Deutsche Bank: Griechenland-Rettung gefährdet

Analysten erwarten nicht, dass sich die griechischen Parteien auf eine Fortsetzung des Troika-Sparkurses werden einigen können. Daher könnte die ganze Rettung durch die EU schon bald wieder ins Wanken geraten.

Für George Saravelos, Devisenstratege der Deutschen Bank, ist das Wahlergebnis in Griechenland „eine signifikante Negativ-Überraschung für die Märkte“. Der Triumph der linksextremen Syriza-Partei, die sich immer wieder entschieden gegen den EU-Sparkurs ausgesprochen hat, hat sich am Montag neue Sorgen um einen Euro-Crash aufkommen lassen.

Saravelos rechnet mit Neuwahlen, weil es zu heftigen Streitereien über neue Sparmaßnahmen kommen werde. Dann aber sei die nächste Tranche in ernster Gefahr. Zuvor werden die griechischen Parteien versuchen, den Bailout neu zu verhandeln – ein Unterfangen, das nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Vor allem der Zeitpunkt ist für ihn entscheidend. Denn, wenn diese in der Zeit der nächsten Hilfszahlungen an Griechenland stattfinden würde, werde damit diesmal das gesamte Rettungsprogramm in Frage gestellt.

Saravelos glaubt, es sei unwahrscheinlich, doch durchaus denkbar, dass sich in den kommenden Tagen eine Pro-Sparkurs Koalition bilde. Denn immer noch könnte die PASOK und die Nea Demokratia eine Mehrheit im Parlament bilden. Doch sehr wahrscheinlich werde eine größere Koalition gebildet, so Saravelos, die das Rettungsprogramm explizit neu verhandeln wolle und damit für große Unsicherheit in der Eurozone sorgen werde.

Kommentare

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  1. Julia la prémiere sagt:

    Wenn die „Eurozone“ unsicher und aengstlich wird, scheint das Volk etwas richtig zu machen.

  2. cocooning sagt:

    Ich sehe eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

    Nach den ganzen (politischen und wirtschaftlichen) Erfahrungen in den letzten 4 Jahren – ich möchte hier jetzt nichts mehr „aufwärmen“, sehe ich nur noch zwei Möglichkeiten:

    * Austritt von DE aus der Eurozone (aufgrund etlicher Vertragsbrüche der Mitgliedsländer).
    * Crash und Währungsreform in zwei Jahren.

    Im Prinzip können alle EU-Mitglieder aus der EU austreten und Mitglied im EWR oder der EFTA werden. Ein paar Staaten und Banken würden wohl „über die Klinge springen“ aber das Rad würde sich (gesundgeschrumpft) weiterdrehen.

    Wahrscheinlich kommt es zum Crash, da unsere Euromantiker und Globokraten nur von „Wahl zu Wahl“ denken und Politik auf Sicht betreiben.

    • Marie sagt:

      Ich denke das es zu einer Währungsreform kommen wird, denn nur die ist gewollt. Aber in einer Weise, das nur die Reichen davon profitieren werden.

      Aber erst müssen die Völker von dieser Maßnahme das Alternativlos in ihren Köpfen verinnerlichen, sie werden regelrecht darauf hin mit einer Kopfwäsche manipuliert.

      Heute in den Nachrichten: Bericht bzw. nannte man es Prophezeiung vom „Club of Rome“

      Den Menschen wurde bereits heute mitgeteilt, das zu mehr Armut in den nächsten 40 Jahren in den westlichen Ländern kommen werde.
      Vor allen Dingen, werden die jungen Generationen sich das nicht mehr gefallen lassen wollen und es werde immer mehr zu Aufständen kommen.

      Sie haben es „PROPHEZEIT“

      Also kann man davon ausgehen, das dies so auch kommen SOLL.
      Sie werden es wohl so in die Wege leiten, das ganze Völker verarmen werden.

      Muss man das „Prophezeien“?
      Man kann dem doch auch entgegen steuern, das es Nicht zu solchen Zuständen ausufern wird.

