Spanien blutet aus: 100 Milliarden Euro Kapitalflucht in drei Monaten

Die spanische Bevölkerung und die Unternehmen des Landes beginnen, immer schneller ihr Geld ins sichere Ausland zu schaffen. Im März verließen doppelt so viele Euros das Land wie noch im Monat zuvor.

Die Unsicherheit in Spanien nimmt zu: Der hohe Kapitalbedarf der spanischen Bankia, der angeschlagene nationale Bankensektor, die hohe Verschuldung des Landes und der Regionen sowie die stetig steigenden Zinssätze für spanische Anleihen schüren die Angst der Spanier. Mit einer beispiellosen Geschwindigkeit versuchen die Bürger und Unternehmen des Landes, ihr Geld aus Spanien ins Ausland zu bringen.

Im März verließen 66,2 Milliarden Euro das Land, so die spanische Zentralbank. Das ist der höchste Betrag seit Aufzeichnungsbeginn 1990, so El Pais. Und es ist auch doppelt so viel wie noch im Monat zuvor. In den vergangenen neun Monaten haben 193 Milliarden Euro das Land verlassen. Allein im ersten Quartal des Jahres 2012 waren es 100 Milliarden Euro, die von den Konten abgezogen wurden.

Kommentare

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  1. herbert sagt:

    Ist das der Grund warum es in Spanien bis zum November 2012 eine Steuer Amnestie auf Schwarzgeld geben soll? 10%

  2. Fred Feuerstein sagt:

    Hätten die feurigen Spanier die 100 Millionen in drei Tagen abgeholt, dann hätten wir keinen Ärger mehr. Die Banken könnten feiern und die Regierung kann in die Karibik flüchten. Vorbei wären diese katastrophalen Zustände und alles ohne Blutvergießen. Das ist die ware Stärke des Volkes, nicht die Faust, wie bei den primitiven Kommunisten.

  3. Heinrich sagt:

    Die Politiker gehören alle wegen Veruntreuung von Ihnen anvertrautem Geld vor Gericht gestellt. Die Rettung des Euro ist doch nur eine Rettung der Banken. Wenn diese ihr Kapital zurück haben, kann alles platzen und der Normalbürger zahlt.

  4. gast sagt:

    Wo sind den die geflüchtete 100 Milliarden gelandet ???-wenn nicht hier.

  5. goldonomic.com sagt:

    Europa lauft leer…

  6. fan sagt:

    Geld/Kapital flüchtet dahin, wo es vor Verbrechern (noch) einigermaßen sicher ist.

    Alles ist von langer Hand und von Hintergrund- und Maffia-Ganoven geplant und vorbereitet.

    Bisher haben die Rettungs-Gelder den Kern und die innere Struktur der EU-Länder erheblich zersetzt. Demokratie, Freiheit, Würde und Rechtsstaatlichkeit werden ersetzt durch sozialistische Gleichmacherei, Dirigismus, Bevormundung und morgen durch Polizei, Gewalt und Diktatur – anders können die EU-„Führer“ ihre EU-Illusionen und €uro-Phantasien ja nicht mehr „retten“.

    Und wer rettet die vielen Milliarden oder gar Billionen Rettungs-Gelder.? Wo sind die nur geblieben.!? Die sind doch bereits in den Hinterhöfen des „Systems“ versickert – zum Wohle ganz bestimmter Interessen.!

  7. Lilly sagt:

    Und im März hat die Hütte nicht so gebrannt wie zwei Monate später.
    Da stellt sich die Frage, wie hoch die Kapitalflucht im April und Mai war und im Juni sein wird.

  8. jay twelve sagt:

    Es trennt sich eben, was nicht zusammengehört.

  9. bauagent sagt:

    Dazu muss man wissen, dass wir über insgesamt 1,6 Billionen reden. Das heißt, dass 100 Mrd. ein richtiger “ Schluck aus der Pulle “ sind.

    Wenn Merkel nächste Woche nicht die Order von ihren Chefs bekommt den ESM für alle die Geld brauchen freizugeben und die EZB nicht druckt.