Millionär wider Willen: Comdirect überweist irrtümlich 200 Millionen Euro

Die Direktbank Comdirect hat einem Kunden irrtümlich 200 Millionen Euro überwiesen. Als der Fehler behoben war, forderte die Bank 12.000 Euro Zinsen von ihrem Kunden – zu Unrecht, wie ein Gericht nun entschied.

Ein Kunde der Comdirect bekam durch einen technischen Fehler 200 Millionen Euro auf sein Konto überwiesen. Als er die Überweisung bemerkt hatte, buchte der Kontobesitzer die höchst mögliche Summe auf ein weiteres Konto um: 9,999.999.00 Euro – mehr lässt die Eingabemaske beim Online-Banking nicht zu.

Als der Fehler behoben war, wollte die Bank 12.000 Euro von ihrem Kunden für die angebliche Überziehung des Kontos. Das Landesgericht Itzehoe entschied allerdings anders. Mehr hier

Kommentare

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  1. mary sagt:

    Wenn ich mein Auto auf deinen Parkplatz stelle, hast du ebenso wenig Recht, einfach loszufahren. Herr H. ist Unternehmensberater und müsste eigentlich wissen, wie das System funktioniert. Armer, armer Multimillionär.

  2. Teutone sagt:

    Ich verstehe nicht, warum das Gericht der Bank nicht Recht gegeben hat. Nach den knappen Infos des Artikels zur Folge, ist die Zinsforderung nicht durch die Fehlüberweisung der Bank entstanden, sondern weil der Kunde anscheinend versucht hat, BETRUG zu begehen, indem er einen Teil des Geldes beiseite schaffen wollte. Zudem wusste er vermutlich genau, dass ihm das Geld nicht gehört und er eigentlich mit der Aktion sein Konto überzieht.

    • Einspruch sagt:

      Der Kunde hat das getan, was auch die Commerzbank getan hätte wenn man ihr versehentlich Geld überwiesen hätte. Und Zinsen hätte man von dieser Bank dafür sicherlich auch nicht einfordern können. Wenn Sie das anders sehen, versuchen Sie es mal selbst! 😉

  3. guantanamera sagt:

    Aha. Die neueste Masche, wenn man nicht mehr genügend Kreditnehmer findet. Man stelle sich vor, das Gericht hätte der Bank gefolgt. Was dann möglich wäre….

    Ständig irgendwelche Fehlüberweisungen auf unbedarfte Kontoinhaber buchen. Anschliessend – aber nicht sofort natürlich – den Fehler bemerken und dafür Zinsen verlangen. Paradiesisch. Die Bank hätte nie mehr Sorgen ihr Luftgeld loszuwerden. Haben wohl den falschen Richter bestochen. Dumm gelaufen mit dem Urteil – für die Bank.

    • jay twelve sagt:

      guantanamera, Du bist ein kluger Mann!

    • Rechthaber sagt:

      Lies den Artikel nochmal durch und dann nochmal nachdenken.
      Für den Fall, dass es nichts nutzt -> Die Zinsen, die die Bank verlangt sind für die 9.999.999 Euro, die der Kunde unberechtigt auf ein anderes Konto überwiesen hat. Dadurch war das Konto, anchdem die Fehlbuchung zurückgebucht worden war, um diesen Betrag im Minus und damit sind Zinsen angefallen.

      • guantanamera sagt:

        Nö. Da ist nichts weiter nachzudenken.

        Ist doch klar, dass die Bank darauf spekuliert, dass das Geld nicht auf dem Konto liegenbleibt. Alles solange kein Risiko wie man bis zu sechs Wochen Gelder zurückbuchen kann.

  4. HansMeiser sagt:

    Wenn Banken Fehler machen – zahlen die Kunden und der Steuerzahler. Das ist ein bundesdeutsches Naturgesetz.