Rückschlag für Monti: Italien verfehlt Defizitziel

Monti ist mit seinem wichtigsten Ziel gescheitert: Italiens Regierung rechnet nicht mehr mit einem ausgeglichenen Haushalt bis 2013. Auch der IWF sieht wenig Erfreuliches am römischen Himmel.

Eine Untersuchung der italienischen Regierung hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung spricht Bände. Dabei hatte der italienische Premier doch immer wieder betont, wie erfolgreich die bisherigen Maßnahmen seien. So wird der Regierung zufolge erst 2014 einen ausgeglichenen Haushalt geben. Mario Monti geht mittlerweile davon aus, dass die Wirtschaft um insgesamt 1,2 Prozent in diesem Jahr schrumpfen wird. Bei der vorherigen Schätzung war noch ein Rückgang von 0,4 Prozent erwartet worden.

Entsprechend müssen auch die Defizitziele korrigiert werden. Statt 1,6 Prozent soll in diesem Jahr lediglich ein Defizit von 1,7 Prozent erreicht werden. Der IWF geht sogar von einem Defizit für 2012 von 2,4 Prozent aus. Damit wäre ein ausgeglichener Haushalt nicht wie Mario Monti schätzt 2014 möglich, sondern frühestens 2017.

Kommentare

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  1. Gautier Irgendwo sagt:

    Mit nur einwenig Manipulieren, sollte doch das, bestimmt auch möglich sein?

  2. Heiko sagt:

    Ein Bilderberger, installiert zum ausbluten der italienischen Nation – was kann man da schon erwarten. Es kann in keinem Fall von einem Rückschlag die Rede sein, sondern es ist genau so gewollt. Das Ziel dieser Lakeien ist nach wie vor die Installation des Knebelvertrages, um Deutschland endgültig den Gar auszumachen. Dieses Ziel scheint dank unserer willfährigen Politiker in greifbare Nähe gerückt zu sein.

  3. Jochen sagt:

    Ach, das Angie zahlt schon. Macht euch keine Sorgen in Italien und Spanien.
    Die hat ja noch den Solidaritätsbeitrag von uns. ;-)
    Wann wird der eigentlich mal abgeschafft. Der läuft doch schon über 20 Jahre ????
    Die Zocker an den Aktienbörsen zocken schon wieder gegen den Euro:
    Eurokrise die zweite Runde wird eingeläutet ;-)
    http://www.bwinvestment.de

    • eli sagt:

      Warum der Pimco-Erian will ja gerade einen europäischen Solidaritätszuschlag, den Deutschland, Niederlande, Finnland, Österreich einhebt für die Schuldenstaaten, eingeführt haben?

    • Heiko sagt:

      Na Jochen, da bin ich ja froh, dass du die Zusammenhänge so richtig schön erkannt hast :-)
      Gruß aus Sachsen

  4. Kein Eurofreund sagt:

    Derselbe Monti hat doch unlängst gross hinausposaunt, dass die Eurokrise vor allem dank seiner Massnahmen in Italien hätte bewältigt werden können. Da wird zusammenelogen, dass sich die Balken biegen.

    • Korsar sagt:

      Ich denke, das empfinden die gar nicht mehr als Lüge. Die biegen sich einfach die Balken so zurecht, das sie für den Moment passen.

  5. sakrihittn sagt:

    Ich kann mich noch gut errinnern wie man in Italien diskutierte um jeden Preiss den Euro einzuführen, ansonsten seien sie raus aus der EU. Es musste eine Eurosteuer eingeführt werden um die Bilanzen einigermassen hinzukriegen. Prof. Hankel wird recht behalten wenn er sagt das der Puffer fehlt um Länder die weniger Leisten wie andere EU-Länder wieder Wettbewerbsfähig zu machen. Der Puffer ist jetzt die Fiskalunion, der ESM, die Eurobonds….Jetzt versucht man es mit dieser Tur, bleibt abzuwarten ob es sich die EU-Länder die Ihre Hausaufgaben besser gemacht haben das auch akzeptieren….

  6. Carmen Fischer sagt:

    Die Kriese ist doch vorbei, alles in Butter.
    Huahuahihi guter Witz, geh heim und lass gewählte Vertreter ran, die machen es zwar nicht besser, ist aber demokratischer.

  7. MasseStattKlasse sagt:

    Selbst schuld die Italiener, sie haben den Euro nicht einführen müssen. Jetzt hätten sie ihre Lira einfach abgewertet und die Industrie wäre wieder wettbewerbsfähig. Die beste Analyse der Schuldenkrise kam meiner Meinung nach von Prof. Flassbeck
    http://www.youtube.com/watch?v=mfKuosvO6Ac
    Wege aus der Euro-Krise – Prof. Dr. H. Flassbeck
    Wenn er mit der Analyse richtig liegt, dann Gnade uns….

    • AYDS sagt:

      Nur eine Bemerkung zum abwerten.

      Wirtschaftlch zusehr unterschiedlich dürfen zwei Nationen auch nicht sein, die aneinandergrenzen !

      Stell dir vor, Italien wertet ständig ab, Deutschland arbeitet mehr und mehr, die Wirtschaft wird reicher und reicher, dann kann jeder für 100 Euro 2 Wochen in Italien Urlaub machen – mit Essen Trinken und noch ein paar Ausflüge. (Das gäbe einen Sex-Tourismus ohne Ende….)

      Oder das Stück Butter kostet bei uns 1 Euro, und in Italien umgerechnet 5 Cent. Da fahren Grenzgänger rüber und kaufen günstig ein und wieder zurück (Passiert ja jetzt auch in der Schweiz, aber die UNterschiede sind nicht sooo groß).

      Deswegen muß es ja immer ein schön langsames Gefälle geben, von reich nach arm, das der Unterschied nicht zu groß ist.

      Schaut wie langsam der Reichtum von Deutschland bis nach Bulgarien langsam abnimmt.

      Aber ich bin natürlich auch gegen den Euro und eigene Währungen.
      Ein fleißiges Volk darf auch ruhig günstig beim weniger fleißigen Nachbar Urlaub machen.

    • Stefan Wehmeier sagt:

      Wer “Wege aus der Euro-Krise” propagiert, hat den Weg aus der Euro-Krise noch nicht gefunden.

      http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html