Krise spitzt sich zu: Fitch stuft acht spanische Regionen herab

Die Ratingagentur Fitch hat acht spanische, auotonome Regionen herabgestuft. Der Ausblick sei negativ, weil in den Regionen kaum relevante Sparanstrengungen unternommen würden.

Die Unsicherheit in Spanien nimmt zu: Der hohe Kapitalbedarf der spanischen Bankia, der angeschlagene nationale Bankensektor, die hohe Verschuldung des Landes und der Regionen sowie die stetig steigenden Zinssätze für spanische Anleihen schüren die Angst der Spanier. Mit einer beispiellosen Geschwindigkeit versuchen die Bürger und Unternehmen des Landes, ihr Geld aus Spanien ins Ausland zu bringen.

Im März verließen 66,2 Milliarden Euro das Land, so die spanische Zentralbank. Das ist der höchste Betrag seit Aufzeichnungsbeginn 1990, so El Pais. Und es ist auch doppelt so viel wie noch im Monat zuvor. In den vergangenen neun Monaten haben 193 Milliarden Euro das Land verlassen (mehr hier).

Zudem hat die Ratingagentur Fitch am Donnerstag acht autonome Regionen in Spanien herabgestuft. Die Kreditwürdigkeit für das Baskenland aber auch Andalusien, Asturien, Madrid, Kantabrien, Murcia, die Kanarischen Inseln und Katalonien wurde gesenkt. Katalonien, das erst vergangene Woche die spanische Regierung aufforderte, den Finanzierungsbedarf der Region zu decken (hier), wurde beispielsweise mit BBB- bewertet – eine Stufe über „Ramsch“-Niveau. Der Ausblick für alle acht Regionen ist negativ.

Kommentare

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  1. Atreides sagt:

    Katalonien, dessen Politiker doch so gerne die Unabhängigkeit von Spanien ausrufen würden, ist pleite. Aber man fordert nun von der spanischen Regierung Hilfe. Auf einmal erkennen sie die spanische Regierung an…
    Valencia (Autonome Gemeinschaft) ist schon länger pleite. 16 oder mehr Jahre Volkspartei-Regierung. Da war doch diese Anzug-Affáre des ehemaligen Ministerpräsidenten Valencias, Camps. Aber die Anzüge waren das kleinste Übel seiner Regierungszeit. Die Stadr der Wissenschaften hat Bancaja, eine Verschmelsung mehrerer valencianischer Sparkassen, ruiniert – und folglich Bankia, die Sparkassen-Bank gebildet aus 70% Pleite-Sparkassen und 30% solventen Sparkassen.
    Murcia, Volkspartei, auch pleite.
    Andalusien, sozialistisch-kommunistisch regiert, noch pleiter.
    Kastllien-La Mancha, bis 2011 sozialistisch regiert, die Kastilisch-Manchegische Sparkasse wurde ruiniert mkit dem in den Sand gesetzten Flughafen Ciudad Real (Königsstadt) und anderen Scherzen des ehem. Ministerpräsidenten und ehem. Unterhauspräsidenten (Kongress) José Bono, EIgentümer einer Pferderennbahn in Kastilien-La Mancha, die illegale Arbeitskräfte beschäftigt haben soll und ungewöhnliche Finanzierung erhalten haben soll… dank Bonos Regierungszeit in der Autonomen Gemeinschaft.
    Und so geht es weiter. Spanien hat 17 Autonome Gemeinschaften (= Länder), die gleich 17 Staaten das Geld verprassen. Spanien hat viermal soviel politische Ämter wie Deutschland und mehr Dienstwagen als die USA.
    Die Sparkassen-Banken sind eine Erfindung der Sozialisten zwecks Frisieren von Bilanzen. Die Volkspartei weiß nicht so recht, was sie damit machen soll, und so entscheidet sie sich für Verschmelzungen der Verschmelzungen und versenkt Milliardenbeträge mit der angeblichen Rettung des gescheiterten Sparkassenbankenprojekts.
    Rajoy ist mindestens so unfähig wie sein Vorgänger Zapatero. Das war schon seit 2008 (wenn nicht schon seit seiner Nominiering 2003) klar. Spanien wird von Flaschen regiert. Genauso wie 1898, als man unfähig war, die letzten Kolonien gegen die USA zu verteidigen und dafür Solidaritäts-Stierkämpfe veranstaltete.
    Kein WUnder, daß die Leute seit 2010 ihr Geld aus Spanien abziehen. Der Euro ist am Ende. Merkel, Juncker & Co. wollen das nur noch nicht eingestehen, Bilderberg könnte sauer werden.

  2. FDominicus sagt:

    Fitch Sie sind fies. Man will ja kann aber ganz bestimmt nicht. Auch wenn man alles versuchte, mit dem Geld „kann man einfach nicht hinkommen“.

  3. Korsar sagt:

    So ein Irrsinn. Da wird ein ganzer Staat bewertet, ob er auch genug spart. Macht er das aber, geht er unter, weil die normalen sozialen Anforderungen nicht mehr gewährleistet werden können. Altersheime, Krankenhäuser u.s.w. Auch würden keine Ersatzinvestitionen mehr vorgenommen, was sich wiederum negativ auf Wirtschaft und Beschäftigung auswirkt. Würde Spanien aber abwerten, würde sich dies positiv auf die Beschäftigung auswirken. Südamerika, könnte wieder spanische Produkte kaufen. Jede weitere Verzögerung, bei der Rückführung der Pesete, bedeutet mehr und mehr Insolvenzen und den endgültigen Verlust, vieler Handfertigkeiten, Wissen und Motivation. Für ganz Europa, bedeutet der EURO, ob mit oder ohne Bonds, ob mit oder ohne EMS, ein Damoklesschwert, das über uns hängt. Das ist keine Zukunft, für die Bürger, für Anleger und Wirtschaft.

  4. shobozenzo sagt:

    Bei der DDR haben die Bürger mit den Füßen abgestimmt und sind geflüchtet,
    bei den PIGS flüchtet das Kapital in das „scheinbar“ sichere Ausland. Von der
    sichersten Währung Gold und Silber haben die Leute noch nichts gehört, im
    Gegenteil, sie verscherbeln ihren Schmuck an oft unseriöse Aufkäufer.

  5. gregor.domiz sagt:

    Keine Bange. Wir zahlen das schon.