Angst vor Bank-Run: EU will Sparguthaben sichern

Die EU will auf Mario Montis Vorschlag hin eine Garantie für die Spareinlagen europaweit aussprechen. Damit soll eine Kapitalflucht bei einem Austritt Griechenlands verhindert werden.

Der italienische Premier, Mario Monti, ging mit der Idee eines europäischen Einlagensicherungsfonds bereits zum G8-Gipfel – nun wurde es auch zu einem Thema beim informellen EU-Gipfel in Brüssel, bei dem der neue französische Präsident Francois Hollande seinen ersten wichtigen Europa-Aufritt hatte. Und die Sorge Mario Montis hat handfeste Gründe: Vergangenen Donnerstag hoben Südeuropäer an nur einem Tag 1,8 Milliarden Euro von ihren Konten ab.

Angesichts des maroden spanischen Bankensektors und des immer offenbar bevorstehenden Austritt Griechenlands aus dem Euro nimmt die Unsicherheit der Menschen zu. Es wird befürchtet, dass spätestens, wenn Griechenland den Euro verlässt, ein regelrechter Bank-Run das komplette europäische Bankensystem lahmlegen könnte. Mit den Einlagensicherungsfonds will man der Bevölkerung garantieren, dass ihre Spareinlagen abgesichert sind.

So zeigte sich Mittwochabend beim Thema Einlagensicherungsfonds sogar Einstimmigkeit – und das war beim Treffen der Regierungschefs am Mittwoch nun wirklich nicht oft der Fall. Alle 17 Mitglieder der Eurozone stützten die Idee Mario Montis.

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