Spanien: Regierung muss weitere Milliarden in Bankia pumpen

Die Kosten für die Verstaatlichung der Bankia wird für die spanische Regierung immer teurer. Ursprünglich ging sie davon aus, dass die angeschlagene spanische Bank rund neun Milliarden Euro benötigen wird. Doch Insider-Informationen rechnen mit 15 Milliarden Euro.

Das verstaatlichte Finanzinstitut Bankia wird immer mehr zur Herausforderung für die spanische Regierung, daran kann auch Goldman Sachs mit seiner Durchleuchtung der Bank nichts ändern (hier). Am Mittwoch noch hatte die Regierung um Mariano Rajoy den Finanzbedarf der Bank auf rund neun Milliarden Euro geschätzt. Ein Finanzinsider sagte Reuters jedoch, dass das Finanzinstitut bei der Vorlage eines Restrukturierungsplans am Freitag nach 15 Milliarden Euro fragen wird.

Das stellt die spanische Regierung vor noch größere Herausforderungen, denn Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte versichert, dass man den Bedarf der fusionierten Großbank vollständig decken werde. Weder die Regierung, noch Bankia wollten sich jedoch zu diesen Informationen äußern.

Kommentare

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  1. pensionskonto.de sagt:

    Die Schieflage der Bankia sind nicht exzessive Derivate Zockerei, sondern das Ergebnis des Zusammenbruchs des einstigen Immobilienbooms, also geht es im wesentlichen um Immobilienhypotheken, die nicht mehr bedient werden. Anstatt herzugehen und die Ojekte öffentlich und europaweit zu versteigern, ist es viel einfacher herumzujammern und um staatliche Hilfe zu betteln. Das Geld kommt ja bestimmt auch von Deutschland, in Kürze vom ESM (nicht vergessen: kanpp 30% Anteil! Haftbar in nicht begrenzter Höhe!) Mit der Versteigung von Immobilien werden Objekte wieder fair bewertet und die Bankbilanz saniert.
    Bankia soll und muß Pleite gehen – es ist kein europäisches Problem und schon gar kein deutsches.

  2. Werner sagt:

    Naja, jeder weiss doch inzwischen dass alle diese Zahlen gelogen sind !
    Die ganze grausame Wahrheit kommt erst auf den Tisch wenn Spanien und die EU mit Deurschland schon tiefst im „Rettungs“-Schlamassel stcken und gauben nicht mehr zurück zu können .
    Aber im Grunde ist das alles höchsr PERVERS :
    Man „rettet“ verkommene , unehrliche und katastrophal schlecht wirtschaftende Unternehmen zu Lasten der guten Unternehmen ! D.h. die guten werden bestraft und die schlechten belohnt ! Perverser geht es nicht mehr !
    Die Natur operiert (in der Evolution) da ganz anders : die guten werden (durch verbesserte Fortpflanzungs Möglichkeiten) belohnt , die schlechten werden verdrängt und sterben aus. Durch diesen Selektionsdruck entwickeln sich im Verlauf der Zeit immer „bessere“ Arten .
    Was tut Europa ? Es züchtet sich durch seine perverse Belohnung der schlechten Banken eine Klasse von schlechten , minderwertigen Banken die eben durch diese perverse Belohnung weder aussterben noch irgend einen Anreiz hat sich zu verbessern.
    Wir haben durch die Bellohnung der Schlechteren und Behinderung der Guten diese Perversion institutionalisiert ! Pervers eben .

    mfg. Werner

  3. Wutbürger sagt:

    Am Ende werden es über 30 Mrd sein. Die anderen Grossbankrotteure sollten dringend ihren Geldbedarf anmelden, auch die Protz-Fussballvereine, falls mal wieder etwas Suppe da ist.

  4. jay twelve sagt:

    Wieso „muss“, die Bankia kann pleite gehen, damit die andere Hornochsen die Spielregeln verstehen.

  5. Schleswig sagt:

    „Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte versichert, dass man den Bedarf der fusionierten Großbank vollständig decken werde“

    Und wie?

    • shobozenzo sagt:

      Man verschuldet sich weiter, solange irgendwo noch irgendein Stohhalm
      zu ziehen ist. Die Zukunft ist total egal, man schaut auf die nächsten Ta-
      ge und Wochen. Nur den Bankrott nicht zugeben und heimlich über
      ELA Geld drucken, verschleiern, lügen, betrügen und alle Hornochsen
      für dumm verkaufen.

    • Werner sagt:

      „…Und wie?…“

      Na, mit deinen Steuergeldern .
      Die Rechnung bekommst du in den nächsten Jahren via Steuer-Erhöhung (Solidar-Beitrag 2) zugestellt.

      mfg. Werner