Euro-Gruppe: Euroländer müssen Notfallpläne für Griechen-Austritt vorbereiten

Jedes Land der Eurozone soll nun einen individuellen Notfallplan für den Austritt Griechenlands aus dem Euro erarbeiten, um die Folgen eines solchen Ausstiegs zu ermitteln, bestätigten Beamte der Eurozone.

Am Montag, nach einer einstündigen Telefonkonferenz der Eurogruppe „Eurozone Working Group“ (EWG), die die Treffen der Finanzminister vorbereitet und auch den Vorstand des EFSF bildet, haben sich die Beamten der Eurozone darauf geeinigt, dass jedes Euro-Land einen individuellen Notfallplan für den Fall, dass Griechenland aus der gemeinsamen Währung ausscheidet, erarbeiten soll. Dies berichtet Reuters mit Verweis auf zwei Beamte der Eurozone.

Darüber hinaus hat Reuters auch eine Notiz eines Mitgliedsstaates gesehen, die den Ländern aufzeigt, was sie bei der Aufstellung ihres Notfallplanes beachten sollten. Das Dokument erläutert auch die potenziellen Kosten für die einzelnen Mitgliedsstaaten, die bei einem Austritt Griechenlands entstehen würden. Zudem verweist das Papier darauf, dass eine „einvernehmliche Scheidung“ angestrebt werden sollte. Und wenn Griechenland dies tatsächlich wolle, sollten EU und IWF das Land dabei unterstützen.

Bis zu diesem Zeitpunkt, so einer der Beamten, wurde „aus Angst vor Lecks“ nichts dergleichen auf der Ebene der Eurozone vorbereitet.

Kommentare

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  1. G.N. sagt:

    Für Deutschland braucht kein Plan erarbeitet zu werden, weil die Lösung ja schon klar und altenativlos im Raum steht.
    Deutschland übernimmt die Schulden Griechenlands!

  2. jay twelve sagt:

    Auf eines konnte sich Menschen immer verlassen, nämlich, dass es im Universum absolut kein Problem geben kann, für dem ein Vielzahl an Lösungen zu Auswahl stehen.
    Allerdings, nur ein sehr enges Toleranzfeld gewehrleistet eine Dauerlösung, das jedoch noch nie in der Geschichte des Patriarchats, nicht mal als Denkmodell gewagt worden ist.
    Das liegt im wesentlichen daran, dass der Patriarchat auf die Pyramidenförmige Machtstrukturen aufgebaut ist und unter anderen denkbaren Konstrukten gar nicht existieren kann.

    In der Endphase des Patriarchats, hat man die Rettung daran gesehen, dass man ein Vielzahl von Pyramiden unterschiedlichen Größe und Verfallzustand, in eine Gesamt-Pyramide NWO gestalten muss, die durch intensive Fusionierung, Globalisierung und Privatisierung, mit Narrenfreien Regelwerk, die Schrottreifen Klein-Pyramiden als Basis benutzt, damit die größeren Pyramiden hoch hinaus Platz finden.

    Man ist so verblendet-besessen von der ultimative GIGA Pyramide der absolute Macht, dass man es um jeden Preis, in Erkenntnis des unvermeidlichen Kollaps, sich in der Illusion wiegt, die Basis wird zwar in Treibsand versinken, aber wir da oben werden noch eine Weile überstehen.

    Die „Macher“ haben den wesentlichen Irrtum noch nicht erkannt.
    Der Verwesungzustand der großen Pyramiden wiegt unvergleichbar mehr, als der Vielzahl der kleinere Basis-Pyramiden, die Kopfüber im Treibsand stecken, jemals hinhalten können.

    Daher die panische Angst mit der Rettung Griechenland, die genau in der senkrechte Achse der NWO GIGA -Pyramide, mit der Spitze zum Treibsand positioniert ist.

    Bei eine 3 x 60° Pyramide = 30° Rutschwinkel, lastet auf der Achse der Basis Pyramidchen Griechenland genau 66,666…% (der Freimauer Zahl) der Gesamtlast der Schulden alle Abendländer Staaten.

    Alle, inklusive der Griechen, haften an der Illusion, die Griechen könnten sich durch Tieftauchen durch den flüssigen Treibsand, außerhalb des Druckbereichs retten, übersehen aber das Loch, in dem gleich die Spanien, Portugal, Irland, England usw. Zwangsweise versinken werden.

    Die BRD GmbH steht zwar auf der breite Basis, flankiert von Frankreich und Skandinavier, die mit Spitze nach unten, die Breite Basis für die Gipfel Pyramide der USA Halt bieten, gibt es für sie kein Entkommen.
    Wenn sie sich mit Frankreich oder Skandinavier seitlich verdrücken, stürzt die USA gleich auf die Fluchtseite der Abtrünnigen.

    Das Untertauchen der Griechenland ist unter derzeit „Geglaubte Realität“ absolut unvermeidbar, der Kollaps der GIGA NWO Pyramide ebenfalls, egal wie sich die Gipfelhocker entscheiden.