      Dieser Club und welche Verschwörer auch immer noch dahinter stecken,

      sind doch nicht nur einmal vom Wickeltisch gefallen! :(((

      Wenn solche Leute nicht endlich gestoppt werden, ist das das Ende unserer schönen heilen Welt wie wir sie kennen.

      Man will es so irgendwie alles nicht wahrhaben wollen,
      aber was man über NWO, Rothschild, Skull & Bones, FED, GoldmanSachs etc.
      liest….passt alles zusammen

      Mich würde mal interessieren, was der Papst dazu sagt, der wird auch einiges wissen, wenn dieser Club nicht auch …… naja, denkt was ihr wollt.

      Andersherum, sollte man sich eigendlich überhaupt über nix einen Kopf machen, einfach leben, dann ist das Leben schön!….. ????

      Ja und hier hab ich noch einen Link von einen anderen User

      unbedingt mal lesen

      http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2012/05/07/der-putsch-der-esm-eliten-soll-durch-pse

      LG

  3. Kommentator sagt:

    Das Volk hat gesprochen. Aber das passt den Rettern und Eurokraten nicht. Also soll so lange weitergewählt werden, bis wieder die Marionetten am Ruder sind. Es gibt keine Demokratie mehr in Europa

  4. Core sagt:

    @redaktion: Wieso titeln Sie nicht richtig Bankenrettung? Durch die überwiegend den Banken zufließenden Gelder wird Gr doch weiter, unrettbar, verschuldet….sollte es dann nicht positiv formuliert lauten: Griechen verteidigen sich gegen Todesstoß?

    • J. C., geb. Püschl sagt:

      @ Core

      Ich vermute, dass auch die DMN gewisse Vorgaben haben, wie „die Sülze“ zu formulieren ist.

  5. Stefan sagt:

    ………….. Griechenland-Rettung gefährdet ……………………

    Schon wieder wird von Rettung gesprochen und die Medien meinen damit die ROTHSCHILD Banken in Griechenland (National Bank, Eurobank, Griechische Bank), die Zinses Zins Wucherzinsen. Das griechische Volk hat mit diesen Banken – Vampire nichts zu tun denn es ist die Bankenbestimmung in jedem Lande diese energetisch auszusaugen, alle Länder schön der Reihenfolge nach.

    Also dieser Artikel schon ist wieder mal mind control für die deutsche Bevölkerung.

  6. Schleswig sagt:

    Genug des grausamen Spiel`s.

  7. fan sagt:

    Griechenland sollte zur Drachme zurückkehren. Das dürfte für die gesamte €uro-EU billiger und förderlicher sein als der Verbleib im €uro. Jedes Zuwarten verschlimmert nur die €uro- und EU-Prebleme.

    Unzählige der Elite-Ökonomen haben das immer wieder gefordert, nur die Prestige-süchtigen Einfalts-Politiker wollten und wollen es nicht kapieren.

    Und die EU-Bürger-Innen müssen somit von Monat zu Monat mehr durch diese Anti-Bürger-Politiker ertragen – die Ungewissheiten werden immer unkalkulierbarer.

    Außerdem – was wurde eigentlich bisher mit den vielen Rettungsgeldern gerettet, von denen dauernd gefaselt wird? Wenn ich aus Hintergrund-Infos entnehmen kann, dass es im erweiterten griechischen Polit-Umkreis etliche neue Millionäre geben soll, muss ich annehmen, wer sich da wohl gerettet hat bzw. wer oder was da “gerettet” wurde. Und weiter – was für Griechenland ursächlich „gerettet“ wurde, ist die aktuelle (von fremd-bestimmten Interessen) gesteuerte Regierungslosigkeit.

    Und bald sind andere EU-Länder dran, wenn Griechenland erst einmal richtig am Boden liegt.

    • Andreas Z sagt:

      …. ja, die eigene Währung ist der richtige Weg.
      Die Rückgabe der Währungssouveränität an Griechenland hätte schon vor über einem Jahr erfolgen müssen. Um so länger man wartet um so teurer wird es.

