Italiens Staatspräsident: „Entfernt das morsche politische System“

Investoren glauben nicht mehr an Mario Montis Reformen: Die Rendite ist nun auch bei kurzfristigen Anleihen deutlich angestiegen. Nun forderte auch der italienische Präsident die Parteien auf, Reformen nicht länger zu verzögern.

Nachdem deutlich wurde, dass die von Premierminister Mario Monti viel gepriesene Arbeitsmarktreform die italienische Wirtschaft mehr behindere als erneuere, sinkt das Vertrauen der Märkt weiter. Bei einer Auktion von sechsmonatigen Anleihen im Wert von 8,5 Milliarden sind die Zinssätze deutlich gestiegen. Die Rendite lag bei 1,772 Prozent. Im Januar waren sie mit 1,119 Prozent deutlich niedriger.

Doch nicht nur die Investoren, auch der italienische Präsident, Giorgio Napolitano, kritisiert die Parteien des Landes. Zwar solle die Bevölkerung nicht nach „Demagogen rufen“, aber die politischen Kräfte sollten das „Morsche“ in ihren Parteien entfernen und die „dringenden und nicht mehr verzögerbaren Reformen auf den Weg bringen“, sagte er am Mittwoch auf der Piazza del Popolo in Pesaro.

Kommentare

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  1. Jürg Rückert sagt:

    Mitterand forderte den Euro als Preis für die Wiedervereinigung. Jetzt haben wir ein Versailles für alle. Hollande gibt bereits die Losung aus: So lange der Deutsche noch eine Kuh im Stalle, werden wir Franzosen nicht hungern!
    Erst wenn der letzte deutsche Euro verbrannt ist werden sie erkennen, dass man Asche nicht essen kann!
    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Je länger, desto höher die Zeche!
    1945 lag das Land in Trümmern, 10 Mio Flüchtlinge. Unsere Ausgagsbasis wäre viel besser, es gibt aber jene schrecklichen Deutschen nicht mehr. Armut für alle auf Dauer!

  2. Werner sagt:

    „…Italiens Staatspräsident: „Entfernt das morsche politische System…”

    Ob dann noch viel übrigbleibt ?

    mfg. Werner

  3. Kein Eurofreund sagt:

    Welche Reformen schweben denn diesem Altkommunisten vor? Als erste Massnahme die Halbierung seiner fürstlichen Diäten oder was? Fürstlichst bezahlen lassen und dann nichts als hohles Geplapper ohne jeglichen Inhalt herauslassen.

  4. DasGewissen sagt:

    Aufwachen Aufwachen Aufwachen!
    HÖRT AUF EUCH NUR IM I NET ZU BESCHWEREN SONDERN TUT IM REALEN LEBEN WAS!
    JEDES LAND BRAUCHT SEINE EIGENE NATIONALE ERHEBUNG WENN WIR EUROPA RETTEN WOLLEN!
    Das i net ist ein Gefängniss für unser DASEIN.
    Danke für die Aufmerksamkeit.

  5. Stefan Wehmeier sagt:

    Dass es keine wie auch immer geartete „politische Lösung“ für die „Finanzkrise“ (korrekt: beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) gibt, sondern nur genau eine technische Lösung, die wiederum das, was heute als „Politik“ bezeichnet wird, überflüssig macht, werden Politiker wohl zuletzt begreifen.

    Über alles andere braucht niemand mehr nachzudenken:
    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/08/naturliche-wirtschaftsordnung.html