Industrie: Starke Rückgänge von Bestellungen aus der Eurozone

An der deutschen Wirtschaft ist die Eurokrise nicht vorübergangen. Der Trend rückläufiger Großaufträge setzte sich auch im Februar fort und die Auftragseingänge aus der Eurozone verbuchten ein deutliches Minus. Auch der Einkaufsmanager-Index sank.

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Die deutsche Industrie schafft es auch im Februar nicht, gänzlich positive Wirtschaftszahlen vorzuweisen. Obwohl gerade das von der größten Wirtschaft der Eurozone als Zugpferd erwünscht ist. Wie im Januar ist der Umfang der Großaufträge im Februar erneut „unterdurchschnittlich“ gewesen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Aber auch die generellen Auftragseingänge aus der Eurozone sind im Februar um 3,2 Prozent zurückgegangen. Im Inland sanken sie um 1,4 Prozent. Lediglich die starken Zuwächse von 5 Prozent aus Ländern außerhalb der Eurozone verschaffte den Auftragseingängen in Deutschland im Februar ein leichtes Plus von 0,3 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigte sich am Mittwoch beim deutschen Einkaufsmanager-Index für den Monat März. Dieser weist zwar mit 52,1 noch ein Wachstum auf – ein 4-Monats-Tief. Im Februar lag er allerdings noch bei 52,8.

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  1. Korsar sagt:

    Der Rückgang, wird natürlich auch diejenigen EU- Staaten treffen, die Hauptzulieferanten für „Deutsche Labelprodukte“ sind. Somit, kommen wir in die gelbe Phase. Und das alles um Griechenland und Portugal weiterhin im EURO zu behalten.

  2. Atreides sagt:

    Normal, wenn die meisten EU-Staaten pleite sind und ihre Banken den Unternehmern und Privaten keine Kredite mehr geben, dann kann auch keiner was in Deutschland kaufen.

    • Korsar sagt:

      Nein, davor „schützt“ uns Gott „TARGET“. Vielemehr Gott „TARGET2“. Alle EURO- Staaten und Teilnehmerbanken, können weiterhin in Deutschland Waren aller Art und Kosten bestellen. Die Rechnung geht an den Besteller, z.B., in XY- Land, der weist seine Hausbank an, diese Rechnung zu begleichen. Über die EZB, wird die Bundesbank angewiesen, für den Besteller in XY- Land, die Rechnung zu begleichen. Die Bundesbank begleicht die Rechnung an den Hersteller in Deutschland. Nun ist es so, das dieses System, am gleichen Tag, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüberstellen sollte. Also D. gegen XY- Land. Nur der tatsächliche Überschuss, also der Teil der Verbindlichkeiten eines Landes, nach Abzug seiner Forderungen, gegenüber dem Anderen. Nur, diese offenen Salden werden nicht mehr ausgeglichen. Also laufen im Hintergrund Tricks ab, die mir und wohl Anderen, verschwiegen werden sollen, denn die Bundesbank, sitzt bereits auf 845 Milliarden offener Forderungen und es werden täglich mehr.