Krise in den USA: Steigende Arbeitslosigkeit und zu wenig neue Jobs

Amerikanische Unternehmen haben im Mai deutlich weniger neue Arbeitsplätze geschaffen, als vorhergesagt. Zudem ist die Arbeitslosigkeit auf 8,2 Prozent angestiegen. Das könnte Barack Obamas Wahlkampf gefährden.

Es sind keine guten Zahlen für die Finanzmärkte. Nach den hohen Arbeitslosenzahlen in der Euro-Zone (hier) und dem Wachstumsrückgang in der europäischen Industrie  folgen nun auch äußerst schlechte Nachrichten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Im Mai haben US-Unternehmen die kleinste Anzahl von neuen Arbeitsplätzen überhaupt in diesem Jahr geschaffen. Lediglich 69.000 wurden erreicht – erwartet wurden zwischen 75.000 und 195.000, nachdem es im April einen Anstieg von 115.000 gab.

Ähnlich bedrückend sieht es bei der Arbeitslosigkeit aus. Die Quote stieg im Mai von 8,1 auf 8,2 Prozent, während die Arbeitsstunden verringert wurden. „Das robuste Beschäftigungswachstum zu Beginn des Jahres hat eindeutig abgenommen“, sagt Ellen Zentner, ein hochrangiger US-Ökonom bei Nomura Securities International Inc. „Anstellungspläne wurde wohl angesichts der zunehmend unsicheren Aussichten in die Warteschleife verbannt.“

Die schlechten Arbeitszahlen kommen nur fünf Monate vor der den amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Die neuen Daten sprechen alles andere als für Barack Obamas Wirtschaftspolitik. Sein Herausforderer, der Republikaner Mitt Romney sagte erst kürzlich, die Strategien des Weißen Hauses hätten sogar eine stärkere wirtschaftliche Erholung verhindert. Die gestiegenen Benzinpreise, der Konflikt mit dem Iran und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Gesundheitsreform könnten Barack Obamas Chancen auf eine Wiederwahl deutlich verringern.

Kommentare

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  1. Observer sagt:

    Obama oder nicht Obama, das ist doch völlig unwichtig zwischenzeitlich!
    Der Rothschild Clan hat doch schon lange ein zweites Eisen im Feuer. So ist es doch für die unwichtig wer von beiden gewinnt, Rothschilds jedenfalls gewinnen IMMER!
    Im Gegenteil, neue Besen kehren bekanntlich besser!

  2. Wilma sagt:

    46 Mio. Amerikaner beziehen Lebensmittelmarken

    http://www.fns.usda.gov/pd/34SNAPmonthly.htm

    Gesamtbevölkerung etwas über 312 Mio.

    wären dann so um die 15%

    • Observer sagt:

      Wer freut sich denn darüber?
      Sie werden sehen, dass hier in ein paar Jahren, wenn nicht schon in einigen Monaten, kein Geld mehr da ist um überhaupt Lebensmittelmarken zu drucken, geschweige denn Lebensmittel auszureichen!

  3. Der Ehlers sagt:

    Kleiner Ausblick … Die USA übt natürlich Druck auf die EU-Staaten aus, damit sich jene für eine Vergemeinschaftung der Schulden in der Euro-Zone einsetzen. Und wenn das dann am Widerstand Deutschlands und einiger anderen scheitert, dann doch bitte in Europa vom Staat finanzierte konjunkturprogramme, von denen dann auch die amerikanische Wirtschaft profitiert.
    Wenn ich mich neulich nicht verlesen habe, geht die USA den (deutschen) Weg der (Re)industrialisierung, sprich weniger zu importieren und wieder Waren zu produzieren, damit das Handelsbilanzdefizit weniger schmerzt.
    Ob das klappen wird ist fraglich, doch sind die USA ja anscheinend bereit bereits einen Handelskrieg mit deren grössten Gläubiger China vom Zaune zu brechen.
    Durch die Möglichkeit der totalen Blockadepolitik der Opposition im amerikanischen Demokratiesystem werden die Defizite im Staatshaushalt auch nie wirklich angegangen werden können, so dass ich für die USA einige Jahrzehnte Stillstand prognostiziere….

