Hegde Fonds Manager: „Für Deutschland wäre Rückkehr zur D-Mark das Beste“

Deutschland könne niemals den Euro retten, so der Hedge Fonds Manager Michael Platt. Deshalb wäre für das Land eine Rückkehr zur D-Mark die beste Lösung. So könnten auch die südeuropäischen Staaten mit dem Euro weitermachen und versuchen, das Problem durch Gelddrucken zu lösen. Platt hält diese Lösung jedoch für politisch nicht durchsetzbar.

Michael Platt, Gründer von BlueCrest Capital Management LLP, sieht die Lösung der Eurokrise für Deutschland im Austritt aus der Währungsunion. Er sagte dem Sender Bloomberg TV, dass Deutschland in diesem Fall seine eigene Währungspolitik verfolgen könnte. Die restlichen europäischen Staaten sollten durch Gelddrucken seitens der EZB versuchen, die Krise zu lösen. Deutschland könne niemals ganz Europa retten. Denn während die ganze Eurozone ein Wirtschaftsraum sei, der so groß wie die USA sei, sei Deutschland um ein Vielfaches kleiner als die USA.

Platt glaubt jedoch nicht, dass diese Entscheidung in Deutschland politisch durchgesetzt werden könne. Er erwartet daher, dass es früher oder später zur Einführung von Eurobonds kommen werde. Denn gegenwärtig sei der Euro in Spanien oder Portugal weniger wert als der Euro in Deutschland. Diese Situation sei nicht aufrechtzuerhalten. Aus seiner Sicht sei daher zu erwarten, dass die Kapitalflucht aus den europäischen Ländern anhalten werde. Institutionelle Anleger werden weiter aktiv bestrebt sein, Bunds zu kaufen. Hier bietet sich nach Platts Einschätzung auch eine Gelegenheit für Spekulanten an: Wenn der Euro trotz aller Bemühungen kollabiere, könnte man bei einem Umtausch von Bunds in D-Mark denominierte Papiere einen guten Profit erzielen.

Platt glaubt jedoch auch, dass die Einführung von Eurobonds nicht überhastet erfolgen dürfe. Ohne eine Wachstumsstrategie für Europa sei die Finanzierung von europäischen Staaten nicht gewährleistet. Wie angesichts steigender Arbeitslosigkeit und dadurch anwachsender Defizite eine solche Strategie aussehen könne, sei auch für ihn schwer vorstellbar. Platt erwartet, dass die EU im Falle eines Euro-Austritts Griechenlands dennoch Eurobonds einführen werde – schon allein, um einen massiven Bank-Run in Spanien und Italien zu stoppen.

Kommentare

Dieser Artikel hat 72 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Rico Coracao sagt:

    Das wäre das Schönste .. man kann diesen Traum nicht beschreiben..
    Wer, wie ich in den 90ern aufgewachsen ist, der weiss, was eine starke Währung ist:
    Man konnte selbst als Auszubildener Auto fahren, jeden Tag in die Pizzeria, Ziggis, einen Kaffee oder ein Bierchen mit den Mädels trinken gehen, 3mal in der Woche in den Club/Disco.. dazu noch kiffen (: und das täglich.. mit 20 DM , das sind heute 10 Gammel-EURO… was kann man mit 10 Euro machen? Tabak zum selberdrehen+Filter+Blättchen und mit dem Rest-5er kann man im Supermarkt ein paar Angebote suchen gehen… nix Disco, nix Bierchen, nix Pizzeria, nix kiffen, nix Sprit, Mädels kann man zuhause auf einen 1,99er Rotwein einladen und hoffen..sie sind bescheiden und dann besoffen genug 🙂 so sieht`s aus… der EURO war ein Betrug am Volk, eine Enteignung um ca 50-60%.
    Leider fehlen die mutigen Politiker, die jetzt vorhanden sein müssten (es müsste in der Regierung eine Gruppe sein) und die sagen: „SCHLUSS – AUS – VORBEI ..wir tun dem Volk dieses nicht mehr an, es war ein grosser Fehler und es ist vorbei..“ Aber wenn ich schon diesen Schäuble sehe, Karlspreisträger.. was für ein lächerlicher Preis muss es sein, an eine Person, die einen Koffer voller Geld „vergessen“ hat.. an alle ehemaligen Karlspreisträger, außer Juncker natürlich… gebt ihn aus Protest zurück, dieser Preis ist wertlos, eher ein Makel

    • Mieljö sagt:

