne sich mit irgend jemandem zu streiten und ohne jemanden zu fragen, einfach abrufen können. Unwiderruflich auf ewig !!!

  5. Rudi sagt:

    Der Staat hat die alleinige Hochheit sein geld selbst herzustellen und gerecht zu verteilen, Wie ja schon Kennedy geplant hatte und Abraham Lincoln, wozu brauchen Wir den Private Geldhersteller ohne staatliche Kontrolle , Fed und Konsorten,
    mit Freiwirtschaftlichen Grüßen zum 150 Jahrestag von Silvio Gesell, Finanzminister in München 1909.
    Wichtig die Geschichte des Freigeldes studieren??

    • T E D sagt:

      An Rudi !

      Absolut richtig Rudi, Deine Ausführungen zu FED usw.
      Dieses Konzept bietet seit Jahren nur eine Partei in
      Deutschland an.
      Ich bin seit über 30 Jahren Mitglied dieser Bürgerrechts-Bewegung
      und nennt sich BÜSO.
      Zu erreichen unter http://www.bueso.de.
      Im übrigen ist dieses Finanzsystem sowieso nicht mehr zu retten.
      Vermutlich will man uns aber über Brüssel ein bargeldloses System
      überstülpeln.
      Mann spricht in informierten Kreisen über ein Konzept von (SDR),
      Sonderziehungsrechten, bestehend aus den Weltwährunge, Dollar,
      Euro, Juan und japanischer Währung.
      Möglich ist aber auch eine globale Währung, die da heisst – GLOBO
      oder AMERO:
      Was im Moment bezüglich der Rettungspakete geschieht, kann man
      übersetzt auch mit “ Benzin ein Feuer löschen “ deklarieren.

      Abgesehen davon rettet man weder Griechenland und andere Länder.
      Ziel ist es die Banken zu retten. Gerade diese Meute und die überschuldeten Staaten haben uns seit vielen Jahren in die Misere
      gebracht und sollen nun vom Steuerzahler gerettet werden.
      Die deutsche Regierung kennt ja das Sparvermögen der Deutschen
      in Höhe von 4,5 Billionen EURO.
      Der Zug reist immer mehr mit Höchtsgeschwindigkeit einer Wand ent-
      gegen.
      Währungsreform läßt grüßen.

      T E D

    • Geld als Schuld sagt:

      Zu erst wäre es wahrscheinlich wichtig das diejenigen die es noch nicht wissen wie dieser ganze Geld und Banken Wahnsinn gespielt wird sich das hier einmal anschauen.

      http://www.youtube.com/watch?v=H3DGEG3lOPk

      http://www.youtube.com/watch?v=WcmiywGulL8&feature=related

      Damit auch ein Bewusstsein entsteht warum immer wieder alle x Jahre in der Menschheits – Geschichte dieser zustand der jetzt in vollem Gange ist entsteht.

  6. Rudi sagt:

    Einsatz von Komplementärwährungen und Ausstieg aus dem Euro da ist keine Rettung möglich, Regiogeld muss eingesetzt werden,,
    Währungsreform muß angestrebt werden,,
    weitere Infos bei Günter Hannich im Net..

  7. schlaumeister sagt:

    Das Geld, d.h., der Euro muß total entwertet werden durch weitere Billionendrucke,
    damit die Banken wieder entlastet werden. Draghi macht das schon, 1923 läßt
    grüßen. Nur damals waren die heutigen Finanzverbrecher noch nicht geboren und
    deshalb machen sie geau so wieder weiter. Aus der Geschichte lernen, nicht um
    alles in der Welt!

  8. Selbstdenker sagt:

    Alles Quatsch.
    Monti: „Die Krise ist vorbei“. Na also.

  9. Raus aus Deutschland sagt:

    Der Rettungs-Schirm wird für Europa auf ca. 8 bis 10 Billionen gehen.

    Danach wird diese Summe ausgebucht werden in dem „Man“ die Leute kalt enteignet.

    Klar zu sehen aber viel wichtiger sind doch das HEUTE bereits jeder sein eigenes Rettungsboot bereit stehen hat.

    Für den Rest gibt es „heulen und zähneknirschen“!!!!

    Ich habe kein Mitleid für die welche heute fortsehen.