Junge Unternehmen in schweren Zeiten kreativer

Unternehmen die in wirtschaftlich schweren Zeiten gegründet werden, sind innovativer und in Folge umsatzstärker. Das KfW Gründungspanel hat ergeben, dass Unternehmen, die zum Zeitpunkt des Aufschwungs bereits etabliert sind, besser profitieren.

Unternehmen, die im Jahr 2010 gegründet wurden, waren kleiner und machten weniger Umsatz als jene, die im Jahr 2009 gegründet wurden. Außerdem sind die Neugründungen des vergangenen Jahres weniger innovativ. Dies ergibt das Gründungspanel der KfW-Bankengruppe.

Dass Unternehmen, die in wirtschaftlich schwereren Zeiten gegründet wurden, besser abschneiden, erklären die Autoren des Gründungspanels mit strukturellen Problemen und Beschränkungen im Angebot. Diese Probleme würden Unternehmen mit niedrigeren Markteintrittsbarrieren stärker treffen. Unternehmen, die zum Zeitpunkt des Aufschwungs allerdings bereits etabliert waren, konnten davon profitieren.

Die jungen Unternehmen bleiben weiterhin optimistisch: 91 % davon rechnen damit, dass ihr Umsatz im Jahr 2011 höher beziehungsweise mindestens gleich hoch ausfällt. Damit sind 6 % der Unternehmen mehr optimistisch als im vergangenen Jahr. Im Zeitraum der nächsten 3 Jahre rechnen 71 % damit ihren Umsatz mindestens halten oder steigern zu können.

Im laufenden Jahr waren Unternehmen weniger innovativ als im Jahr 2009. Der Anteil von Unternehmen mit Prozess- oder Marktinnovationen ging um 2 %, der mit Produktinnovationen sogar um das Doppelte zurück. Es wurden weniger Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betrieben. Die Ausgaben für FuE lagen durchschnittlich um 5.000 Euro unter denen des vergangenen Jahres.

Die gesunkene Innovationskraft erklärt das Gründungspanel mit den besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: „Durch die günstigen wirtschaftlichen Perspektiven im Jahr 2010 haben offenbar weniger junge Unter-nehmen die Notwendigkeit für eine Erweiterung oder Erneuerung ihrer Produktpalette oder für eine Verbesserung ihrer Herstellungsverfahren gesehen.“

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