Neue Finanzquelle: Spanisches Dorf startet in der Krise Anbau von Marihuana

Um neue Arbeitsplätze zu schaffen und ihr Dorf aus der Krise herauszuziehen, wollen die Bewohner eines 900-Seelen-Dorfes Marihuana anbauen und es verkaufen. Das Rathaus hat dem Plan zugestimmt, aber die Rechtslage könnte das Projekt verhindern.

Im spanischen Katalonien liegt das kleine 900 Einwohner zählende Dorf Rasquera. Das Dorf steht vor großen Problemen. Die spanische Wirtschaft schlittert immer tiefer in die Rezession und die strengen Sparmaßnahmen spüren vor allem die kleineren Gemeinden (die nicht selten stark verschuldet sind – hier). Um ihr Dorf zu retten, greifen die Einwohner nun zu etwas anderen Mitteln.

Die Dorfbewohner wollen ihr Land an die Stadt zu verpachten. Letztere würde anschließend ein Unternehmen ins Leben rufen, um das Land zu verwalten und es an einen Verband von Marihuana-Rauchern in Barcelona (ABCDA) zu vermieten, so die Nachrichtenagentur AP. Vor kurzem genehmigte die Stadtrat den Plan.

ABCDA erklärt auf ihrer Webseite, dass sie zunächst 30.000 Euro investieren werde – wie viel sie pro Jahr zahlen wollen, ist nicht angegeben. Ein namentlich nicht genannter Vertreter des Verbandes sagt, es werde mehr Informationen geben, wenn in den kommenden Tagen eine förmliche Vereinbarung mit der Gemeinde unterzeichnet wurde. ABCDA zufolge soll das Projekt 40 neue Arbeitsplätze schaffen: Arbeiter zum Anbauen, Ernten und Verpacken der Marihuana – das fertige Produkt gehe dann an die Mitglieder des Verbandes.

Nach spanischem Recht ist der private Verbrauch von Cannabis in kleinen Mengen erlaubt. Der Anbau, der Kauf, die Werbung dafür und der Verkauf sind jedoch illegal, so ein Regierungsbeamter. Sobald die ersten Samen gesät werden, würde man intervenieren. Der Bürgermeister von Rasquera, Bernat Pellisa indes lobte die Idee und sagte nach der Abstimmung, „Es ist eine Frage der günstigen Gelegenheit, die Geld einbringen und Arbeitsplätze generieren wird.“

Kommentare

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  1. Weber sagt:

    Warum die Leute in Rasquera den Hanf nur zum Rauchen in den Augen haben finde ich schade. Hanf hat so viele gute Eigenschaften ausserhalb des Rauchens, als Baumaterial, als Textilmaterial, für medizinische Zwecke, als Ausgangsmaterial für Formengebung, für Öl, für Nahrung, als Brennmaterial, in der Papierherstellung, etc. etc.
    Natürlich kann Hanf helfen, unsere Welt in Ordnung zu bringen. Die Farce, dass die Menschheit vor Hanf geschützt werden muss, sollte endlich vom Tisch. Dazu sollten noch viel mehr Gemeinschaften diesen Schritt wagen, auch wenn zur Zeit die Gesetzgebung dies verhindern will. Die Zeit arbeitet für den Hanf. Auch ist zu bemerken, dass Indoor-Hanf nicht die gleichen Eigenschaften hat wie Outdoor-Hanf. Indoor-Hanf ist viel aggressiver. Hanf ist eine Pflanze, die im Freien wachsen muss. Für die Produktion von Industrie-Erzeugnissen ist THC u.U. als Klebstoff wichtig, in der Medizin als Medikament, doch braucht es die THC-triefenden Sorten für die meisten Produkte nicht. Es ist an der Zeit, uns vor dem US-Diktat der Hanfverteufelung zu lösen und unsere eigene politische Meinung zu bilden.