      Rico , Spaß muß sein!
      Warum klagen Sie ? Nur noch 1,99 Euro ? Unglaublich ! Da brauchen
      Sie doch überhaupt keine „starke“ = potente Währung.
      Dazu noch Angebots-Bier für unter 10 DM (knapp 5 Euro ) das gabs
      zu meiner Zeit nicht.
      Man sieht : Wir haben in Teilbereichen der Wirtschaft eher Deflation
      ( nicht zu verwechseln mit „Defloration“ )
      Der Volkswirt müßte erstaunt feststellen : Die Preiselastizitäten haben
      sich adäquat zur veränderten Sexualmoral auch geändert .
      Zu meiner Zeit lief das noch unter „ceteris paribus“ , modern aus –
      gedrückt , wie zu Kaisers Zeiten anno tüt.
      Also klagen Sie nicht! Immerhin können Sie ja auch versuchen,
      auf Bier umzustellen.

      • grandma sagt:

        Mit solchen Leuten wie Ihnen, wird der Umbruch gelingen.. Daumen hoch..

        Pfui Teufel..

        Auf solche Leutchen hoffen unsere Eliten..

        • Mieljö sagt:

          Sperren Sie doch die Augen auf!
          Ich hatte geschrieben : “ Rico, Spaß muß sein :“
          Wenn Sie dieses Motto nicht verstehen, sollten Sie besser
          bescheiden ! schweigen , statt unsinnig “ Pfui Teufel “ ,
          „Leutchen “ und “ Eliten“ in einen Topf zu schmeißen.
          Soll “ der Umbruch “ – Ihrer , meiner oder irgendein anderer ?
          gelingen , verzichtet man besser auf geistige Wegbereiter wie
          Sie. SIE SCHADEN NUR !

      • Hardy Hetschfong sagt:

        @Mieljö, und Sie machen bitte schnellstmöglich Ihren Sargdeckel wieder zu, mit Kriegskindern kann man in der Gegenwart eh nichts reißen, dass merkt man alleine schon an Ihren „kaiserlichen“ Ausführungen, anno dunnemals….

    • Korsar sagt:

      So ist es Rico C., was ging es uns allen gut. Und auch im Ausland, habe ich das Aufblühen mit erlebt. Die vielen „Gastarbeiter“, die hier Geld verdienten, kauften sich Häuser und vermieteten Appartements. Damals eine gute Anlage, aber die mit vollem Vorsatz zur Verarmung gebrachten Deutschen, die können sich das nicht mehr leisten.

      Ganz Europa lief erheblich besser. Aber, die EUROKRATEN und die EU- Kommissare haben sich Europa als Opfer ausgesucht. Ihre cWichtigkeiten, wie Schulz, der in Deutschland keine Armut sieht, aber in Griechenland, haben sich ihre Wichtigkeit, teuer erkauft.

      Hallo Herr Kommissar, hier etwas zu lesen für Sie:

      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-brueckner/deutscher-energiewahnsinn-armut-kommt-jetzt-aus-der-steckdo

  2. T.Euro sagt:

    Zurück zur alten EWG. Die EU Außengrenzen dicht machen. Jedem EU Land seine eigene Währung. Keine Hilfe für „Notleidende Banken“. Alle Preise und Löhne auf den Stand von 1995.

    • Franz sagt:

      EWG = Einer Wird Gewinnen. Wer Wird das sein?

      Ich werd’s wahrscheinlich leider nicht sein

      • Mieljö sagt:

        An Redaktion :
        Dieser Kommentar stammt nicht von mir. Löschen Sie ihn bitte ,
        oder legitimieren Sie ihn korrekt im Hinblick auf die Urheberschaft!
        Ich mochte mir weder Inhalt noch falsche Grammatik zuschieben
        lassen

        • redakteur sagt:

          Unter Ihrem Namen haben wir nur welche mit derselben EMail. Bitte sagen Sie genau welchen wir löschen sollen. Die Redaktion

          • Mieljö sagt:

            Der mir untergeschobene Kommentar bezog sich auf
            “ T. EURO “ , stand bis zu meinem Protest unterhalb von
            „Franz“ und drückte meine – wohl Verkalkung suggerieren sollende –
            angebliche Präferenz („Lieblingssendung“ !!! ) für Kuhlenkampf`s
            Sendung EWG aus den 80-ern aus – mit zwei Deklinationsfehlern in
            2 oder 3 Sätzen. – Ja, der „Mittel“ -Stand !
            Die Löschung ist schon gestern – kommentarlos ! erfolgt .
            Ich frage mich allerdings : Wer war`s ?
            Offensichtlich ist es nicht ungefährlich , sich hier zu äußern.

