Windkraftwerk produziert Wasser und Strom

Ein französisches Unternehmen hat eine Windkraftanlage entwickelt, die neben Strom auch Wasser produziert. Dazu nutzt sie die Luftfeuchtigkeit. Nach mehrjährigen Tests könnte die vielseitige Turbine nun in besonders trockenen Ländern zur Versorgung eingesetzt werden.

Die Windkraftanlage WMS1000 zielt darauf ab, die Feuchtigkeit aus der Luft zurückzugewinnen, um entlegene Regionen mit Trinkwasser zu versorgen. Zu diesem Zweck ist die WMS1000 mit einem zusätzlichen Feuchtigkeitskondensator ausgestattet. Dieser Kondensator hat eine Austauschfläche von insgesamt 5km².

Er besteht aus Edelstahl, wodurch das Korrosionsrisiko verringert und die Nutzung so über mehrere Jahrzehnte möglich ist. Das aus der Luft gewonnene Wasser wird über ein Aufbereitungssystem (5-Etappen) weitergeleitet. Die WMS1000 hat nur geringe Auswirkungen auf die Umwelt, da sie keine externe Energiequelle benötigt und weder Grund- noch Oberflächenwasser verunreinigt.

Sie kann bei 24°C und bei einer Luftfeuchtigkeit von 45% bis zu 62 Liter Wasser pro Stunde produzieren. Am Ende sei ″die Qualität sogar noch besser, als von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschrieben″, so das Unternehmen.
Nach einer zweijährigen Testphase in Südfrankreich wird die WMS1000 seit November 2011 unter extremeren Wetterbedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten getestet. Sollten die Tests erfolgreich sein, wird die Anlage spätestens im Juni 2012 endgültig installiert.

Kommentare

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  1. hartwig sagt:

    Diese Maschine – falls sie wirklich so funktioniert – ist das Ei des Kolumbus für trockene, unterentwickelte Gebiete.
    Ich kann nur hoffen, dass bei großserie auch der Preis für Entwicklungsländer akzeptabel ist.