    • Korsar sagt:

      Die haben uns im Sack, falls das noch nicht auffällt. Die einzige Rettung für uns, ist der Ausstieg, der Bundesrepublik, aus dem EURO. Keine griechische Regierung, wird den Austritt, überhaupt noch erwägen. Die Transferunion läuft doch längst und der ESM- Fonds, richtet sich nicht gegen die Schuldnerländer, sondern gegen die, die noch Geld hätten oder Kredite aufnehmen könnten. Der ESM- Fonds wird nun, durch die raffinierten Schachzüge, griechischer Politiker, immer mehr Zeit verstreichen zu lassen, ohne eine wirkliche Lösung zu erreichen, für uns zur Falle. Deutschland, wird in einer Stagnation enden, die dazu führt, das Armut in D., zur Regel wird, das alle Innovationen in der Vermerkelung enden, das die Demokratie und der Rechtstaat nur noch auf dem Papier gültigkeit haben. Das all unsere Intelligenz abwandert, Unternehmen abhauen, das Deutschland übernommen wird, weil es von Gutmenschen in die Wehrlosigkeit geführt wurde.

  8. fan sagt:

    Griechenland sollte zur Drachme zurückkehren. Das dürfte für die gesamte €uro-EU billiger und förderlicher sein als der Verbleib im €uro. Jedes Zuwarten verschlimmert nur die €uro- und EU-Prebleme.

    Unzählige der Elite-Ökonomen haben das immer wieder gefordert, nur die Prestige-süchtigen Einfalts-Politiker wollten und wollen es nicht kapieren.

    Und die EU-Bürger-Innen müssen somit von Monat zu Monat mehr durch diese Anti-Bürger-Politiker ertragen – die Ungewissheiten werden immer unkalkulierbarer.

    Außerdem – was wurde eigentlich bisher mit den vielen Rettungsgeldern gerettet, von denen dauernd gefaselt wird? Wenn ich aus Hintergrund-Infos entnehmen kann, dass es im erweiterten griechischen Polit-Umkreis etliche neue Millionäre geben soll, muss ich annehmen, wer sich da wohl gerettet hat bzw. wer oder was da “gerettet” wurde. Und weiter – was für Griechenland ursächlich „gerettet“ wurde, ist die aktuelle (von fremd-bestimmten Interessen) gesteuerte Regierungslosigkeit.

    Und bald sind andere EU-Länder dran, wenn Griechenland erst einmal richtig am Boden liegt.

  9. saito sagt:

    Die Griechen könnten einfach den Staatsbankrott erklären und aus dem €uro austreten.
    Das Problem sind die Banken, die dann fürchten, das auch Spanien,Portugal usw den gleichen Weg gehen, den schon die Isländer recht erfolgreich gingen.
    Das soll nicht geschehen. Deshalb ist das winzige unbedeutende Griechenland und der €uro so „alternativlos“ zu retten.
    Die Griechen können darauf vertrauen, daß sie weiterhin Geld bekommen.
    Es wird weiter gelogen werden.

    Dabei haben die Griechen Öl- und Gasvorkommen und könnten ihre Schulden selbst bedienen.

    mit freundlichen Grüßen

    • Tacheles sagt:

      Da haben sie Recht.

      Griechenland hat seit EU Mitgliedschaft über Strukturausgleichsmaßnahmen, Subventionen für Landwirtschaft, Staatsanleihenaufkäufe der EZB, IWF Hilfen, Schuldenschnitt, Direktkredite, Target2 Saldo, etc.,etc. nun bereits 500 Mrd. Euro bekommen.

      Die hat Stabatty vor kurzem errechnet (siehe Internetinfo)

      Es ist unglaublich und unsere Politiker wollen immer noch nicht glauben, dass Griechenland ein Fass ohne Boden ist.

      Die 500 Mrd. werden die nie und nimmer zurückzahlen.

      Wenn ein Land also gemessen an seinem BIP inzwischen Wirtschaftshilfen in Höhe von rund 125mal den Marshallplan bekommen hat, dann muss doch wohl der dümmste Depp verstehen, dass die Sache mit Geld nicht lösen zu sein scheint.