    • Observer sagt:

      „Und wenn das dann am Widerstand Deutschlands….“ Wie kann denn ein aufgeklärter Mensch überhaupt so einen völlig irrationalen Satz schreiben. Wer ist den in D in der Regierung, der etwas in dieser Richtung scheitern lassen würde?

      Hirnwäsche total, was?

  4. Fred K'heimer sagt:

    Scheint wohl eine große Kunst zu sein, zum Artikel auch die passende Grafik zu liefern? Die sagt nämlich genau das Gegenteil des Textes aus.

  5. Grauber sagt:

    Nach der Wahl wird man sehen, wie es wirklich mit der Wirtschaft der USA aussieht.
    Mit dem Zeigefinger zeigt man auf Europa, dreht man die Hand um, so zeigen gleichzeitig drei Finger auf die USA – man lenkt derzeit von eigenen Problemen ab.

    • Fred K'heimer sagt:

      Es ist doch ein altes Verhalten von Politikern weltweit, mit forscher Außenpolitik über die Mägel im eigenen Land hinweg zu täuschen.

      Das Leben ist wesentlich leichter zu ertragen, wenn man die Schuld für Mißstände nicht bei sich selbst suchen muß, sondern dafür einen Sündenbock hat. Früher haben die Juden herhalten müssen, heute sind es die Terroristen, wer immer das gerade ist.

      Schauen wir uns diesen Tsapris an: Der hat sein Leben bisher ausschließlich als Politker zugebracht und ist egentlich schon deshalb Teil des gr. Problems. Es ist dann leichter für ihn, den Grund allen Übels außerhalb des Landes zu verorten.
      Hollande macht doch derzeit das gleiche: Er schimpft auf Europa weil er hofft, daß das seiner Partei für die demnächst anstehende Nationalratswahl Stimmen bringen könnte.

      Und wenn es der Merkel wieder unwohl wird, dann fliegt die Gutste eben mal nach Afghanistan und flötet hehere Worte in die Mikrophone der unnötigerweise auf Kosten der Steuerzahler mitgeflogenen Medienmeute.

      Also, immer wenn es um Machterhalt geht, wird gelogen.

      Aber zurück zu den Amis: Ich glaube nicht, daß die im Artikel propagierte Verschlechterung der Artbeitslosigkeit in den USA wirklich Obama angekreidet werden wird. Das ist mir zu sehr aus der dt. Mentalität heraus behauptet. Der Ami nennnt das politische Treiben in D und EU ja nicht umsonst sozialistisch. Er will, daß sich der Staat so weit wie möglich aus allem heraushält und deshalb gibt es auch nicht die Erwartungshaltung wie in D, daß sich der Staat um Arbeitsplätze kümmern müßte.

      Wir werden es bis zur Wahl im November immer wieder in den dt. Zeitung erleben, daß die Artikel über die Geschehnisse in den USA einfach oberflächlich bleiben. Zum einen fehlt einem Schreiber in einem dt. Büro ganz einfach das Wissen und zudemn ist es nicht wichtig, was dt. Journalisten für dt. Leser schreiben, denn die wählen den US-Präsidenten nicht.
      Man hat es vor der letzten Wahl gesehen, als Pro-Obama gejubelt wurde. Es war immer wieder verblüffend zu sehen, wie es dt. Medien schafften, eine einstündige Rede Obamas auf fünf Minuten zu verkürzen. Es wurde vor allem immer das unterschlagen, was ein Amerikaner seinen Landsleuten verspricht und das sich für dt. Ohren irgendwie komisch anhört. Tja, der amerikanische Präsident vertritt amerikanische Interessen.

      Also, nicht nur darauf warten, bis in dt. Zeitungen mal was erscheint, sondern regelmäßig die US-amerikanischen Zeitungen lesen!