Von der Leyen will arbeitslose junge Spanier und Griechen holen

In Deutschland gebe es eine Million offene Stellen und der Bedarf werde weiter ansteigen, so Ursula von der Leyen. Sie will nun junge Menschen aus den Euro-Staaten, in denen hohe Arbeitslosigkeit herrscht, „nach Deutschland lotsen“.

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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen möchte den europäischen Problemstaaten helfen – und damit mit einem Schlag ein Problem am deutschen Arbeitsmarkt lösen: „Seit Jahren zählen wir mehr offene Lehrstellen als unversorgte Bewerber“, sagte die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen in einem Interview am Wochenende. Mittlerweile hätten sogar Bewerber mit schlechteren Noten deutlich bessere Chancen als früher. “Alleine in Deutschland sind mehr als eine Million offene Stellen gemeldet und der Bedarf an Fachkräften wird schon wegen der schrumpfenden Bevölkerung weiter ansteigen“.

In Deutschland und Österreich liege die Jugendarbeitslosigkeit im Gegenteil zu Griechenland oder Spanien mit acht Prozent auf „historischen Tiefständen“. „Dagegen wartet in Spanien oder Griechenland jeder Zweite unter 25 trotz oft vorhandener Schul- oder Universitätsabschlüsse auf die Möglichkeit, überhaupt einen Fuß ins Berufsleben zu bekommen.“ Die Jugendlichen innerhalb Europas müssten sich im Augenblick wie in zwei unterschiedlichen Welten vorkommen. „In Portugal und Italien sieht es ähnlich trostlos aus, dort ist etwa jeder dritte nach der Schule oder Uni ohne Job.“

Deshalb, so Ursula von der Leyen, wolle sie über ihr Ministerium Initiativen fördern, „die talentierte junge Menschen aus Nachbarländern mit hoher Arbeitslosigkeit nach Deutschland lotsen“. Sowohl die deutschen Betriebe als auch die Jugendlichen würden davon profitieren. Gerade die Jugendlichen, wenn sie eines Tages in ihre Heimat zurückkehren, „werden die besten Botschafter für Deutschland in Europa sein“. Die Unternehmen sollten sich dementsprechend bei der Zentralen Arbeitsvermittlung melden. Diese könne „zusammen mit den Kollegen der jeweiligen EU-Länder gezielt in Barcelona oder Piräus nach geeigneten Kandidaten suchen“.

Kommentare

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  1. Schmierlappen sagt:

    Wieso überlassen wir nicht einfach unser Land den südlichen Staaten die dann uns mit
    Rettungsschirmen das leben unter Palmen finazieren.

  2. Tom sagt:

    hmmm…..Zeitarbeit Befristungen und Niedriglöhne..dazu 8 Monate im Jahr Scheißwetter……ob die jungen Spanier und Griechen da groß Bock drauf haben …wir werden ja sehen……….

    • Vanessa_ sagt:

      „Zeitarbeit Befristungen und Niedriglöhne..dazu 8 Monate im Jahr Scheißwetter……“

      Das sagt man denen ja nicht, bevor sie hier sind, wenn sie denn wirklich kommen. Nun gut; das mit dem Wetter könnten sie allein rauskriegen, aber der Rest? Diejenigen, die wirklich clever sind, umschiffen Deutschland mit großem Radius. Schließlich spricht sich in so einer ungewollten Union ja doch vieles rum.

  3. heinzkuester@gmail.de sagt:

    Überlegen wir mal, wir holen die talentiertesten Spanier nach deutlich. Was wird passieren? Aus Sicht der Deutschen: Die Studienabsolventen bekommen dann noch mehr Druck und der Wettbewerb wird noch härter. Aus Sicht der Spanier: Man zieht die Köpfe aus dem Land ab, die das Land am ehesten Vorwärts bringen. Die „untalentierten“ bleiben in Spanien.

    Es handelt sich hier also um eine sehr durchdachte und nachhaltige Entwicklung – um Deutschland und Europa noch weiter in den Dreck zu reiten! Bravo!

  4. Margrit Steer sagt:

    Nacjh einem halben Jahr merkt dann die Firma, dass der Grieche oder Spanier doch nicht so toll ist und entläßt sie wieder. Aber die gehen natürlich nicht zurück, die beziehen dann Hartz IV, denn dann haben sie um Längen mehr als arbeitslos zu Hause.
    Einfach genial. Frau v.d.L. gehört am nächsten Baum aufgehängt.
    Deutschland schafft sich ab und jeden Tag ein Stückchen mehr
    Die gut ausgebildeten Deutschen verlassen in Scharen das Land und die Politik interessiert das nicht.
    Also kann man davon ausgehen, dass die Abschaffung Deutschlands beschlossene Sache ist

  5. Adept sagt:

    Wir haben in Deutschland 19 Millionen Einwohner, deren Wurzeln nicht hier sind.