          • redakteur sagt:

            Der Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht – wie auf Wunsch von Ihnen angeregt.
            Es ist nicht gefährlich, sich hier zu äußern.

            Die Redaktion

  3. DM das Beste sagt:

    Deutschland kann den Euro nicht retten, sollte zurück zur DM, dass sei jedoch politisch nicht durchsetzbar, sagt Michael Platt. Dann wird es eben juristisch durchgesetzt – die „600“ in Berlin können dann hingehen wo der Pfeffer wächst, sich in den Ländern niederlassen bei denen sie auf dem pay-cheque stehen oder sich auch juristisch ihrer Verantwortung stellen. „Zum Wohl des deutschen Volkes…“ – da lachen ja die Hühner.

  4. popper sagt:

    Der Mann heißt nicht nur „Platt“ Auch sein Vorschlag, Deutschland solle zurück zur DM, ist platt wie eine Pfütze und volkswirtschaftlich schlichter Schwachsinn.

    • FDominicus sagt:

      Da ich das für keine schlechte Idee halte wäre es doch „nett“ zu wissen was daran so „schwachsinnig“ wäre. Schwachsinnig scheint es mir zu sein, so weiter machen zu wollen wie bisher. Aber vielleicht haben Sie ja die Silberkugel gefunden?

      Mein Lösung liegt auf dem Tisch. Weg mit den Zentralbanken und weg mit dem Papierscheinzahlungssytem was euphemistisch Geld genannt wird.

    • Mrs Omelly sagt:

      „volkswirtschaftlich schlichter Schwachsinn“ Tatsächlich !

      Na dann will ich mal versuchen Ihre eingeschränkte Sichtweise ein wenig zu erweitern !

      Kein Bauer, der seine Ackergäule zur Arbeit bewegen will, würde sich ein paar Zirkusponnys mit in sein Gespann nehmen. Nichts anderes ist die EU mit ihren Unterschiedlichen Volkswirtschaften.

      Mit dem Euro wurde ein globales Finanzsystem installiert das mit künstlicher Wertschöpfung und mit ausbeuterischer Zinswirtschaft arbeitet und das alle Nationen der Erde in die Verschuldung getrieben hat.
      Ganze Volkswirtschaften werden dem Ruin zu geführt während die Politik hingegen wirkt, wie in Schockstarre verfallen und alles dafür tut, den Schein der Kontinuität aufrecht zu erhalten.

      Wagen Sie doch mal den Blick über den eigenen Tellerrand, guter Mann.
      Vielleicht erkennen Sie dann, wie absurd es gerade zu ist, dieses bröckelnde Konstrukt wie den Euro, noch mit milliardenschweren Hilfspaketen am Leben zu halten obwohl er uns weder ökologisch, ökonomisch noch gesellschaftlich ein besseres Dasein ermöglicht.

      Mrs Omelly

      • Schievelbein sagt:

        es sind nicht nur die zirkuspferdchen in seinem gespann, der (die) auf dem bock sitzen, ist ein zirkusdirektor(in) und alle gaffen und staunen, wie sau, die vor dem ponny rennt, durch die arena getrieben wird.
        brot und spiele und was zum rauchen, ein wenig religion und schon wird das wahlvolk bei der stange gehalten. was uns nicht genommen werden kann, ist der schaukelstuhl, die sonne und das bier. übrigens, wir lassen hier wieder die „volkssolidarität“ aufleben – und das ist gut so!

      • Korsar sagt:

        Unterschiedlichen Volkswirtschaften. Ja, aber so gut wie ohne Wettbewerb. In alles reguliert Brüssel hinein. Eine wahnsinnige Marktverzerrung.

        • klimperkasten sagt:

          @popper
          Was soll daran schwachsinnig sein? Erklären Sie mal.
          Ihr Nickname läßt mich darauf schließen, dass wir einem ähnlichen Geburten-Jahrgang entspringen. Popper fanden „wir“ damals einfach nur schrecklich 😉

  5. Sophokles sagt:

    Wie lange soll denn dieses Spielchen mit dem (T)EURO noch weitergehen? Den meisten Menschen, außer den Politikern und Bankstern ist mittlerweile sonnenklar, dass diese Missgeburt von Einheitswährung nicht überleben kann und darf! An diesem Szenario zeigt sich mal wieder sehr deutlich, was von Politikern zu halten ist. Keine Zielvorstellung, kein Durchsetzungsvermögen, kein Rückgrat und vor allem kein Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein gegenüber den betroffenen Menschen.

