Mario Monti spricht erstmals vom Austritt Italiens aus dem Euro

Direkt nach den Neuwahlen in Griechenland soll es zu einem Gipfeltreffen zwischen Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien kommen. Angesichts des Wahlausgangs wollen die Regierungschefs der vier größten Volkswirtschaften der Eurozone sich zeitnah beraten können.

Der italienische Premierminister Mario Monti hat Angela Merkel, Francois Hollande und Spaniens Premier Mariano Rajoy zu einem außerordentlichen Treffen nach Rom eingeladen. Der Krisengipfel soll direkt nach der Wahl in Griechenland stattfinden. Angela Merkel hat dem Guardian zufolge bereits zugesagt.

Monti dürfte versuchen, zu retten, was zu retten ist: In einem TV-Interview kokettierte er schon mal mit dem Euro-Austritt Italiens – um eine Drohkulisse für Deutschland aufzubauen: Eine neue Währung in Italien würde vor allem der deutschen Wirtschaft großen Schaden zufügen, sagte Monti. Eurobonds sind für Monti eine ausgemachte Sache: Sie werden kommen, weil die Euro-Zone in ihrer bestehenden Form gar nicht anders weitermachen kann. Weil Monti offenbar merkt, dass Deutschland immer deutlicher bewußt wird, wir kritisch die Lage ist, möchte er sich als Moderator betätigen, um Italien auf jedem Fall im Euro zu halten. Zur Erinnerung: In seinem eigenen Land hat er bisher keine wirklichen Reformen durchgesetzt. Die wichtige Arbeitsmarktreform wurde gekippt. Statt dessen versucht Monti, mit haushaltspolitischer Kunstfertigkeit die Zahlen Italiens in einem besseren Licht darzustellen.

Angesichts der zunehmenden Unterstützung für den linksextremen Alexis Tsipras, der ein Moratorium über die Schulden in Betracht zieht und das verhandelte Sparpaket zwischen Griechenland und den internationalen Gläubigern ablehnt, ist der Ausgang der griechischen Wahlen für die Europa-Politik und einen möglichen Austritts Griechenlands aus der gemeinsamen Währung von großer Bedeutung (erste Vorbereitungen laufen bereits – mehr hier).

Kommentare

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  1. Margrit Steer sagt:

    Monti ist doch der Präsident der nie gewählt wurde.
    Austritt aus dem Euro ja, eine gute Sache, sagte ich ja schon. Aber nicht als Drohkulisse
    Auch Monti muß aufpassen, dass in Italien nicht auch die Radikalen wieder stark werden, die Gefahr ist in allen Ländern, so lange das Gezerre um den Euro und das fanatische Festhalten an ihm läuft und die Bürger immer ärmer werden

  2. Margrit Steer sagt:

    Das ist gut!
    Ein Land nach dem andren sollte aus diesem Kunst-Geld austreten und dann wäre dieser Euro endlich Geschichte
    Nationale Währungen zurück, wird vielleicht mal ein Jahr lang etwas hart, aber wenn man dann uns Bürgern sagt, wo es hingeht, machen auch alle wieder mit
    Was nach 45 geklappt aht, wird auch hetue klappen. Alle krmpeln sieder die Ärmel hoch und die Erfolge können wir dann sehen
    Dann wieder wirkliche soziale Marktwirtschaft im inen Ludwirg Erhatrds installieren und endlich die ganzen Spekualtnen und Finanzausbeutr zum Teufel jagen.
    Es lohnt sich, wenn wir alle es anpacken
    Betrachten wir es als so etwas wie eine 2. Stunde Null
    In Deutschland würde das allerdings vorausstzen, dass wir wieder hrvorragnende Politiker hätten, die was können und nicht Emanzenweiber dienach Quoten kreischen und sonstige Nichtskönner wie derzeit

  3. Loewe2101 sagt:

    Jetzt rächt sich der geistige Dünnschiss, daß Deutschland auf Biegen und Brechen Exportweltmeister werden mußte. Auf kosten des Binnenmarktes wurden Löhne und Gehälter gekürzt, präkäre Jobs geschaffen und die werktätige Bevölkerung finanziell ausgehungert. Brechen jetzt durch Kürzungen die Exportmärkte (zB Griechenland oder vielleicht Italien) weg, bricht die Deutsche Industrie (so noch vorhanden) in sich zusammen.

