Euler Hermes versichert Exporte nach Griechenland nicht mehr

Zwei große Versicherer schließen ab sofort keine neuen Verträge für Exporte nach Griechenland ab. Grund: Die Lage in Griechenland ist zu unsicher. Exporteure müssen nun auf eigenes Risiko arbeiten.

Die Versicherungsunternehmen Euler Hermes (gehört zur Allianz) und Coface werden ab sofort keine neuen Exportversicherungen für Warenlieferungen nach Griechenland abschließen. Als Grund geben die Unternehmen an, dass sie besorgt seien, dass Griechenland die Eurozone verlassen könne und die Folgen unabsehbar seien. Exportversicherungen werden abgeschlossen, um sich gegen das Risiko der Insolvenz bei den Handelspartnern abzusichern. Bereits abgeschlossene Versicherungen gelten weiter. Händler sagen zu dem Schritt, es sei das erste Mal in der Geschichte, dass sich Versicherer komplett aus einem europäischen Land zurückziehen.

Der Sprecher der Handelskammer von Athen, Kostis Michalis, sagte der FT, dass dies die Lage der Exporteure erheblich erschwere. Sie seien gezwungen, andere Versicherer zu finden oder auf eigenes Risiko zu exportieren. Er hofft, dass viele Firmen sich nicht abschrecken lassen und tatsächlich das Risiko auf die eigene Kappe nehmen werden.

Kommentare

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  1. munin sagt:

    Es war wohl ziemlich skandalös, nach der Nichtregierung in Griechenland noch Kredit zu vergeben, oder gar zu versichern. Wenn die Anarchisten – Gruppierung SYRIZA jetzt wieder gewinnt, gibt es keine Alternative zum „Austritt“ Griechenlands aus dem Euro. Das Militär kann noch putschen, aber das hätte wohl „demokratische“ Makel der Superlative. Es wäre die zweitschlimmste Lösung. Nämlich Bürgerkrieg. Das kann niemand wollen.

    Vor der Griechen – Wahl steht schlicht der Euro auf dem Prüfstand. Es ist nicht akzeptabel, dass sich ein paar Extremisten hinstellen und behaupten, sie wären alternativlos. Das wäre das Ende Europas. Es ist ein reales Risiko, es war Schwachsinn, die Griechen nicht sofort aus dem Euro zu schmeißen. Das hätte die „Märkte“ sofort ins Koma versetzt. Nochmal hätten sie nicht gezuckt. So nimmt das Unglück für €uropa seinen Lauf.

  2. Fischbach sagt:

    Mir kommen gleich die Tränen,
    Erst das Geld im Ausland parken, dann 14 Milliarden abkassieren und nun noch jammern.
    Die Firmeninhaber sind wahrlich keine armen Leute; können ihre Exportgüter über eigenes Risiko versichern.
    Europa hat ausgedient.

  3. Rico Coracao sagt:

    Konzerne wie Allianz wissen mehr..
    Ich tippe mal auf einen Grexit pünktlich zur EM 2012.
    Dann werden die Europäer schön abgelenkt und der Schalter umgelegt

  4. dogbert sagt:

    Ergo: Vorkasse oder Anderkonto

  5. FDominicus sagt:

    Die Folgen werden sein. Steigende Preise für die Griechen. Somit geht es also nur noch schneller abwärts. Ja das mit der „Rettung“ hat ja „wunderbar“ geklappt. Aber nein diejenigen die sagten so geht das nicht, waren ja sofort die Anti-Europäer.

    Inzwischen ist wohl Pro-Europa = pro mehr Willkür, contra Rechte, contra Sparer.

    Also jeder Sparer der sein Geld behalten möchte ist ganz klar ein Anti-Europäer. Nach unsäglich kommt die EU Politik….