    Ich wäre kein geniale Konstrukteur, wenn ich keine solide Lösung für irgend ein rein technisches Problem nicht im Petto hätte.

    Die „Geglaubte Realität“ des Patriarchats, aus der sich die 66.6…% der Gesamtlasten, die auf Griechenland auswirken, sind bloß „Geglaubte Lasten“, die eindeutig ein Fantasieproduckt der Finanzindustrie der Seifenschaum-Kreditwirtschaft insgesamt darstellen.
    So lange man der Seifenschau als Realität Glauben schenkt, ist der Treibsand, auf dem die NWO Pyramide steht, Knallharte Realität.

    Hat man aber die Mut erbracht, sich der Konsequenzen annähernd klar zu werden, im Klartext bereit ist, die Seifen-Kreditwirtschaft der „Finanzindustrie“ als nacktes Wahnsinn zu erkennen, dann stehen den Entscheider ein Unzahl von Übergangslösungen zur Hand.
    Einer davon wäre z. B. , die sofortige „Stundung“ auf unbestimmte Zeit alle Zinszahlungen der Seifenblasen-Kredite.
    Die Entwässerung der feucht-brüchigen Pyramiden konsequent abwarten, dann das Konstrukt Flächendeckend verteilen, damit jede einzelne Pyramide für sich entscheidet, wie hoch dürfen die Machtstrukturen sein, damit man die Gewissheit hat, auf dem Treibsand bestehen zu können.

    Hierbei muss man sich folgenden Tatsachen bewusst werden:

    1) Die Religion entführt in die „Geglaubte Realität“.
    2) Die Finanzindustrie kann wegen Zinseszins „Exponentialrechnung“ in der „Geglaubte Realität“ nur kurze Zeit existieren.
    3) Jeder Art von Industriewirtschaft ist wegen Rohstoff-Limit und Abfall-Müllhalden auf Treibsand gebaut.
    4) Jeder müde Cent, das man für das Militär und die Geheimdienste verschwendet, generiert auf 4te Potenz die Schaden, die ganze Generationen in die Schaum-Kreditwirtschaft= Verelendung-Versklavung auf Raten gnadenlos treibt.

    Dagegen:
    1) Handwerk, Kunst und Handel durch „Warentausch“, bei der Verwendung von weitestgehende „Erneuerbaren Rohstoffen und Energieerzeuger“, kann ewig reibungslos betrieben werden.
    2) Die Religion kann man in der Übergangsphase, als eine reine „Privat Angelegenheit“ gelten lassen, aber die „Institution Kirche“, als dem „Vom Gott bestellten Moral-Trendgeber“, muss man sich definitiv Stufenweise befreien.
    3) Die höchst unantastbare Werte der Menschheit, waren immer die Werte, die man für kein Geld der Welt kaufen konnte. Das sind die „Liebe zu Schöpfung und die schöpferische Kraft“.
    4) Ohne die Würdevolle Anstand im Umgang miteinander, kann keine Vertrauensvolle Tugend gedeihen. Wer sich selbst vertraut, kann auch seinen Mitmenschen die Vertrauenswürdigkeit unterstellen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein einziger NWO-EU.Zone-Fanatiker, von Luziferaner zum Humanianer verwandelt, ist verschwindend klein.

  3. FDominicus sagt:

    Wenn eine Bank Griechenlandanleihen gezeichnet hat, dann soll Sie bitte auch für die Verlust daraus selber einstehen und nicht an den Geldbeutel der Steuerzahler gehen.

    Und es brauchte keine Notfallplan wenn man einfach kein Geld mehr überweist. Fast alle Schulden liegen doch jetzt sowieso schon bei anderen Staaten. Ausgenommen wurden doch speziell die privaten Gläubiger. Wer von diesen wollte denn nun neue Anleihen von den Griechen zeichnen.

    Soll Griechenland doch bleiben oder gehen, das ist doch egal. Und ob Sie den Euro behalten wollen (was ich Ihnen sehr empfehlen würde) oder nicht sollen Sie auch selber entscheiden.

    Das Geld ist nun mal weg und es kommt nicht wieder wenn man noch mehr Geld hinterherwirft.

  4. Grauber sagt:

    “ …hat Reuters auch eine Notiz eines Mitgliedsstaates gesehen… “

    REUTERS filtert Nachrichten, verbreitet gezielte ( zweckgerichtete ) Informationen.

    Von der Propaganda-Maschine der UDSSR ( dt.: Isvestia, Pravda ) sagte man:

    „In der Wahrheit stehen keine Nachrichten und in den Nachrichten steht keine Wahrheit „.

    • Andreas Z sagt:

      …. völlig klar, die aktuell verbreiteteten Nachrichten sollen die Wahlen in Griechenland beeinflussen (Drohpotential). Im Grunde ist das Ausscheiden aus dem EURO zwar keine Drohung, sondern eine Chance für Griechenland, allerdings soll das Gegenteil bei den Wählern in Griechenland ankommen.

  5. Richard sagt:

    Kann mir nicht vorstellen, dass dies für den Euro eine „Not“ darstellt, die einen „Notfallplan“ erfordert.

