Wie private Endgeräte beruflich sicher eingesetzt werden

Unternehmen können Geld sparen, verwenden Mitarbeiter private Endgeräte. Wichtig ist dabei ein System, das für umfassenden Datenschutz sorgt. So können beispielsweise berufliche Inhalte nach Verlust eines Gerätes automatisch gelöscht werden.

Die gleichzeitige berufliche und private Nutzung von Arbeitsgerät birgt Risiken. Die größten Probleme bereiten Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS zeigt, dass 41 % der Arbeitnehmer sich Sorgen um den Schutz von Daten und geistigem Eigentum machen, wenn sie ein mobiles Endgerät sowohl zu privaten als auch beruflichen Zwecken benutzen.

Um die Datensicherheit zu gewährleisten, können Unternehmen einige Vorkehrungen treffen. Dies beginnt mit einheitlichen Einstellungen im Firmennetz und auf den Endgeräten. So
können gesicherte Verbindungen hergestellt werden, die Unbefugte nicht manipulieren können. Diese festgelegten Unternehmensrichtlinien werden ständig überprüft. Verstößt ein Nutzer gegen diese Regeln, kann er automatisch vom Firmennetz getrennt werden.

Eine klare Trennung zwischen privater und beruflicher Nutzung ist auch bei Emails wichtig: „Bei unserer Mobile Device Management Lösung (MDM) sind dienstliche von privaten Mailkonten sicher getrennt. Nachrichten können nicht zwischen verschiedenen Konten verschoben werden“, sagt Bernd Thome von der Rödl IT Operation GmbH.

Außerdem können Vorkehrungen getroffen werden, die verhindern sollen, dass Daten unterwegs in falsche Hände geraten: „Verliert ein Mitarbeiter sein Gerät oder verstößt gegen Unternehmensrichtlinien, können die beruflichen Daten unmittelbar und ‚over the air‘ – also aus der Entfernung – gelöscht werden“, sagt Bernd Thome.

Solche Lösungen werden künftig an Bedeutung gewinnen. Die technische Entwicklung und die Veränderungen am Arbeitsmarkt, die zu flexibleren Arbeitszeitmodellen und Anstellungsverhältnissen geführt haben, bringen nun eine neue Praxis bei der Ausstattung von Mitarbeitern mit sich: Die Mitarbeiter sollen sich um ihre Arbeitsgeräte selbst kümmern. Diese Entwicklung gilt unter dem Namen „Bring Your Own Device“ (BYOD) als eine zentrale Veränderung der künftigen Arbeitswelt.

War es bisher üblich, dass Unternehmen sämtliche Arbeitsmaterialien zur Verfügung stellten, übernehmen Arbeitnehmer nun von der Auswahl und Anschaffung bis zur Wartung der Geräte immer öfter alle Aufgaben selbst. Das private Gerät wird zum wesentlichen Bestandteil des beruflichen Alltags. Dies hat mehrere Vorteile. Der Mitarbeiter kann selbst wählen, welches Gerät er verwenden will. Er beherrscht das Gerät und kann eigenständig gewisse Wartungsaufgaben erfüllen. Das Unternehmen spart dabei Geld, weil es nicht mehr für die gesamten Kosten aufkommen und sich im Idealfall überhaupt nicht mehr um die Geräte kümmern muss.

Die TNS-Umfrage zeigt, dass BYOD weltweit wie auch in Deutschland ein stark verbreitetes Phänomen ist und an Bedeutung gewinnen wird. Vor allem mittelständische Unternehmen scheinen die Ausstattung ihren Mitarbeitern zu überlassen. Bereits 46 % der Angestellten von Mittelständlern haben die Möglichkeit, selbst über ihre Arbeitsgeräte zu entscheiden. Bei Großunternehmen sind es nur 30 %. Mehr als die Hälfte der befragten Mitarbeiter gab an, sie würden ihre Arbeitsgeräte auch für private Zwecke nutzen.

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