    Einen gesunden Binnenmarkt schaffen und Überschüsse! exportieren würde Deutschland unabhängiger von Erpressungsversuchen machen. Dazu eine konsequente Einwanderungspolitik ala Kanada oder Australien verbunden mit einer durchdachten Sozialpolitik würden unser Land dorthin führen, wo wir waren, bevor gierige und unfähige Politiker geführt durch Lobbyisten, unser schönes Deutschland herabgewirtschaftet haben: technologische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Großmacht im Herzen eines Europas der Vaterländer…

    Loewe

    • FDominicus sagt:

      Ja es wird wohl besser sein allen vorzuschreiben was Sie tun oder lassen sollten nicht wahr. Weise Männer gehören an die Spitze des Staates, den Firmen und den Banken und alles wird „gut“…

  4. niekohle sagt:

    der € muß bleiben, sonst kann das gute alte Europa einpacken und die nächste Generation Auswanderer steht fest.

    Es geht um den Sieg in einem seit mindestens 10 Jahre schwelenden Krieg, $-Imperium gegen €-Land gegen BRICS. Dem $-Imperium schwimmen seit gut 10 Jahren die Felle immer schneller davon. Der € steht im 10. Lebensjahr für mehr als 30% des Welthandelsumsatzes, er ist die am schnellsten umlaufende Welthandelswährung überhaupt. Die Konkurenz hatten die Amis nicht erwartet. Der Widerstand gegen das $-Monopol im Welthandel wankt, der €, wie o. g., und immer mehr Länder verweigern die Gefolgschaft, IRAQ, Lybien, Russland, IRAN, große Teile des asiatischen Raumes. Die BRICS handeln untereinander schon weitgehend ohne $ und €. Bei deren Bevölkerungs- und zu erwartendem Wirtschaftswachstum wird es vielelicht noch 10 Jahre dauern, dann beträgt ihr ANteil am Welthandel 20% oder mehr, das heißt $ und möglicherweise € nehmen in der Bedeutung ab. Die Menschen in einigen Ländern Europas wissen noch zu arbeiten, andere haben sich seit 500 Jahren, der Zeit der Kolonialisationen, davon verabschiedet und müssen es wieder lernen.
    Es geht um Macht und Einfluß um Sicherung des Wohlstandes, des Status Quo, was illusorisch ist, der Globus gibt das in einem weiter so in dieser Form nicht her. Also muß neu austarriert werden. Den €, der sich weltweit inerhalb von 10 Jahren etabliert hat, aufzugeben wäre Selbstmord, würde wieder die $-Hegemonie stärken und Europa über kurz oder lang in der Versenkung verschwinden lassen.

    Wer also für den Tod des € ist, ist auch für den Tod der wirtschaftlichen Zukunft seiner Kinder und Enkel in einer Welt in der es darum geht die Früchte des Raubbaus etwas gleichmäßiger zu verteilen. Den Raubbau einzustellen ist derzeit eher keine wirkliche und von niemandem ernsthaft verfolgte Option. Dazu bedarf es weit größerer Katastrophen.

    • Pemas sagt:

      Stimme Ihnen bei vielen zu, allerdings verstehe ich nicht warum Sie die Konkurrenz der Währungen aufrecht erhalten wollen. Wir brauchen lokalere Währungen (nationale) und Wirtschaftsräume äls die Grundlage für darüberhinausgenhenden grenzüberschreitenden Handel. kleinere Einheiten sind besser zu händeln und sind unabhängiger(autarka). Es gäbe dann auch ein geringeres systemisches Risiko. Wir brauchen die Notbremse in vielen Bereichen. Der Mensch und seine primären Bedürfnisse müssen wieder im Mittelpunkt stehen und zwar Weltweit. Jedes Land soll sein eigenen Wohlstand leben dürfen. Ich geben Ihnen aber Recht, dass der $ eine zu große Macht hat und jedem Land damit diktieren kann was es zu tun hat. Ich halte es nach dem Zitat: stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Wer den Währungskrieg nicht eingeht kann sich verbündete such dir Ihr Handel über andere Wege Regeln (z.b. Über eine Goldwährung). Sie schreiben ja selber, das diese schon gemacht wird und dabei wird der Euro nicht vorteilhaft sein evtl. sogar keine Papierwährung.

    • Buerger67 sagt:

      „Die BRICS handeln untereinander schon weitgehend ohne $ und €.“

      Richtig, das weltweit ausbeutende Zins-Spiel (mit dem Wachstumszwang = Raubbau) ist vorüber und ein neues zinsloses Geldsystem (das mit Edelmetallen abgesichert ist), ist längst als Konsequenz aus dem weltweiten Finanzcrash in Vorbereitung.

      Da in allen islamischen Ländern der Zins verboten ist, werden die BRICS-Staaten ein neues weltweites zinsloses Geldsystem einführen, mit dem dann auch der Wachstumszwang beendet ist!