    Wir haben es nicht geschafft, aus dieser Masse Menschen genügend taugliche Lehrlinge und fleißiger Mitbürger zu rekrutieren.

    Die Masse dieser Menschen bezieht Hartz IV und dafür müssen Deutsche Frauen arbeiten und bekommen deshalb keine Kinder.

    Daran wird sich auch nichts ändern, wenn man diese Masse der Unwilligen verdoppelt.

    • Korsar sagt:

      Das kommt gut hin, nur: „Wir haben es nicht geschafft, aus dieser Masse Menschen genügend taugliche Lehrlinge und fleißiger Mitbürger zu rekrutieren“.

      Wir hätten es aber schaffen können, wenn der Zuzug von Anfang an, dahingehend, so artikuliert und begrenzt worden wäre, das man diesen nur für Lücken im Arbeitssystem hereingelassen hätte, die sonst nicht abzudecken gewesen wären. Aber, der Hammer ist, das trotz des voran gegangenen Aufschwungs, weiterhin Menschen aus den Arbeitsprozessen wegrationalisiert wurden.

      Das man die Statistiken manipuliert. Das Menschen in die Zeitarbeit gepresst wurden, und nun „verleast“ werden. Das sogenannte Firmen, mehr oder weniger, bereits illegal arbeiten, indem sie nur noch Studenten, als sogenannte Praktikanten, oder Leute mit „Gewerbescheinen“ einstellen. Obwohl die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind. Weder ist der Praktikant ein solcher, denn er soll, billigst, eine Arbeitskraft ersetzen. Nach Ablauf kommt der Nächste. ( Eine große Fluggesellschaft deren Bereiche aufgesplittet wurden, arbeitet bald nur noch mit studentischen „Praktikanten“ ) noch kann der „Gewerbeschaffende“, mit Schein, frei und unternehmerisch arbeiten. Das der eigentlich Arbeitnehmerstamm, mehr und mehr von ruckzuck ersetzbaren autochthonen Wanderarbeitern ersetzt wurde. Das sind diejenigen, die keine Renten mehr bekommen werden und trotzdem dafür sorgen, das der Laden läuft. Und die Gewerkschaften? Haben sich selbst abgeschafft.

      • Michele sagt:

        Wanderarbeiter verspüren nach mehreren mühevollen Wanderungen das ungeheure Bedürfnis sesshaft zu werden…Wenn das nicht gelingt, sind sie als wirtschaftlich heimatlos zu bezeichnen. Trauriger Zustand.

        Die Innere-Emigration ist vielleicht noch verheerender als die Landes-Emigration.

  6. Unkown DJ sagt:

    Mein Intellekt und meine Höflichkeit gebieten meinem inneren Drang mich deutlicher gegenüber ihrem politischen Unvermögen zu artikulieren Einhalt…
    Der gut informierte Bürger mag hier einmal mehr eines der vielen Täuschungsmanöver zu erkennen mittels welcher man beständig unsere demokratischen und sozialen Errungenschaften z.T. sehr erfolgreich unterwandert.
    Wenn ich mich recht entsinne, dann wählen wir die Parteien zum Wohle des Deutschen Volkes / Bürgers…
    Wenn also Fr.vdL doch wissen müßte, daß diese Statistiken nicht korrekt sein können und sie zum Wohle des Deutschen Bürgers im Amte eingesetzt wurde, warum fördert sie mit diesen Äußerungen dann die arbeitspolitischen und sozialen Mißstände in der BRD ???
    Zwingend folgen dann die nächsten Fragen :
    Wem entsteht hier ein Vorteil aus diesen Handlungen – wer sind hier also die Begünstigten ???
    Die arbeitswilligen Bürger der BRD können es wohl kaum sein…

  7. Walküre sagt:

    D-Land schafft sich ab… ist wohl doch was wahres dran. Mal sehen wie es mit der Überfremdung in Multikultiland weitergeht und das hier je wieder einer geht, na ja man muss ja nur die Augen aufmachen. Wobei ich das keinem persönlich anlaste würde man mir die Tür zum Paradies öffnen ich würde auch gehen. Wie kann es eigentlich sein das man im Ausland eine so hohe Arbeitslosenquote hat und gleichzeitig auf dem nicht vorhandenen Arbeitsmarkt so gut ausbildet das man in D-Land auf hohem Niveau einsteigen kann? Oder gehen die ALLE nur noch zur Universität?

