Roubini erwartet Spanien-Bailout noch in diesem Jahr

Investment-Guru Nouriel Roubini geht davon aus, dass Spanien noch in diesem Jahr den Zugang zu den Kapitalmärkten verlieren und ein Bailout benötigen wird. Für ihn ist die Eurozone mur mehr ein sich „langsam bewegendes Zugwrack“.

Das größte Risiko für die Weltwirtschaft liegt für den Investment-Guru Nouriel Roubini noch immer in der Schuldenkrise. Die Eurozone sei ein „sich langsam bewegendes Zugwrack“, sagte er in einem Interview mit CNBC auf der Skybridge Alternative Conference in Las Vegas – einem bekannten, amerikanischen Event für Alternative Investments. „Die Eurozone werde nicht innerhalb der nächsten sechs oder zwölf Monate zusammenbrechen“, so Nouriel Roubini. Der Prozess werde langsam von statten gehen.

Griechenland wird den Euro spätestens im nächsten Jahr verlassen und wahrscheinlich bald auch Portugal und Zypern. Aber Griechenland werde nicht das „einzige Land bleiben, das seine Schulden restrukturieren muss. „Ich glaube das wird auch in Portugal, Zypern und wahrscheinlich auch Irland passieren und es könnte sogar auch in Spanien und Italien in zwei bis drei Jahren der Fall sein“.

Spanien ist für Nouriel Roubini in jedem Fall bereits jetzt in großen Schwierigkeiten. „Ende des Jahres wird Spanien seinen Zugang zum Markt verlieren“, erklärt er. „Es braucht ein Bailout und das wird das Land für ein oder zwei Jahre von den Märkten fernhalten.“ Das werde jedoch nicht ausreichen. „Dann muss man vielleicht die Schulden restrukturieren“. Eventuell, so Nouriel Roubini, könnte auch Spanien letztlich gezwungen sein, die Eurozone zu verlassen, aber das sei nicht etwas, das innerhalb von 12 Monaten passiere.

Kommentare

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  1. Fred Kirchheimer sagt:

    Na ja, wieder ein düsterer Prophet, der sicher nur mal austestet, wie denn die Märkte reagieren. Sein Ziel ist die Manipulation des Marktes in eine für ihn günstige Richtung. Aber das kann immer nur eine Spekulation sein, denn auch Rubin ist nur einer von vielen Marktteilnehmern und die zeichnen sich nicht unbedingt durch ein klares Schwarmverhalten aus. Die Cahncen ergeben sich eben durch atypisches Verhalten.

    Diese Art von Nachrichten verfangen wohl nicht mehr, denn sechs Kommentare sprechen eine eindeutige Sprache.

    Das ist dann eine Aussage, wie sie komischerweise immer noch auf Platz 2 der Fratzenbuch-Gemeinde steht:
    Im letzten Dezember hat DSK georakelt „Es kann innerhalb von Wochen zum Crash kommen“. Da lag dann wohl die Betonung auf KANN, denn es sind ja seitedem ein paar Monate vergangen und der alte Hurenbock ist auf dem Weg ins Gefängnis. Das hat er sich im Dezember auch nicht räumen lassen.

  2. Korsar sagt:

    Na ja, um das zu erwarten, muss man nun wirklich kein Prophet sein. In Spanien ist nichts mehr zu holen.

  3. Selbstdenker sagt:

    Was wir brauchen sind neue Finanzprodukte. Hier ein akzeptabler Vorschlag:

    http://www.youtube.com/watch?v=iq3se1MShiI&feature=related

    • lupus germanicus sagt:

      Was wir brauchen, ist eine Wirtschaft, in der es keinerlei „Finanzprodukte“ gibt.

      Geld darf niemals ein Produkt sein.

  4. Nachdenklich sagt:

    … die spanischen Banken leihen sich das Geld von der EZB.
    … und kaufen damit spanische Staatsanleihen
    … leider sind ihre Abschreibungen auf faule Immo-Kredite höher als der Gewinn daraus
    … ergo: bail-out vom spanische Staat
    … die so wieder gut positionierten spanischen Banken leihen sich mehr Geld von der EZB
    … und kaufen damit spanische Staatsanleihen
    … usw.
    das Ganze wird zwischendurch mit einem Wunschkonzert vom IWF bzgl. Deutscher Löhne garniert. Als ob die spanische Jugend von 0 auf gleich vom Bauhilfsarbeiter zum Facharbeiter für Maschinenbau umgeswitcht werden kann…. und auch die Fabriken schon bereitstehen für diese Arbeiter sowie die Bestellungen aus dem Ausland nur auf einen günstigeren Preis als den von „old Germany“ warten.

    Fazit: Manchmal fasst sich der deutsche Michel an den Kopf und sagt:
    Kürbis gedeihe! Sind wir eigentlich nur von „nicht ganz schlauen“ Leuten umgeben?
    „Er ist nicht ganz schlau“ – das war übrigens der Satz meiner 11jährigen Tochter über einen Klassenkameraden, der in die Förderschule abdriftete.

  5. nachdenklicher bürger sagt:

    meine rede…
    wenn das geldsystem allein
    oder die wirtschaft allein
    oder die staatsschulden allein
    oder die krawalle allein
    oder ein größerer krieg allein

    stattfinden würde, dann wäre eine langsame euroabschwächung normal,
    das bedeutet aber nicht, dass nicht auch 2 oder mehrere faktoren eintreten und sich in einer gegenseitigen wechselwirkung zu der größten katastrophe der menschheit entwickeln KöNNTE…

    aber da die zeitungen inzwischen von euroaustritten schreiben dürfen wird es gar njicht mehr so lange dauern, der bürger wird langsam an den gedanken gewöhnt…

  6. schlaumeister sagt:

    Roubini sollt den Mund nicht so voll nehmen, seine USA befindet sich ebenfalls de
    facto in der Pleite und ist kein Haar besser als GR. Mit Marktmanipulationen wird
    das ganze hingehalten. Freie Märkte gibt es nicht mehr seit die Polit-Bankster-
    Mafia die Menschheit täuscht und betrügt.

    • guantanamera sagt:

      Die USA ist seit 1971 pleite.

      Der Unterschied liegt in der Militärmacht der USA + Ölhandelsmonopol.
      Insofern können die USA machen was sie wollen. Es wird so lange funktionieren wie Öl in Dollar gehandelt wird.

  7. Rico Coracao sagt:

    „Ende des Jahres wird Spanien seinen Zugang zum Markt verlieren“
    Die haben noch Zugang? Wer leiht Spanien denn noch langfristig Geld?
    Spanien kann man, wie Italien, nicht mehr abfangen,die spanischen Banken sind total pleite, dazu ist die Immoblase noch gar nicht richtig geplatzt, das kommt doch erst noch..
    Dazu die Horrorjugendarbeitslosigkeit von offiziell 50%+ , auch die Wutblase wird noch platzen, was verständlich ist