Banken wollen Rating-Agenturen weniger Informationen geben

Weniger ist mehr - so hoffen die europäischen Banken zumindest im Hinblick auf ihre eigenen Ratings. Sie wollen den drei großen Rating-Agenturen weniger Informationen geben. Damit könnte die Transparenz bei den Banken weiter leiden.

Schon heute sind es vor allem Derivate, Schattenbanken und OTC-Deals, die es allen Beobachtern schwer machen, zu bewerten, ob eine Bank solide ist oder nicht. Auch die Ratings der großen Rating-Agenturen sind zumindest ein Richtwert.

Weil aber in den vergangenen Wochen die Ratings für die Banken immer schlechter wurden, wollen sich die europäischen Banken nun auf eine Art Informations-Stopp einigen. Am Mittwoch treffen sich die CFOs der größen Banken zu ihrer jährlichen Zusammenkunft in Frankfurt. Und hier soll beschlossen werden, dass die großen US-Agenturen S&P, Fitch und Moody’s künftig keinen priveligierten Zugang zu Informationen über die Banken bekommen sollen, sondern nur noch ein „Standardpaket“, wie ein Banker der FT erklärte.

Offiziell wollen die Banken damit den Wettbewerb fördern. Sie halten die Marktmacht der drei großen Agenturen für ungesund. Dem Argument kann man sich anschließen. Schließlich waren die Agenturen in ihren Prognosen auch oft langsam und ungenau. Deshalb haben viele Investoren eigene Research-Offices aufgemacht, um sich selbst einen Überblick zu verschaffen.

Gerade deshalb aber erscheint die Entscheidung der Banken der falsche Schritt: Statt allen gleich wenig Informationen zu geben, sollten die Banken vielen mehr Informationen geben.

Kommentare

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  1. Gast sagt:

    Rating von Banken ist ansich schon sinnlos wenn man betrachtet was Banken eigentlich produzieren und woher diese dann ihre Gewinne und Einkommen nehmen.

    Banken produzieren aus NICHTS Geld und dies in einer Menge das einem schon schlecht wird. Dabei ist zu bedenken das dieses produzierte Geld überhaupt nicht existiert sondern aus dem NICHTS geschaffen wird – also jemanden geklaut werden muß. Was könnte man also bei einem Rating einer Bank berücksichtigen außer der Tatsache das die echte vorhandene Kapitaleinlage 10 % vom Gesamtvermögen ausmacht. Also sind 90 % des Kapitals nicht existent und nur reines Luftgeld, welches nicht einmal die EZB ausgegeben hat. Eine Bank steht bei genauer Betrachtung ganz am Ende einer Ratingskala und ist von Haus aus schon Zahlungsunfähig wenn alle Anleger ihr Vermögen sofort einfordern würden. Wenn dann die EZB noch ihre Forderungen gegen die Bank begleichen würde gäbe es keine Bank mehr aber dafür noch jede Menge Schulden welche von der Bank produziert, niemand begleichen könnte da dieses Geld ja nicht real existiert.

    Wer mit Geld nur noch mehr Geld produziert ( klaut ), der braucht kein Rating mehr sondern mal eine vernüftige Schulbildung um zu verstehen das aus einem von der EZB ausgegebenem EURO nicht zehn EURO gemacht werden können, da die EZB ja nur einen EURO ausgegeben hat. Jemanden nun neun EURO weg zunehmen, welche jener nicht besitzen kann ist schon Geisteskrank. Diese Krankheit ist weit fortgeschritten, so daß trotz dieser einfachen Betrachtungsweise keiner erkennt was Geld und Banken eigentlich wirklich sind.

    Um diese Geisteskrankheit noch etwas shizophrener zu machen sollte man den ganz einfachen Fluß von Geld einmal betrachten:

    Erster Schritt:
    Die EZB gibt einer Bank zehn EURO Kredit zu 1 % Zins. Daraus entwickelt sich nun schon einmal eine Forderung von zehn Euro und zehn Cent. Diese zehn Cent wurden von der EZB jedoch nicht ausgegeben und können eigentlich auch nicht gefordert werden ohne das diese zehn Cent von der EZB als Kredit zu 1 % ausgegeben würde.

    Zweiter Schritt:
    Die Bank nimmt diese zehn EURO und vergibt davon 9 EURO als neue Kredite zu 6 %. Daraus ergibt sich eine Foderung von 9 EURO und 54 Cent. Auch hier existieren diese 54 Cent nicht und wurden auch nicht von der EZB ausgegeben.