    Durch einen Austritt würde ein wirtschaftlich schwaches Land nicht mehr den Eurokurs belasten. Dieser müßte sich demnach also theoretisch aufwerten. Andererseits wird dieser Umstand vermutlich durch die desolate Wirtschaftslage Spanien und Portugals kompensiert. Die realen Effekte werden sich da wohl im Rahmen halten.

    Was mir eher Sorgen macht sind die Wirtschaftszahlen der im Euro verbleibenden Eu-Länder. Miserable Wirtschaftspolitik mit destruktiver Wirkung – halt Neoliberalismus. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.

    • FDominicus sagt:

      Miserable Wirtschaftspolitik, da haben Sie recht.
      Neoliberalismus, da haben Sie unrecht

      Es ist Staatsdirigismus und nicht Neoliberalismus, der den Schlamassel so aufgebläht hat. In allen Staaten wird alles und jeder von eben diesen kontrolliert und reguliert und wer sich besonders gut mit dem Staat stellt bekommt halt das Zuckerli. Ist es so hart sich da einzugestehen?

      • Richard sagt:

        Vergleicht man das teilprotektionierte Europa der 60er und 70er, mit Vollbeschäftigung, Aufschwung, Sozialstaat, in der BRD Null-Staatsverschuldung mit dem Umstieg in der Wirtschaftspolitik in den 80ern hin zum Neoliberalismus, eigentlich ungebremster Kapitalismus, so ist eine drastische Verschlechterung der Staatsfinanzen, der Arbeitsmarktslage und der Lebensverhältnisse zu beobachten.

        Diese Negativentwicklung fing dann mit der Marktöffnung bzw. EU-Osterweiterung und dem Hartz-Konzept an zu gallopieren. Man erinnere sich noch an die Proklamationen Westerwelles, D bräuchte einen „flexiblen Arbeitsmarkt“, Leiharbeit und die Märkte würden die Verhältnisse selbst gesunden.

        Tja, und jetzt sitzt die Bevölkerung in Armut, Renten sind weg, Krankenversicherung wird zusammengestrichen, Sozialstaat abgebaut, Kinderarmut bricht aus. All das wäre in den 70ern noch völlig undenkbar gewesen.

        Die Korelation zwischen Neoliberalismus und massivster Verschlechterung der Verhältnisse scheint mir da überdeutlich. Es ist das, was es immer war – gesellschaftszerstörender Kapitalismus.

      • dogbert sagt:

        Exakt, die Staatsquote ist überall viel zu hoch! Auch wenn „konservativ“ drauf steht, war die Politik eher sozialistisch – auch in GR. Das ist ja die Affenschande, sollte aber klar adressiert werden.

  6. armer Mann sagt:

    Sollte es nicht nur ein Druckmittel sein, die Wahlen in Griechenland mit zu beeinflussen. Warten wir mal ab. Wenn das Ergebnis nach den Wahlen in Grichenland passt, wird man von Euroausstieg nichts mehr hören.

  7. Autofokus sagt:

    Besser wäre, wenn jedes Land der Eurozone für sich selbst einen Notfallplan vorbereiten und danach alle koordiniert austreten würde. Es gibt nichts mehr zu retten, es gibt nur noch die Erlösung aus diesem Schlamassel EU/ro und der Diktatur, UND ZWAR JETZT !

    Schickt die Eurokraten ins Elend, genau so wie sie Euch ins Elend getrieben haben und noch mehr treiben wollen (ESM) !

  8. Zenzi Kohlmorgen sagt:

    Wenn ich das richtig verstehe kann Griechenland aus dem Euro aber daführ müssen die anderen mitgliedstaaten einen plan haben wie wir alle führ die Kosten haften werden.
    Jetz läst die EU also wirklich die Sau ‚raus-den ganzen sch…. den Goldman/Suks
    verursacht haben muss nun durch die mitgliedstaaten bezahlt werden.Die ganzen millionen die die Banken inzwischen erhalten haben sind nicht genug,das war natürlich klar,und jetzt werden also alle zahlungskräftigen Länder zur Kasse gebeten.Das sind also Deutschland,die Niederlande,in Spanien ist wohl kaum noch was zu holen,Italien auch nicht,bleibt-vieleicht-Frankreich,und dan nog den ESM obendrauf-spätestes jetzt
    müssten doch die Bürger aller Euro staaten endlich sagen bis hierhin und nicht weiter.
    Wie beim Fall der Mauer-jeder Bürger auf die strasse!Zu naiv?Es war schon einmal wirksam!Das die genau einberechnet war ist klar.Wenn was schiefgeht…wir sind ja schliesslich zur haftungsgesellschaft degradiert worden.Bürger -lasst eure abgeordneten in einer email flut von protest ertrinken!

  9. Skydiver sagt:

    Eine „einvernehmliche Scheidung“ ist natürlich weniger problematisch als eine nicht einvernehmliche. Einvernehmlich wird die Sache meist dadurch, dass die Unterhaltsfrage möglichst grosszügig geklärt wird. Das wird für die Deutschen noch sehr teuer werden.