Nach Bankenrettung: Zypern braucht EU-Bailout

Das sind Peanuts für Europa: Nach einer 1,8 Milliarden Euro-Bankenrettung hält es der Gouverneur der zypriotischen Notenbank für möglich, dass sein Land bei der EU um einen Bailout ansuchten wird.

Der Gouverneur der Notenbank von Zypern, Panicos Demetriades, sagte zu Reportern in Nikosia, dass es möglich sei, dass sein Land um einen Bailout bei der Europäischen Union ansuchen werde. Die Regierung hatte die Volksbank des Landes mit einer Finanzspritze von 1,8 Milliarden Euro retten müssen, weil sich die Bank mit griechischen Schrottpapieren verschuldet hatte. Ein Bailout sein keine ideale Lösung, weil es dann Forderungen der EU an Zypern geben werde. Vor allem das Steuersystem muss nach Einschätzung von Brüssel reformiert werden. Aber Demetriades glaubt, dass die Zyprioten keine großen Sorgen haben müssten: Auch Irland habe einen Bailout bekommen und habe sei Steuersystem beibehalten. Gegenwärtig bevorzugt das Steuersystem in einigen Bereichen die Besserverdiener deutlich gegenüber Beziehern von niedrigen Einkommen.

Zypern hatte erst Ende 2011 einen Rettungs-Kredit von Russland bekommen. Die 2,5 Milliarden Euro sind jedoch bereits wieder weg, die letzte Rate war im April überwiesen worden.

Kommentare

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  1. Michael sagt:

    Cypern, die Insel, auf der die Götter Urlaub machen ? Seit wieviel Jahren € Mitglied ? 4 ?

    Nee, die cypriotischen Banken hatten munter in Griechenland investiert. Dabei ging wohl etwas Geld verloren. Aber russische Oligarchen wissen, wie man mit Schuldnern umgeht. Da warten wir mal in blutrünstiger Erwartung ab, wann die Todesfälle in Griechenland drastisch zunehmen. Das wird bestimmt ein ganz netter Krimisommer.

    Die Renditen cypriotischer Anleihen signalisieren in der Tat Inseldämmerung. Die Staatsschulden waren pro Kopf nur 1/5 der der Deutschen. Bezogen auf das BIP auch erheblich geringer, als bei Griechen, Iren, Deutschen oder Spaniern, und allem was dazwischen liegt. Selbst mit 2,5 Mrd. € Russenrettung wäre das eine Verschuldung von 50% BIP. Aber die Pleite dieser Bank wäre der sofortige Bankrott Cyperns. Dem kann die Inselrepublik recht einfach entgehen, indem sie den Firmensitz der Bank nach Athen verlegt.

  2. Syssifus sagt:

    Na,wer hat noch nicht,wer will noch mal ? Bitte hereinspaziert in den Euro-Zirkus,die Manege frei !

  3. malocher: sagt:

    Für alle die es bis jetzt noch nicht begriffen haben.
    Geld sichern ,LV kündigen und in Sachwerte
    anlegen.
    Auch wer von Gold und Silber nichts hält.