Rezession: Autoverkäufe in Spanien auf 20-Jahres-Tief

Die Rezession in Spanien macht der Automobilbranche schwer zu schaffen. Im April fielen die Neuwagenverkäufe auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren. Die Umsätze gingen um mehr als 20 Prozent zurück.

Die negativen Nachrichten aus der spanischen Wirtschaft wollen nicht abreißen. Am Donnerstag teilte die Nationale Gesellschaft der Automobilhersteller in Spanien mit, dass die Umsätze in der Branche im April um 21,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen sind. Lediglich 56.250 Neuwagen wurden verkauft. Das ist das niedrigste Niveau seit zwanzig Jahren. „Der Markt zeigt keinerlei Anzeichen einer Erholung, wir sind weit davon entfernt“, heißt es in dem veröffentlichten Bericht.

Spanien hat selbst keine großen nationalen Automobilhersteller, aber 18 Fabriken von zehn ausländischen Herstellern befinden sich in Spanien. Damit ist das Land in Europa der zweitgrößte Produzent nach Frankreich. „Bis jetzt haben unserer Fabriken dank der Exporte ein akzeptables Produktionsniveau gehalten“, so David Barrientos von dem Nationalen Verband der Automobilhersteller. „Aber die Volkswirtschaften unserer Hauptzielgruppen sind nun auch getroffen und das bedroht unsere Wachstumsaussichten.

Das Umsatzproblem könnte im krisengebeutelten Spanien zu einem weiteren Problem hinsichtlich der Arbeitslosigkeit führen. Mit 24,44 Prozent im ersten Quartal weist das Land bereits die höchste Arbeitslosenrate in der industrialisierten Welt auf. Und Experten rechnen in der Automobilindustrie in diesem Jahr rechnen mit einem  Rückgang der Verkäufe von insgesamt 3,5 Prozent in diesem Jahr.

Kommentare

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  1. Richard sagt:

    Das lasse man sich mal auf der Zunge zergehen: Die Spanier produzieren massenhaft Autos, werden aber von den Konzernen derart um den Lohn geprellt, dass sie nicht konsumieren können.

    Mit was wird denn da produziert – mit Leiharbeitern, Stundenlohn 7 €? Keine Rente, kein Haus, kein Auto?

    In anderen Zusammenhängen ermittelt da der Staatsanwalt wegen Vorwurfs des organisierten Betrugs.

    Und wie nennen Merkel, Baroso und die Konzerne das?

    „Sozial ist, was Arbeit schafft!“?

    • FDominicus sagt:

      Nun ich denke die Meisten werden wohl ein Auto haben was noch für ein paar Jahre gut sein wird. Aber es ist durchaus denkbar, daß die Spanier unsere „Abwrackprämie“ toppen werden. Europa zahlt sicherlich gerne für deartiges „verantwortliches“ Handeln zum Füllen der „Nachfragelücke“….

  2. odin sagt:

    In Deutschland gibt es die Dienstwagenabsetzerei,darum viele Zulassungen,alles
    meistens Dienstwagen.Dazu die Tageszulassungen!

  3. Kanty sagt:

    Die Norweger gehen jetzt raus aus den Trass-Bonds diverser Euroländer und geben auch noch ihren Senf dazu, was die von der Eurozone halten. Sieht so aus, als würden die letzten Bagholder die Flucht ergreifen!

    http://www.marktorakel.com/index.php?id=5359088302771700134