Zinsen für Spanien-Bonds steigen weiter

Die Zinsen spanischer Staatsanleihen nähern sich den kritischen sieben Prozent. Inzwischen muss Spanien bereit 6,55 Prozent bieten, um zehnjährige Anleihen ausgeben zu können. Die Zinsen waren gestiegen, nachdem die EZB angeblich die Pläne zur Bankenrettung abgelehnt hatte.

Nachdem berichtet wurde, dass die Europäische Zentralbank die Pläne zur Rettung der spanischen Banken abgelehnt hat, sind die Zinsen für Staatsanleihen weiter gestiegen. Die EZB dementiert zwar, dass ihr die Pläne überhaupt vorgelegt wurden, die Meldung wirkte sich dennoch erheblich aus: Inzwischen muss Spanien bereits 6,55 Prozent Zinsen bieten, um Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren am Kapitalmarkt ausgeben zu können.

Mit einem Zinssatz von 6,55 Prozent nähert sich Spanien bereits stark an die kritische Sieben-Prozent-Marke an. Sie gilt langfristig als nicht finanzierbar und trieb in Griechenland, Portugal und Irland unter den Eurorettungsschirm.

In Italien führten derart hohe Finanzierungskosten für die Staatsschulden zum Sturz des damaligen Premierministers Silvio Berlusconi. Auch Italien erlebt aktuell wieder einen Anstieg der Zinssätze.

Kommentare

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  1. Korsar sagt:

    Pesete einführe. Das ist alternativlos.

  2. Gast sagt:

    Upps !!

    Daß geht ja schneller als sich ein Bürokrat bewegen kann. Da waren es doch gerade noch so etwas über 6 % und nun sthet Spanien mit 0,45 % vor der kritischen ausweglosen Marke.

    Hmm ……. noch eine Woche oder nur noch drei Tage bis zum Gau? Italien hat
    nichts besseres zu tun als Monti zu ignorieren und dem Zinssatz zu folgen. Lustig
    ist diese Situation gerade nicht mehr, denn bei solchen Industienationen kann über
    Nacht das Thema EURO erledigt sein ohne das der ESM in der unterschriebenen
    Schlußfassung jemals Papier gesehen hat. Griecheland war dagegen noch unauffällig!

    Schade, die schönen EUROs durch Inflation und Abwertung dahin gerafft und die Verantwortlichen sehen zu.