Italien: Monti verbietet Beamten Annahme von Geschenken über 150 Euro

Montis strikter Sparkurs wird nun auch auf Minister-Ebene umgesetzt. Beamten-Geschenke über 150 Euro sind zukünftig tabu – ebenso wie Zuschläge für Bewirtungskosten.

Bereits Ende Januar hatte Monti Sparmaßnahmen im Abgeordnetenhaus durchgesetzt. Neben den überschaubaren Gehaltskürzungen war die wichtigste Neuerung, dass Abgeordnete zukünftig, wie alle anderen Bürger, in das Rentensystem einzahlen müssen. Nun sollen weitere Schritte folgen, um unangemessene Kosten zu unterbinden, schreibt der Corriere della Sera.

Die ersten Stationen der Sparauflagen treffen das Ministerium des Premierministers sowie das Ministerium für Wirtschaft – beide unterstehen der Kontrolle des Premiers. Den Beamten dieser Ministerien soll künftig nicht mehr erlaubt sein, Geschenke im Wert von über 150 Euro anzunehmen. Die Geschenke sollen zurückgegeben werden oder an die Empfänger-Abteilung weitergeleitet werden. Ein Akt, um das Image der Bestechlichkeit auszuräumen. Zudem sollen Mitarbeiter im Palazzo Chigi sowie Schatzmeister auf zusätzliche Gelder für Bewirtungskosten verzichten. Damit will Monti die Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Verwaltungshandelns in allen Strukturen gewährleisten.

Darüber hinaus sieht das Sparpaket vor, dass auf die Organisation „nicht strikt unerlässlicher“ Konferenzen und Verhandlungen verzichtet wird.

Kommentare

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  1. kienzler stefan sagt:

    alles Augenwischerei ! Mal schauen welches Euroland sich zuerst totgespart hat ? Gegen die Italienische, Griechische und sonstige Krankheit ist bis jetzt noch kein Kraut gewachsen. Aber immer schön weiter mit Bella Figura !