    • Ilona Pawel sagt:

      Ich glaube nicht daß die Griechen und Spanier alle so gut ausgebildet sind wie es uns unsere Politiker weiß machen wollen. Sie brauchen nur eine Rechtfertigung um uns die Zuwanderung von Arbeitslosen aus Griechenland und Spanien glaubhaft zu machen. Hilfsarbeiter hätten wir selber genug. Ich kann auch die Ausrede nicht mehr hören …… die Deutschen wollen viele Arbeiten nicht mehr machen. Sie machen sie nicht mehr, weil viele ungelernte Zuwanderer sich um diese Arbeiten reißen und auch teilweise noch billiger arbeiten. Wir haben sie früher auch gemacht und wenn wir keine Zuwanderer hätten, dann würden diese Arbeiten auch heute noch von Deutschen gemacht. In unserer Stadt sind bei der Müllabfuhr nur Deutsche ….die angeblich diese Arbeit nicht mehr machen wollen. Woher kommt nur dieses Ammenmärchen?

  8. General-Investigation sagt:

    Wie wäre es denn, wenn man endlich mal anfängt das Schulsystem so zu reformieren, das Schüler aus das lernen was Sie im späteren leben brauchen, nicht an der Realität vorbei lehren. Wie wäre es, wenn man diese schwachsinnigen und starren Lehrpläne endlich mal der Vergangenheit überschreibt und Schüler nach Fähigkeiten und Interessen ausbildet?
    Und wie wäre es, wenn man Schüler ab der 7. Klasse mal in ein richtiges Betriebspraktikum schickt, in denen tatsächlich etwas mit Ihnen gemacht wird und nicht nur die Zeit abgesessen wird. Durch Kopien anfertigen oder Werkstätten aufräumen kann man nicht sonderlich viel lernen denke ich, das ist höchstens eine Beschäftigungstherapie.

    Halten wir uns an die Norweger udn andere Länder, die erst einmal ihre eigenen Landsleute in Arbeit bringen und erst dann Ausländer anstellen, wenn sie niemanden mehr finden können.
    bei uns wird immer noch so gerne angeführt uns würden so viele Fachkräfte fehlen (wobei natürlich lediglich studierte gemeint sind) und ein Großteil von Ihnen jedoch ausgebildet aber ohne Arbeit ist. Wir haben 50.000 arbeitslose Ingenieure und trotzdem wird immer wieder gepredigt, das wir mehr brauchen.

    • Margrit Steer sagt:

      Das müssen Sie natürlich richtig sehen, man will nicht den deutschen Ing oder sonstigen Studierten, denn denen muß man ein ordentliches Gehalt zahlen.
      Man will lieber billige Ausländer, die sind froh, wenn sie fürn Appel und nen Ei wenigstens einen Job haben.
      Und außerdem ist ja die Ansage vor allem der Grünen „Die Deutschen sind alle Rassisten und Nazis und nur Ausländer sind gut
      Und die sozialistischen v.d.L, der ja der Sozialismus schon aus dem Gesicht fällt, setzt das nun um.

    • Korsar sagt:

      Weil, auf die Art und Weise, ein Ingenieursproletariat geschaffen wird, das sich billigst andienen muss.

    • Ilona Pawel sagt:

      Ich wohne im Grenzgebiet zu Österreich. Es war immer schon so daß wir erst die Ausländer beschäftigt haben und dann erst unsere eigenen Leute. Es hieß zwar immer, erst muß der Arbeitsplatz mit einem Deutschen besetzt werden und nur wenn sich keiner findet darf ein Österreicher eingestellt werden. In Passau waren massenhaft österreichische Frauen als Verkäuferinnen tätig und gleichzeitig massenhaft deutsche Frauen arbeitslos. Sie bekamen die Jobs nicht weil sie nicht so billig gearbeitet haben. Wobei man sagen muß mit denen haben wir keinerlei Probleme. Sie sprechen unsere Sprache, sind fleißig und passen sich an.

  9. Gautier Irgendwo sagt:

    Bereits fertig Ausgebildete heran zu ziehen ist für Dt. Arbeitgeber logischer Weise billiger, als erst einmal die eigene Bürger beruflich auch entsprechend zu qualifizieren. Das ist unbestritten ein grosser Vorteil welche die EU, Deutschland zu bieten hat?

    • gast1 sagt:

      ich vermute, daß die Arbeitslosen in Sprachkursen parkiert aus der Statistik raus sind.

    • Michele sagt:

      Es war früher so, die Mittelbetriebe hatten eigene Lehrlings-Ausbildungswerkstätten Mit einem speziellen Ausbildungsmeister ect. (Das war noch zu Zeiten der Kubakrise und rel. Vollbschäftigung). Die Lehrlinge wurden in das feste Arbeitsverhältnis übernommen…

      Heute werden Lehrlinge auf Kosten des Steuerzahlers ausgebildet. Und die die nicht gebraucht werden, werden wiederum auf Kosten des Steuerzahlers unterhalten und evtl. gefördert in Kursen, die von der Unternehmerschaft nicht als qualifikationsverbessernd angesehen werden.

