Griechenland: Übergangskabinett soll nächste Tranche sichern

Aufgrund des Drucks von Seiten der EU und der schwachen finanziellen Lage des Landes, wird in Griechenland erwägt, für ein paar Monate eine Übergangsregierung zu bilden. So versuchen die Griechen trotz der Schwierigkeit, eine stabile Regierung zu schaffen, den Erhalt der nächsten Tranche möglich zu machen.

Die Gespräche zwischen dem griechischen Präsidenten und den Parteien des Landes waren bislang noch nicht von Erfolg gekrönt und einer Neuwahl wird immer wahrscheinlicher. Indes wächst der Druck von der EU – den man nun mit einer vorübergehenden Lösung nachgeben will.

Wie griechische Medien berichten, überlegen die drei Parteien Pasok, Nea Demokratia und die Demokratische Linke derzeit, eine Übergangsregierung zu bilden, um das Land durch die nächsten Monate zu lenken. Diese Regierung würde die Staatsangelegenheiten für die nächsten zwei bis drei Monate übernehmen und versuchen, sicher zu stellen, dass Griechenland die nächste Tranche von seinen internationalen Kreditgebern erhält.

Die nächste Tranche ist in Höhe von 30 Milliarden Euro geplant und sollte im Juni ausgezahlt werden. Allerdings müsste die Regierung als Gegenleistung die öffentlichen Finanzen um weitere 11,5 Milliarden Euro kürzen. Ganz abgesehen davon, dass die Demokratische Linke eigentlich gefordert hat, dass sich Griechenland von den unterzeichneten Bedingungen des Rettungspaketes lossagt. Insofern dürfte auch eine Übergangsregierung noch keine wirkliche Antwort sein – und auch keine Garantie für die Auszahlung der nächsten Tranche.

Darüber hinaus üben auch wieder Abgeordnete der Pasok-Partei zusätzlichen Druck aus, um zu einer Lösung in der Regierungsfrage zu kommen – nach Möglichkeit mit ihrer Partei als Koalitionspartner. „Wenn Griechenland nicht seine Verpflichtungen nachkommen und seine Schulden bedienen kann, wird der Schmerz sehr groß sein“, sagte Michaelis Chrysohoidis, der Minister für Bürgerschutz, im Flash Radio am Montag. „Was sich durchsetzen wird, sind bewaffnete Gangs mit Kalaschnikows und wer die meisten Kalaschnikows hat, hat gewonnen“, warnte er. „Wir werden in einem Bürgerkrieg enden.“

Kommentare

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  1. Atreides sagt:

    Alles Augenwischerei. Die wollen die Wirklichkeit nicht sehen oder nicht zugeben. Außerdem werden das die Linksextremen nicht mitmachen.

  2. annadomini sagt:

    Fitch stufte 26 italienische Banken runter… diese Bösen Fitcher, da müssen gleich Doppelbonds kommen, wo doch Schäuble heute schon Bonds zugesagt hat…

  3. Joshua-Trader sagt:

    Fragt sich welches EU_Land als nächstes die EU durch eigenen Bankrott ausnutzt ??
    Widermal prassen die Bonzen und die Bevölkerung selber in Griechenland geht den Bach runter.

  4. Dagmar sagt:

    “Indes wächst der Druck von der EU – den man nun mit einer vorübergehenden Lösung nachgeben will.”

    Lug, Trug, Beschiss und Rechtsbruch gehen also unvermindert weiter. Und das ist von Brüssel gewollt. Es ist zum kot***, wie hier Recht gebeugt wird, nur um selber am Fressnapf zu bleiben. Unser Problem ist weder der Euro noch die “Finanzkrise”, unser eigentliches Problem sind die Bürokraten in Brüssel, willfährig unterstützt von den nationalen Parlamenten. Es wurde seiner Zeit von unserer Kanzlerdarstellerin laut getönt, die Finanzmärkte müssten an die Kette gelegt werden. Und was tut der Merkel? Nichts in dieser Richtung!

  5. x sagt:

    Nun ist in den Medien in aller Munde, dass eine “technokratische” Regierung eingesetzt werden soll, d.h. also, ein pro-Brüssel Bankster wie Papademos oder Monti installiert wird. Erstaunlicherweise finden das angeblich alle Parteien gut.

    Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, dass hier in den DMN genau das in einer Story vor einigen Wochen prognostiziert wird: Dass bei Uneinigkeit ein im voraus bestimmter EU-Bankster installiert wird. Leider finde ich die Story nicht.

    War eigentlich auch klar, dass keine demokratische Wahl zustande kommt. Ich war sowieso überrascht, dass Brüssel die Wahl überhaupt zugelassen hat.

  6. armer Mann sagt:

    “Übergangsregierung”, mit anderen Worten, wir wollen noch einige Milliarden an Euros abschöpfen bevor wir aussteigen.

  7. Martin sagt:

    Das sollten mal all die zahlreichen DSDS Gucker in Deutschland lesen. Denn die griech. Zustände werden auch in Deutschland Einzug erhalten, wenn das auf Luftmummern basierende FIAT Geldsystem zusammenbricht. Und das dies passsiert, muss ich keinem erläutern, der die Geschichte der FIAT Währungsysteme nur ansatzweise kennt.

    Aber stattdessen feiert man hier in NRW und in den Medien die neue/alte Ministerpräsidentin als Heilsbringerin.

    Man müsste ständig lachen,wenn all das nicht so traurig wäre.

  8. Werner sagt:

    Besser als mit diesem absurden Beispiel könnten die Griechen uns garnicht demonstrieren dass sie überhaupt nicht in der Lage oder Willens sind die geforderten REFORMEN durchzuziehen ! Aber wie Diebe : Das Geld hätten sie doch gerne.

    Griechenland : Raus aus der EU ! Sofort !

    mfg. Werner

    • Dagmar sagt:

      Werner, immer noch NEIN! Lass die Griechen im Euro, Deutschland muss da raus.

      • Verratener sagt:

        @Dagmar
        Sehr gut erkannt – Deutschland muss aus dem EURO raus, weil die Deutschen für die EU ausgeplündert und versklavt werden sollen!
        Aber die Brüsseler EU-Faschisten lassen weder Griechenland noch Deutschland aus dem Euro – es herrscht Krieg!