      Dazu kommt dann noch die weltweite Nutzung der völlig kostenlosen Nullpunktenergie, womit der Wohlstand wächst, Kriege verhindert werden, unser Klima geschützt wird und unsere Umwelt (Erde) vor Katastrophen geschützt wird (siehe z.B. Fukushima, Golf von Mexico, Nordsee, usw.), sprich unsere Lebensgrundlage erhalten und verbessert wird.

      Wenn die beiden Oligopole (Geld und Energie) zerschlagen sind, ist die Macht der Finanzoligarchie am Ende und wir können ALLE (Völker der Erde) wieder in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben!

      An diesem Punkt sind wird bald, aber zuerst wird der Euro zusammen brechen, denn bevor etwas Neues kommt, muss das Alte erst einmal kollabieren, damit jeder sieht, das dieses Konzept (des Zins-Kapitalismus) nicht funktioniert, wie es uns bereits zig mal gezeigt hat (1878, 1929, usw.).

      Der 21.12.2012 ist damit kein Weltuntergang (zumindest nicht für uns 99 Prozent), sondern „nur“ ein Übergang in ein völlig neues Zeitalter, in dem WIR an erster Stelle stehen und nicht mehr das Geld!

      • klimperkasten sagt:

        @Buerger67
        Mit diesem Irrglauben gehen sie den Lügen der Neuen-Weltordnungs-Planer vorzüglich auf den Leim. Diese Leute sind reich, mächtig und vor allem SCHLAU. Das weltweit bewußt hervorgerufene Chaos SOLL dazu führen, dass die Menschen an den Beginn eines Neuen Zeitalters glauben, in dem dann alles besser wird. Wer die Bibel kennt, weiß, wie das ausgehen wird.

      • APO-Warner sagt:

        @Bürger 67
        warum denn das noch ? Die Spinner in den Alt-Parteien-Oligarchie reichen doch völlig!
        Haben Sie den Hauch einer konkreten Vorstellung von der genannten Nullpunktsenergie, irgendeine Begrifflichkeit ? Wenn etwas schon vollkommen kostenlos ist, dann hat es mit Technik, Physik und allgemein Natrurwissenschaften bestimmt nichts zu tun und es ist äußerste Vorsicht angebracht, vor allem bei Leuten die eigentlich -wie ich vermute -nichts davon verstehen.
        Kein alternativloses Hirngespinnst ist kostenlos, die Perle der Uckermarck und ihrere Irrlichter liefern jeden Tag den Beweis.

    • dogbert sagt:

      Was für ein Unsinn!

      Dann haben also alle Länder ohne € keine wirtschaftliche Zukunft mehr? Also, ich wäre momentan lieber Norweger mit NOK als Deutscher mit €!

    • Margrit Steer sagt:

      Das ist ein riesiger Irrtum
      Es ging uns zu DM-Zeiten hervorragend und da würden wir auch wieder hinkommen wenn wir dieses Kunstgeld Eurob beenden
      Die Auswandererwelle haben wir jetzt, die hatten wir nicht zu DM-Zeiten und sozialer Marktwirtschaft
      In den letzten 3 Jahren sind mehr als eine halbe Mio. Deutsche ausgewandert, genau die Fachleute die wir hier dringend bräuchten

  5. Wutbürger sagt:

    Der Herr Monti meint anscheinend, Deutsche hätten die DM nur als Horrorveranstaltung in Erinnerung. Wenn der so weitermacht, bekommt er bald seinen Generalstreik und ist dann über Nacht wieder bei seiner Lira.

  6. Elsbeth sagt:

    Aber zackig raus und nicht so viel gelabert.

  7. Korsar sagt:

    Reisende soll man nicht aufhalten, Herr Monti. Und die italienische Bevölkerung, wird mit einer neuen italienischen Währung, sehr viel besser zurecht kommen, als es nach aussen hin dargestellt wird. Italien, hat noch so gut wie alle Industrien, hat noch einen Rest von Textilwirtschaft, weit über die Hälfte, ist wegen dem EURO weggebrochen! Die wunderbaren italienischen Anzüge und Schuhe, wurden zu teuer. Der Chinese liefert billiger und schneller. Auch, wenn die Qualität fehlt. Die italienische Währung, wurde vor dem EURO häufiger abgewertet, was der Nachfrage, nach ital. Produkten und dem Tourismus diente. Die Italiener, werden nach zwei Jahren den TEURO nicht vermissen.

  8. Schleswig sagt:

    Tja, dann muss Italien wohl wieder zur Lire zurückkehren. Also Herr Monti, lassen Sie Taten folgen, der Worte sind genug gewechselt.