    Es nutzt nichts, solange zu warten, bis der Karren endgültig festgefahren ist und alle Beteiligten in dieser armseligen Komödie bankrott gegangen sind. Jetzt müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden und vor allem Tabularasa. Weg mit dem Euro und Schuldenerlass für alle notleidenden Staaten. Danach Bankenreform und Einführung eines wohl durchdachten neuen Währungssystems unter Berücksichtigung der volkswirtschaftlichen Leistungsbereitschaft der einzelnen Staaten in Europa.

  6. ivan sagt:

    Das ist in Deutschland polit. schon durchsetzbar,jedoch nicht in der BRD.

  7. nicht sicher sagt:

    experte hier – experte da – bla bla – bla bla

    solange wir ein zins und zinseszinsbasierendes giralgeldsystem haben wird NICHTS besser

    wer will kann darauf wetten – ist quasi eine „bank“

    wer es noch immer nicht verstanden schaut im internet nach

    Was sind die tieferen Ursachen der Finanzkrise?
    http://www.berndsenf.de

    oder etwas leichter verdaubar -> Fabian – Gib mir die Welt plus 5 Prozent
    http://video.google.com/videoplay?docid=-2537804408218048195
    .
    bzw. fast schon lustig -> Wie funktioniert Geld?
    Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
    Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA
    Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk

    • Moon sagt:

      Richtig!

      Und ohne Kenntnisse dieser Zusammenhänge ist jede Schuldzuweisung nur Symptomklauberei. Die bösen Kapitalisten; nein die Sozen waren´s; ach hör auf, die Rechten sind an allem Schuld; oder gern auch CDUSPDFDPGRÜNELINKE; EU-Politiker; deutsche Politiker…
      völlig egal!

      Wer das Geldsystem nicht versteht, braucht keine Schuldzuweisungen vornehmen, weil er damit IMMER den falschen trifft. Mal ganz davon abgesehen, dass „Schuldige“ suchen immer zu struktureller Gewalt führt und somit abzulehnen ist.

      It´s the monetary system, stupid! (not the people!)

      • Dagmar sagt:

        Das ist sicherlich richtig, aber wenn nicht alle Welt ständig deutlich auf Pump gelebt hätte, gäbe es vielleicht kleinere Kredite, die man irgend wie stemmen kann. Wenn ich als Privatmensch ein Haus oder ein Auto finanziere, muss ich mich für die Zinszahlungen halt anderweitig einschränken. In einem kleinen Rahmen ist das durch aus zu schultern.

        • Sachse sagt:

          Hallo Dagmar,

          wie gesagt, so lange man das Geldsystem nicht verstanden hat, sollte man mit Äußerungen zu diesen Vorgängen vorsichtig sein.

          In einem Schuldgeldsystem kann man nur auf „Pump“ leben. Jeder. Auch wenn er privat nicht verschuldet ist. Aber jeder steht als Steuerzahler für Staatschulden gerade. Jeder bezahlt in Produktpreisen die Kosten für das Erstellen dieses. Darin enthalten sind die Zinsen für die Unternehmensschulden. Wirtschaften muß vorfinaziert werden.

          Es gibt kein „Geld“ in landläufigen Sinne. Es gibt Schuldkontrakte -zwischen uns Unbekannten- die die Meisten als Geld bezeichen.
          Banken schöpfen diesen Kredit.
          Das ist eine Option auf Zentralbankgeld, also das gesetzl. Zahlungsmittel. Sie haben auch kein Geld auf dem Konto, sondern Guthaben. Sie haben einen Anspruch an die Bank in Form von ZBG. Hier Euro. Wenn Sie Bargeld ziehen, dann wandelt die Bank ihr Guthaben/Buchgeld in ZBG um.

          Wir haben keine Eurokrise. Jedes Schuldgeldsystem kommt auch auf Grund des Zinseszinseffektes an diesen Punkt. Ob Euro, Dollar, Yen-egal.

          Schon mal aufgefallen, dass keiner auf den Dollar zeigt? Da sieht es noch drüber aus, also mit der Wirtschaft in Amiland. Eine Währung spiegelt auch die Stärke der Wirtsctaft wieder. Es geht eigentlich nicht um den EURO. Es geht um den Dollar.

          Endphase eines Zinseszinszykluses eben. Völlig normaler Vorgang. Die westl. Welt steht vorm Game over. Ob das gut oder schlecht ist, oder sein muß, oder auch anders geht, das ist eine völlig andere Frage. Das ist eben Monopoly in real und endet wenn einer alles hat und der Rest pleite ist. It All goes Back in the Box!

          Der ESM verlängert das Spiel, ohne größere Probleme für den Normalbürger.

