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Referendum: Iren stimmen über Fiskalpakt ab

Seit 7 Uhr können die Iren über den Fiskalpakt abstimmen. Doch die Wahlbeteiligung war bis in die späten Mittagsstunden äußerst gering. Erst am Freitagnachmittag ist mit ersten Ergebnissen zu rechnen.

Viele Wochen haben die Befürworter und Gegner einen Kampf um die Gunst der irischen Wähler ausgetragen. Während die Regierung um Enda Kenny ein „Ja“ zum Fiskalpakt beim Referendum für unabdinglich hält, spricht die radikale Sinn Féin sich klar für ein „Nein“ aus. Selbst etliche Gewerkschaften hatten sich im Vorfeld auf ein „Nein“ zum Fiskalpakt festgelegt. Die Umfragen zeigten zuvor eine leichte Tendenz zum „Ja“.

Heute sind nun seit 7 Uhr morgens und noch bis 10 Uhr abends die Wahllokale geöffnet. Insgesamt sind 3,1 Millionen Menschen zur Wahl berechtigt – sie mussten sich vorher dafür registrieren lassen. Doch bis in die späten Mittagsstunden war die Wahlbeteiligung eher mau. In Dublin West beispielsweise lag sie bei nur 5,7 Prozent und in Dublin South bei 8,5 Prozent – in anderen Wahlkreisen sogar bei unter fünf Prozent. Die Angestellten in den Wahllokalen sagten der Irish Times, das schlechte Wetter und die Tatsache, dass nur das Referendum zur Abstimmung stehe, seien der Grund für die niedrige Wahlbeteiligung.

Am Freitagmorgen um 9 Uhr soll mit der Auszählung begonnen werden. Ergebnisse werden jedoch erst in den späten Nachmittagstunden erwartet.

Kommentare

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  1. Michael sagt:

    60% Ja-Stimmen. Die Ablehnung hätte Irland definitiv in den Bankrott, wie Griechenland getrieben. Die Iren verstehen das wahrscheinlich besser. Sie sind, gemessen an der pro Kopf-Verschuldung ebenso pleite, wie Griechenland. Aber offenbar haben sie Hirn im Kopf. Das freut mich, um ehrlich zu sein.

  2. goosesoul sagt:

    Nun, die Wahl ist gelaufen und der Fiskalpakt ist vom irischen Volke akzeptiert!
    Doch Halt!
    Bei der letzten Abstimmung zum Thema Euro hatte Irland in großem Stile Wahlbetrug begangen!
    Wer sagt uns, dass es diesmal korrekt abgelaufen ist?
    Die Wahrscheinlichkeit spricht für einen erneuten Wahlbetrug!

  3. keingutmensch sagt:

    Das die die den Karren in den Dreck gefahren haben, ihn nicht wieder raus ziehen können, spricht anscheinend keiner an!

    • jay twelve sagt:

      In der Tat „keingutmensch“, sie taten es im Auftrag der R&R, und wie Du siehst, sie haben es vorzüglich gut gemacht.

  4. Anna 1950 sagt:

    Ich wundere mich sehr, warum die Iren über den Fiskalpakt abstimmen und nicht über den ESM Vertrag.
    Könnte die Antwort so einfach sein, daß man über einen Vorteil ja nicht abstimmen muß, weil der ESM Vertrag ja nur die Geberländer-Steuerzahler bedroht und die Iren darin eher eine Chance sehen?

    Der Fiskalpakt dagegen, schränkt die Iren sehr wohl ein.
    Wollen sie z.B. eine Schuldenbremse?
    Ursprünglich hieß es ja, aus dem ESM-Fond kann nur das Land Hilfsmittel erhalten, welches auch den Fiskalpakt unterschreibt, sich also auch auf eine Schuldenbremse und andere Haushaltskonsolidierungen einläßt.
    Das wissen doch auch die Iren.
    Also gehen sie doch davon aus, daß man im Enstfall sowieso gerettet wird.

    Dieses Geldverschieben zwischen den Völkern, was ja ursprünglich so gewollt war, und lange gut ging, wird jetzt zum Sprengsatz, wo die Rechnungen nicht mehr aufgehen.

    • Michael sagt:

      ESM hin oder her. Das Teil würde wahrscheinlich jeden Juristen aus dem Sessel hauen. Die Alternative sind Eurobonds. Die wären ganz sicher richtig teuer, für die nicht zu knapp verschuldeten Deutschen. Auch für die Franzosen. Wenn Deutschland und Frankreich meinetwegen Italien und Spanien Kredit gewähren, ist das was ganz anderes. Dafür kassieren sie nämlich Zinsen. Natürlich muss der Ausfall eines teiles von vorn herein eingerechnet werden. Also Abschreibung über die Zeit. Das würde billiger sein, als den Bürgern Deutschlands und Frankreichs jedes Jahr um 50 Mrd. € höhere Steuern aufzubürden. Denn das wären die transparenteren Eurobonds. Die Alternative hieße Rückkehr zu den nationalen Währungen. Es ist für Leien nicht einschätzbar, ob es ohne Totalbankrott überhaupt machbar wäre. Auch die Deutschen wären pleite, weil ihre Schuldner nicht zahlen könnten.

      Eins ist sicher, der ESM ist juristisch vermutlich die größte Frecheit der Geldgeschichte. Ein unfassbares Konstrukt.

  5. Korsar sagt:

    Iren stimmen darüber ab, ob Deutschland zahlt und ihre Schulden übernimmt oder nicht. Geradezu klassisches Deutschland. Das Ausland bestimmt über wohl und wehe der Bundesrepublik Deutschland.

    Für mich ist das übelster Verrat. Für mich und viele Andere echter Hochverrat. Wer im Halteverbot steht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer das Land, die Bundesrepublik, in eine Situation fährt, die möglicherweise dazu dienen kann, fremden Organisationen, fremden Mächten und Ländern, die völlige finanzielle Kontrolle über Land erzielen zu lassen, der verschafft diesen Schwerstkriminellen Organisationen die Macht über das Land, über das Grundgesetz und über die Menschen.

  6. bauagent sagt:

    Nicht die Iren, nicht die Deutschen und nicht die Spanier treffen die Entscheidung, wie es in dem Spiel “ Ausbeutung und Entdemokratisierung der Massen “ weitergeht.

    Diese Entscheidungen werden auf Treffen wie die der Bilderberger vorbereitet.

    Jürgen Trittin ist diesmal auch im erlauchten Kreis und dürfte demnächst eine Menge Unterstützung bekommen, damit er in 2013 als Regierungsmitglied die richtigen Entscheidungen trifft.

    http://www.bilderbergmeetings.org/participants2012.html

    • Korsar sagt:

      Da waren mit Sicherheit vorher schon jede Menge „Grüne“. Wenn schon Olaf Scholz da war.

  7. Gerechtigkeit sagt:

    Die vergangenen Wahlen in Irland wurden solange durchgeführt, bis Irland ja gestimmt hat bzw.das Ergebnis im Sinne der EU gewesen ist.
    Wahrscheinlich haben die Iren deswegen kein Bock auf gleiche Prozedur, wenn sie
    eh nicht erhört werden. Oder sie gehen tatsächlich erst Morgen zur Wahl.
    Ich befürchte, dass auch diese Wahl wieder im Sinne der kranken EU-Utopisten sein wird.
    Hoffentlich wird ein klares NEIN das Ergebnis sein, hoffentlich!