Zentralbanken der Schwellenländer stoßen massiv Euros ab

Die Zentralbanken in den Schwellenländern haben damit begonnen, in großem Stil ihre Euro-Bestände zu veräußern. Die ungewöhnliche Bewegung zeigt, dass das Vertrauen in die Europäer erschüttert ist.

Um ihre eigenen Währungen zu retten, haben die Zentralbanken der Schwellenländer massiv damit begonnen, Euros abzustoßen. Dies ist nach Aussage von Händlern in der FT einer der Gründe für den Absturz des Euro in den vergangenen Monaten. Der Euro hat gegenüber dem Dollar im Mai 7 Prozent an Wert eingebüßt.

Diese Strategie ist neu: Bisher haben die Zentralbanken in Währungskrisen stets versucht, eine unter Druck geratene Währung zu stützen. Damit konnten die Zentralbanken ihr Währungs-Portfolio diversifizieren. Die Bewegung zeigt, dass das Vertrauen in die europäische Währung weltweit stark gelitten hat.

Die Zentralbanken folgen damit dem Beispiel zahlreicher institutioneller Investoren, die sich in den vergangenen Wochen ebenfalls im großen Stil von ihren Euro-Beständen getrennt haben.

Kommentare

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  1. MIKEMT sagt:

    Das ist wie eine Epidemie ohne Krankheit

    Einer hustet und alle meinen, sie bekommen jetzt die Schwindsucht.
    Alle werden nervös.
    Wer ist besser als die EU?
    /USA: Fehlanzeige
    /China: Schnupfen
    /Russland: immun
    /Schwellenländer: Flucht. (Es könnte ja auch die Pest oder Cholera sein)
    Warum?
    Zweimal Fehlarlarm:
    /Am Morgen schlägt Joschka Fischer die Scheibe des Feuermelders ein und meldet, dass Angela Merkel einen Brand angeblich mit Kerosin lösche.
    Fakt ist: Merkel legt den (Schulden)Sumpf trocken.
    / Am Abend meldet George Soros über Notruf Herzflimmern bei der EU. Der Euro sei faktisch klinisch tot. Geschehe kein Wunder, könne man die Trauerfeier in drei Monaten erwarten.
    Fakt ist: Der Euro ist chronisch krank, aber nicht klinisch tot und nicht so schlimm dran wie der Dollar.

  2. marcus regenberg, Krefeld sagt:

    Dann haben die Bankster der FED ja ihr Ziel schon fast erreicht.
    Könnte es nicht sein, dass das Währungssystem € genau zum
    Gegenteil gedacht und gemacht wurde,
    als man uns weismachen
    wollte ?

    Nicht Frieden sollte der Euro bringen,
    sondern Krieg und Zerstörung.
    Und die alte Kriegsmaschine
    läuft wieder … zugunsten
    des Geldadels.

    Gruß,
    marreg

  3. Gast sagt:

    Jeep!!

    Es gibt viele spekulative Shorts auf den EURO, denn das Ziel liegt bei 1,12 USD.
    Eigentlich auch verständlich den die Zeichen stehen auch dahin. Als ob der ESM die große Wunderwaffe wäre. Dies ist nur ein weitere Ausrede mit geringer Haltbarkeit.
    Die Politik hat seit August 2011 bewiesen das sie nicht in der Lage ist das Problem zu lösen, vielleicht auch mit Absicht. Man benötigt das Chaos um eine neue Gesellschaftsform einführen zu können und bisher hat jede potische Entscheidung wohl mehr mit Absicht noch mehr in die Krise geführt. Lösungen welche die Krise tatsächlich beenden würden wurden überhaupt nicht in Betracht gezogen.

    EUROS in Dollar tauschen ist sicher eine gute Idee. Gold ist zu riskant da es zur Schuldenbekämpfung immer wieder an den Markt geworfen wird.

    Da geht sie dahin die Währung welche nur mit Milliarden von Schulden noch zu retten ist und damit eigentlich nur durch Schulden gestützt wird. Somit ist der EURO wertlos oder besser nicht mehr wert als die Schulden welche dahinter stehen um den Verfall aufzuhalten.

    Danke an die Politik! Sehr gut gemacht. Jeder Looser hätte das auch geschafft.

  4. König sagt:

    Das ist nur ein weiterer Baustein im Krieg der BRICS-Staaten um die Wiedereinführung von goldgedeckten Währungen und um die Ablösung des US-Dollar als Weltreservewährung.
    Wir sollten uns ebenfalls vom US-amerikanischen Luftgeld lösen und auf die Seite der BRICS schlagen. Ansonsten werden wir mit der FED untergehen.

  5. Atreides sagt:

    Das Ende des Euros ist (hoffentlich) nicht mehr weit, dann hört das ganze Herumgekasper auf Kosten der Bürger auf.

  6. Selbstdenker sagt:

    Gute Idee!
    Die Menschen in Deutschland sollten sich auch von ihren Euro`s auf den Konten trennen. Wenn es die „großen Investoren“ vormachen, dann muss diese Idee doch gut sein, oder?

  7. Bumerang sagt:

    Da kommt er, der Bumerang für Agenda 2010.

    Das Lohn, Sozial- und Rentendumping in Deutschland dürfte fortan teuer bezahlt werden, indem man seine Nachbarn am Ende mit weit über einer Billionen Euro wird stützen müssen (Targetkredite aktuell 680 Mrd. Euro, Rettungsschirme, Bürgschaften und Garantien weitere 214 Mrd. Euro).

    Alleine der Ausstieg Griechenlands aus dem Euro wird die Deutschen 80 Mrd. Euro kosten, darin nicht enthalten die Kosten für den jüngsten Haircut (etwa für öffentliche Banken), die sich auf weitere 20 Mrd. Euro summieren.

    Der Euro offenbart sich endlich als das, was er immer war: Eine gewaltige Ponzi-Währung, an der sich Export-Industrielle (nicht Export-Arbeiter!) und ihre Finanziers der Bankenelite reich gelabt haben. Während die Gewinne in private Taschen verschwanden, blieb dem Volk die Sozialisierung dieses Desasters, Lohn-, Sozial- und Rentenabbau. Just jene Wirtschaftselite – die 3% – bilden auch die Polit- und somit Medienelite. Sie bilden die Speerspitze der Euroromantiker (in Wahrheit knallhartes finanzielles Interesse einer Minderheit), Geld kennt keine nationalen Eitelkeiten und somit wird der Pöpel (alt-franz.) – ungeachtet aller Grenzen – weiterhin für die gewaltige Umverteilung herangezogen werden.