    Driter Schritt:
    Der Kredit der Bank wird als Gutahben auf einem Bankkonto vermerkt. Dieses Guthaben gehört zum Kapital der Bank. Die Bank nimmt davon nun 8,10 EURO und vergibt davon Kredite zu 6 %.

    Hier ist schon zu erkennen, das die Gesamtforderung an Geld nach dem ersten Kredit inzwischen auf 10 Euro und 64 Cent angestiegen ist, jedoch nur 10 EURO im Umlauf sind.
    Weiterhin ist zu erkennen das die Bank schon 44 Cent Gewinn gemacht hat, wobei auch diese 44 Cent realistisch nicht exitieren.

    Dieses Spiel läßt sich solange fortsetzen bis kein Kredit mehr vergeben werden kann und die Bank das Kreditvolumen von ehemals 10 EURO auf 100 Euro erhöht hat, obwohl die Bank das Geld nicht hat, außer die 10 Euro von der EZB. Würde niemand weiter Kredite nehmen, dann könnte die Bank als auch der Kreditnehmer nur das Geld zurück zahlen was auch im Umlauf ist, was der sehr verschleierten Realität entspricht. Es ist also unmöglich aus 10 EURO mehr als 10 EURO zu machen ohne weitere Kredite. Da aber scheinbar alles auf dieser Welt immer bei einem Kredit anfängt wird jeder Gewinn auf Geld nur geklaut.

    Eigentlich sollte man sein ganzes Vermögen zu Hause im Keller deponieren, denn dort kann Geld keinen Schaden anrichten. Allerdings ist jedes Vermögen, egal wo es nun liegt, immer eine Schuld + Zinsen. Dabei ist es vorerst unerheblich wessen Schuld der Reichtum ist. Einer Bank welche eigentlich kein Geld hat, Geld zu überlassen ist fahrlässig und Benzin für die Kapitalismusmühle zugleich.

    Was gibt es hier also noch was einem realistischem Rating entsprechen könnte?

  2. Wutbürger sagt:

    Damit werden die sich von den internationalen Geldströmen abkoppeln, mauernde Bangsterkästen sind wie lügende für fast alle Kassenverwalter tabu, blöder kann man sich nicht mehr verhalten.

  3. jay twelve sagt:

    Es ist also so weit, dass die Banken ihre eigenen Erfindungen Auto Moto Klub und die Verkehrspolizei = Ratingagenturen, als Störfrieden erkennen und eliminieren wollen.

    Freie Fahrt für die Banken, bis zum nächste Massenkarambolage am Autobahn.

  4. Wutbürger sagt:

    Macht nichts, dann wird halt geschätzt, im Zweifel gegen den Bangsterpalast.

  5. Grauber sagt:

    Informationen können manchmal auch zu Fehlbewertungen führen, die das Vertrauen zusätzlich schädigen.

    Transparenz kann man allerdings von Einrichtungen verlangen, die am Tropf des bürgerlichen Portemonaies hängen !

  6. Kanty sagt:

    Es geht schon los. Schluss mit lustig in Europa:
    #
    http://www.marktorakel.com/index.php?id=4806806325813777172

  7. Observer sagt:

    Das mit den Ratingagenturen ist eine Nebelkerze.
    In Wahrheit sehen die Bankmanager keine Moeglichkeiten mehr, ihren Bankrott in den Buechern zu vertuschen. Damit ist es fuer die Verantwortlichen sicherer, keine offiziellen Informationen mehr nach aussen dringen zu lassen, um sich vor Strafverfolgung zu schuetzen! Bereits seit Langem gehoeren die verantwortlichen aller privaten Banken wegen Konkursverschleppung hinter Schloss und Riegel!

    Aber das Schimpfen auf die Banken ist eigentlich der falsche Weg. Die naemlich machen nur das was ihnen moeglich ist und ohne Strafe bleibt! Schliesslich werden sie dafuer bezahlt, das Maximum fuer ihre Eigner aus dem Geschaeft herauszuholen.
    Die speichelleckenden Politiker sind das eigentliche Problem, denn diese Institution ist dafuer verantwortlich, dass weder heir noch anderswo kein Schaden fuer das Volk entsteht. Das roblem dabei ist, dass sie vom Volk lediglich Stimmen bekommen, von der Finanzelite jedoch erwarten sie Wohlstand, in welcher Weise auch immer!

  8. anadomini sagt:

    Jetzt reden also die Banken alles so schön wie unsere Politiker.

    • FDominicus sagt:

      Och so etwas lernt man schnell. Betrug ist schließlich sanktioniert. Und Sichteinalgen gehören der Bank….

    • Dankmar sagt:

      Na klar, jeder Übeltäter redet seine Schäden klein. Das war schon immer so!