      Natürlich ist das keine schlechte Einrichtung nur auswählen zu dürfen. Nur kann ich das Gejammer der Unternehmerschaft bezüglich Unqualifiziertheit ect. nicht verstehen. Wenn es daran fehlt, könnte man ja wieder gemäss betrieblicher Erfordernisse selbst ausbilden. Man kann nicht alles haben: Kostenvorteile und „passende“ Qualifikation auf Abruf.

      Die Verlagerung so mancher allg. Kosten zu Lasten des Steuerzahlers will kein Ende nehmen. Dazu gehören auch die Kosten der Eingliederung ausländischer Einwanderer und Immigranten.

    • Ilona Pawel sagt:

      Früher hat Europa in der Kolunialzeit den Ländern die Bodenschätze geklaut und heute nimmt man ihnen die Intelligenz. Es kann doch nicht sein daß Afrikanische uva mehr Ärzte bei uns bleiben und wir schicken dann deutsche Ärzte in diese Länder, damit sie überhaupt ärztlich versorgt sind. Ein gutes Beispiel ist die Schweiz. Wir bilden bei uns Ärzte auf Kosten des deutschen Volkes aus und dann arbeiten sie in der Schweiz. Eine Freundin in der Schweiz schrieb mir vor wenigen Tagen und meinte ….. ihr macht es schon richtig. Ihr übernehmt die Kosten für Schule und Studium und wenn sie dann Ärzte sind, dann übernehmen wir sie. So sparen wir uns sehr viele Kosten. Dageben unternimmt keine Regierung etwas. Man könnte ja verlangen daß die Deutschen die auf Kosten des Steuerzahlers studiert haben, dann mindestens 10 Jahre lang auch hier arbeiten. Statt dessen wandern sie in Länder ab die mehr bezahlen. Ich verstehe sie ja, aber so kann es nicht sein.

  10. DK_Jule sagt:

    die reelle Jugendarbeitslosigkeit liegt in DE bei 17% — das kann man sogar beim Berufssschullehrerverband erfahren! Das hängt mit statistischen Besonderheiten des hiesigen Dualsystems zusammen.

    sie liegt bei 17% , nicht 8%

    kann man alles selbst ergooglen — nicht alles glauben, was einem erzählt wird!

    die Wirtschaft braucht weltweit nicht mehr so viele Arbeitnehmer! Ist doch logisch! In 10 Jahren wird es auch kaum noch Kassierer geben, es kommen neue SB- Kassensysteme.

    das Arbeitsvolumen in DE sinkt Jahr um Jahr!!! Die Produktivität steigt Jahr um Jahr!

    ich bin kein Wirtschaftsfeind – – Meine beiden Onkel haben selber Unternehmen.

    aber ich lass mich nicht verarschen!!!

    • Michele sagt:

      Wenn Maschinen weniger besteuert sind als die Lohnarbeiter, so wird der Automatisationsprozess beschleunigt. Zynisch: Letzlich gelten Maschinen mehr als menschliche Wesen.

      Man schiebt alles auf den Globalen-Wettbewerb.

      Nur: Muss man unbedingt als Europäischer Moloch mit der ganzen Welt konkurrieren. In meinen Augen ginge es auch etwas begrenzter…das würde aber Politiker erfordern, die den Wirtschafts-Rahmen festlegen…

      • Ilona Pawel sagt:

        Ich bin auch der Meinung daß Maschinen besteuert werden müßten. Es hat sich ja vieles geändert. Früher brauchte man zum Ausheben des Erdreichs für ein Haus Unmengen von Arbeitern, aber heute macht es der Bagger innerhalb von einigen Stunden. Da kann ich doch nicht den Arbeiter besteuern und die Maschine nicht. Wie soll ein Arbeiter so viel bezahlen daß er etlichen Rentnern ein menschenwürdiges Leben ermöglichen soll. Und so ist es in vielen Bereichen der Wirtschaft. Es werden Computerstraßen eingerichtet, da standen früher hunderte von Menschen und hatten ihr Auskommen. Heute machen das Roboter und der Mensch kann schauen wo er bleibt. Abgaben in die Sozialkassen müßten vom Bruttosozialprodukt abgeführt werden und nicht nach Menge der Arbeiter oder Angestellten, denn die werden immer weniger. Sollen die Rentner irgendwann am Hungertuch nagen, das machen sie ja teilweise heute schon.