          Rückkehr zur eigenen Währung? Bitte, warum nicht. Könnte aber schon zu einer drastischen Erhöhung der Arbeitslosigkeit führen.

          Ich komm mit beidem klar. Denen da oben ist das egal. Die gewinnen immer. Wenn die Bevölkerung massiv auf die Straße geht, dann gibts auch die DM wieder. Dann soll aber keiner Jammern.

          Ist wie 89. Erst durften wir die Mauer einreisen, weil der Kapitalismus weiter leben mußte, weil der nur funktioniert, wenn es neue Nachschuldner gibt, die auf Schulden konsumieren. (Die soz. Diktatur hat noch schlechter funkioniert. Ob die Diktatur des Kapitals besser ist?) Dann wollte die Mehrheit plötzlich die DM und dann waren die meisten in blühenden Landschaft arbeitslos. Aber wir waren die Helden. Ohne Arbeit zwar. Der Held konnte aber nicht meckern, weil er hat es ja so gewollt.

          Ich hab das hier schon mal versucht zu erläutern im Hinblick auf makroökonomische Zusammenhänge. Naja …..es ist mir nicht gelungen. Geht aber auch nicht in dieser Form . Sollte halt jeder selbst im Netz recherchieren.

          VG

          • klimperkasten sagt:

            Ich kann die Diskussion um die Infragestellung des sog. „Geldsystems“ nicht mehr hören. An Geld ist per se nichts schlecht, aber ein globalisiertes, enthemmtes, dereguliertes, privates Investmentbanking, welches zur Zockerbude auf Kosten des Steuerzahlers und Sparers verkommen ist und Staaten in unüberwindbare Abhängigkeiten stürzt, ist der Ruin.

          • peekay sagt:

            @klimperkasten: es ist aber gerade der Zins, der eben zu diesen desaströsen Zockereien der Banken führt. Und auch zu immer grösser werdenden Staatsschulden und damit zu einer unheiligen Macht des Kapitals über fast alle Länder der Erde. Also das >verzinste< Geldsystem gehört abgeschafft.

  8. E.H. sagt:

    Wo sind die sogenannten „Euro-Väter“, die sich noch bis vor zwei Jahren so gerne vor den TV-Kameras und Diktiergeräten der Printpresse gerühmt haben? Etwa Theo Waigel?

    Ein Welt-Artikel vom 16. März 1998 entlarvt Theo Waigel als Brückenbauer für Athen: „Waigel begrüßt Aufnahme der griechischen Drachme in das Europäische Währungssystem“ Darin würdigt er diesen Schritt als klares Bekenntnis Athens zu einer konsequenten Stabilitätspolitik.

    Diese Aussagen stehen im krassen Widerspruch zu jüngsten Behauptungen Waigels, er habe die Aufnahme Griechenlands in den EWS – die direkte Vorstufe EMU – kategorisch abgelehnt.

    • Grottenlurch sagt:

      Die lügen es sich doch zurecht, wie sie es gerade brauchen. Sie können es natürlich auch, weil es niemals Konsequenzen für sie hat! Das Gute daran ist, das Internet vergisst nicht! Den Doof-Bürger interessiert es jedoch leider nicht, er wird immer wieder diese Parteien wählen. Er hält tatsächlich jene für seriös, die es nie waren, nicht sind und niemals sein werden!

  9. louis-portugal sagt:

    Einverstanden.
    Mit die SPD wird ess noch schlimmer denn Steinbrück findet dat Deutschland seit 1945 eine extra Veranwortung hat.und soll dafür bezahlen bleiben.
    Wenn die ESM kommt fällt der EURO ein Par Jahr später aber umkiepen geht er.
    Nur wie später desto grösser wird das LOch sein.

    • Wolfgang sagt:

      verdade, Louis. Esse tal Steinbrück, vai acelerar a caida da Europa. Bobo demais, vai dar tudo que o trabalhador alemão criou de graça aos vagabundos em Portugal, Espanha/Italia/Grecia/França. Ironia da historia: o partido dos trabalhadores rouba dos trabalhadores mais do que os capitalistas e conservadores. O trabalhador acordará tarde demais. Abraço

  10. so-ist-es sagt:

    >> Platt hält diese Lösung jedoch für politisch nicht durchsetzbar. <<

    da hat er vollkommen recht,
    denn ideologie frisst hirn – soweit noch vorhanden.

    • Wutbürger sagt:

      Dann drückt eben der Mr. Market diese Lösung durch. Wer den Ostblock und China „geschafft“ hat, für den wäre dies eine eher kleine Nummer.