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Rajoy: ESM kommt für Spanien-Rettung zu spät

Der geplante europäische Rettungsschirm ESM könnten zu spät kommen, um Spanien vor einer Pleite zu bewahren. Daher will der spanische Premierminister, dass die EZB spanische Staatsanleihen kauft. Die EZB sieht jetzt allerdings die Politik am Zug.

Der spanische Premierminister Mariano Rajoy fordert die Europäische Zentralbank (EZB) auf, spanische Staatsanleihen zu kaufen und so die Finanzierung Spaniens zu erleichtern. Er sagte, die Bankenkrise in Spanien sei dringender als die Zukunftspläne der EU für eine stabile Wirtschaft. Seine Befürchtungen wurden am Montag auch vom Bond-Markt bestätigt: Die Rendite für zehnjährige Anleihen kletterte am Vormittag auf über 6,5 Prozent. Dieses Niveau ist, da sind sich die Beobachter einig, nicht haltbar.

Die Versuche, die europäische Wirtschaft zu stärken sind Rajoy zufolge zwar gut und wichtig, die geplanten Maßnahmen würden für Spanien allerdings zu spät kommen, wenn die Zinsen auf ihrem derzeitigen hohen Level blieben: „Ich respektiere die Unabhängigkeit der EZB, aber diese Frage scheint mir sehr viel wichtiger zu sein als die Zukunft der Europäischen Union. Ich bestehe darauf, dass es eine Angelegenheit der EZB ist, die Entscheidung zu treffen, die sie in der Vergangenheit bereits getroffen hat“, sagte Rajoy nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Damit deutet Rajoy an, dass auch der geplante Rettungsschirm ESM für die Rettung Spaniens zu spät komme. Der ESM soll bis zum Sommer in allen Staaten der Euro-Zone ratifiziert werden (alles zum ESM hier bei DMN).

Informationen der Deutschen Mittelstands

Nachrichten zufolge sieht die EZB die Situation in der Eurozone aktuell anders als der spanische Premierminister: Sie habe alle ihre Möglichkeiten ausgeschöpft und eine bestmögliche Ausgangslage für die Politik geschaffen, um die Eurokrise zu lösen. Dafür braucht es aber mehr politische Entscheidungen, nicht weitere Hilfen durch die EZB.

Ob die EZB diesen Kurs jedoch angesichts der sich beschleunigenden Krise in Spanien beibehalten kann, werden die nächsten Auktionen von Spanien-Bonds zeigen. Gut möglich, dass der politische Druck auch die EZB zu hoch wird, um sich dem Wunsch Rajoys auf Dauer zu widersetzen.

Kommentare

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  1. Panikpete sagt:

    „Griechen Pech gehabt“
    „Spanier Pech gehabt“
    „Griechen raus aus XXX“

    -> genau das ist es, was die Sklaventreiber geil finden: Hauen wir uns gegenseitig auf die Mütze, dann haben sie freies Spiel!
    Es ist im gegenwärtigen System doch so: Erst geht Griechenland unter, dann die Südschiene, und zum Schluss die Nordschiene. Das ist kein dummer Politikerspruch: Wir sitzen seit der Globalisierung tatsächlich alle im selben Boot!
    Gegen ein gesamteuropäisches Verbrechen braucht es einen gesamteuropäischen Aufstand. Also: Stop Greek/Spanish/Portuguese-Bashing, haltet zusammen und nehmt den Plünderern ihr Spielgeld weg!

  2. Sorbas sagt:

    Sauerkraut und blasmusik war immer schon besser als paella und kastagnetten. Der an sich faule spanier soll endlich mallorca an D geben, damit es endlich flutscht. Ich kann gar nicht soviel trinken wie ich durch die kommentare hier kotzen moechte…

    • Tacheles sagt:

      Mallorca zu verkaufen an Deutschland. Da würde man in Deutschland bestimmt Käufer finden. Spanien wäre damit sicherlich ein ganzes Stück weit geholfen.

      Kreta oder so könnten wir auch gleich noch kaufen, mit den Staatsanleihen die wir von den Griechen für harte Euros bekommen haben.

      Die Griechen verkaufen doch auch Inseln an die Türkei, wieso nicht an Deutschland? Ach ja richtig wir bekommen nur bedrucktes Papier von euch mit einem Versprechen, dass ihr irgendwann mal Geld zurück überweisen wollt.

      Wenn ihr nicht zahlen könnt, dann werdet ihr halt gepfändet, so ist das halt.

      Überhaupt, ihr habt einen Schuldenschnitt von 100.000 Milllionen Euro bekommen, also ein Geschenk.
      Und insgesamt 380 Mrd. Euro von der EU. Ihr Griechen dürft euch ganz still halten. Mit eueren Hütchenspielertricks ist es jetzt vorbei.