Nach Downgrade droht nun Bankenkrise in Italien

Die Ratingagentur Moody’s hat 26 italienische Banken herabgestuft. Damit gehören die italienischen Banken nun zu den Geldinstituten mit den „niedrigsten Ratings in den entwickelten Ländern Europas“. Hintergrund ist unter anderem die schlechte wirtschaftliche Situation des Landes und der schwierige Zugang zu frischen Krediten.

Die Lage in Italien spitzt sich mehr und mehr zu. Nachdem sich am Montagvormittag die Zinssätze für italienische Anleihen mehr als verdoppelt haben, wurden auch noch 26 italienische Banken am Abend von der Ratingagentur Moody’s herabgestuft und deren Ausblick auf negativ gesenkt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es in naher Zukunft zu einem weiteren Downgrade kommen kann.

Unter den 26 Banken sind neben UniCredit und Intesa Sanpaolo auch die Banco Popolare Societa Cooperativa, die Banca Sella Holding und die Unione di Banche Italian. Die größte italienische Bank UniCredit und die Intesa Sanpaolo wurden beispielsweise beide auf A3 herabgestuft – während die Kreditwürdigkeit von einigen kleinen Banken sogar um vier Stufen gesenkt wurde.

Damit gehören die Ratings der italienischen Banken nun zu den „niedrigsten in den entwickelten europäischen Ländern“, teilte die Ratingagentur mit. Als Grund für das Downgrade nannte Moody’s die schlechte wirtschaftliche Verfassung Italiens. Die Sparmaßnahmen der Regierung drücke die Nachfrage. Darüber hinaus stiegen die problematischen Kredite der Banken, während die Gewinne kontinuierlich zurückgingen. Aber auch der Zugang zu frischen Krediten werde den Banken erschwert.

Kommentare

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  1. Ulrike Schmucker sagt:

    Diese ewigen ungerechtfertigen Kritiken und Demuetigungen der deutschen Politiker Italiens Politik und Wirtschaft gegenueber fangen an zu langweilen. Deutschland hat doch nur Angst um sein Geld und seinen Euro. …. Italien hat eine ganz andere Art zu leben
    wie Deutschland (Ich lebe als Deutsche in Italien) und infolgedessen auch zu waehlen.

    Seien Sie sicher …. Italien wird seinen Weg finden?

  2. Korsar sagt:

    Italien ist in sich, sehr stabil. Es hat noch eine sehr breite Mittelschicht und ein effektiv arbeitendes, Schwarzmarkt-Proletariat. Die Italienber, sind im großen und ganzen, eher in der Lage, die Krise zu meistern, als alle anderen EURO- Staaten. Nur, der EURO hält das Land in den Fesseln, wie überall ansonsten auch.

  3. Basisdemokrat sagt:

    Zitat:“Italiens Banken werden herabgestuft, GBs nicht? “

    Der Grund hierfür ist: GB kann „abwerten“, Intalien kann das nicht.

  4. Wutbürger sagt:

    Die Bankenkrise schwelt schon längst, der Downgrade ist nur Begleitmusik.

  5. Fred Feuerstein sagt:

    Darin sehe ich absolut keine Gefahr für das weiterbestehen der EU, aber auch nicht des €. Wer soll denn schon Interesse haben, den Goldesel zu töten ?

    Diese Spielchen mit M.Monti (Goldman Sachs), den Rating-Agenturen und den Investoren dient nur dazu, dass die Wetten auf „steigen“ und „fallen“ von Italien, italienischen Bank- und Staatspapieren sicherer werden. Man muss sich ja nur vorstellen, wenn jemand auf das falsche Pferd setzt, dann ist das Geld ja weg und wer will das schon ? Besonders dann, wenn es nicht sein eigenes Geld ist. Diese Verlierer werden vielleicht dann sehr unfreundlich und nicht mehr sehr höflich zu ihrem Finanzberatern sein ! In dem nebenstehenden Bericht „Banken wollen Rating-Agenturen weniger Informationen geben“ haben wir ja schon den Beweis. Außer, wie schon passiert, haben deutsche Banken auf ihr eigenes „Fallen“ gewettet. Die dürften noch schlauer sein. Hier ist die Wette ja schon zu 99 % erfolgreich. Das sind eben Geschäfte. Davon haben Ferseh-Schafe natürlich keine Ahnung und außerdem ist das alles schon sehr langweilig. Was geht denn uns das an, was die da oben für Spielchen spielen ?

  6. Matthes sagt:

    Ja und? Dann müssen die Banken eben ihre Politik ändern. Aber was tut man? Man will sich von der EU „retten“ lassen. Was die EU natürlich gerne macht. Leider mit dem Geld des deutschen Steuerzahlers!

  7. Klotho sagt:

    Die marodeste Finanzsituation haben die USA, zum Vorteil der USA werden Banken herabgeratet, je nach Nation in der EU. Das ist doch kein Wunder das die Gewinne ausbleiben, bei den Sparmassnahmen. Der Euro soll verschwinden, der wird gerade kaputtgeschossen von den US-Amerikanern, damit der Dollar weiterhin die Weltreservewährung bleibt und damit die FED weiter Dollars beliebig drucken kann.

    • T.Euro sagt:

      Der € soll nicht verschwinden aber bewusst klein gehalten werden. Denn wenn die EU-Länder zu ihren alten Währungen zurückkehren, darunter starke Währung wie z.b. die DM oder den Gulden hat sich das mit dem Dollar ganz schnell erledigt. Das wiederum lässt sich nur mit den „bösen Rechten“ durchsetzen. Vor nichts haben die Finanzoligarchen mehr Angst.

      Fazit: Liebe EU Bürger, ihr habt es selbst in der Hand. Wollt ihr vom System incl. NWO weiter versklavt werden oder wollt ihr endlich vernünftig Leben?

  8. Richard sagt:

    Die wirtschaftliche Verfassung Italiens sei Grund für Abstufung?

    Italien ist z.B. in der Produktion von Maschinenbauteilen mit einem Weltmarktanteil von ca. 7,5% sogar noch produktiver als Großbritanien oder Frankreich. Rechnet man aus dem BIP Großbritaniens die Zockergeschäfte der Banken in London heraus, so ist das BIP GBs wahrscheinlich deutlich niedriger als das Italiens. Italiens Banken werden herabgestuft, GBs nicht?

    Hier versuchen aber nicht etwa US-Ratingagenturen die italienischen Konkurrenten der US-Banken zu schädigen und nebenbei die Krise in Europa zu puschen, hm?

  9. Observer sagt:

    Wen soll denn so ein Rateergebnis noch in Aufregung versetzen?
    Alle im Finazgeschaeft Aktiven ist die Situation doch laengst bekannt. Das was hier immer wieder veroeffentlicht wird ist doch nur die Bestaetigung der Kenntnis die in Finanzkreisen lange vorher vorhanden ist. Man muss davon ausgehen, dass die in diesem Geschaeft Beteiligten, im Gegensatz zu den Politikern, fehlerfrei auf Drei zaehlen koennen.