Einzelhandel in Deutschland überrascht positiv

Der Absatz im deutschen Einzelhandel ist sowohl im Monats-, als auch im Jahresvergleich gestiegen. Damit entwickelt sich der heimische Handel überdurchschnittlich gut, während andere europäische Länder erhebliche Einschnitte erleben.

Der Absatz im Einzelhandel ist in Deutschland im April verglichen mit März um 0,6 Prozent gestiegen. Im gesamten Euroraum ging der Einzelhandel um 1 Prozent zurück. Besonders betroffen waren dabei die Krisenländer Spanien und Portugal (mehr hier). Dies teilt die Statistikbehörde der Europäischen Union (Eurostat) mit.

Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung im Jahresvergleich: Der Einzelhandel in den Euroländern ging im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5 Prozent zurück. Deutschland kann allerdings auch hier einen steigenden Absatz verzeichnen. Mit 1,3 Prozent mehr Einzelhandel gehört Deutschland zu den verbliebenen neun Ländern der EU mit einer positiven Entwicklung des Einzelhandels.

Kommentare

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  1. Theo sagt:

    Man sollte die Umsätze auf pro Kopf umrechnen. Wenn ich mich recht entsinne, war die aktuelle Bevölkerungsentwicklung dank Wanderungssaldo 2011 positiv, gut 50.000 Einwohner mehr. Das sind 50.000 Menschen die zusätzlichen Konsum verursachen. Dazu müsste zur Umsatzsteigerung auch die Teuerung und Inflation gerechnet werden. Insgesamt hat also jeder – pro Kopf – weniger konsumiert bzw. weniger als Gegenwert erhalten. Kein Grund zur Freude.

  2. Gast sagt:

    Naja, es wird Sommer und da sollte man schon einmal ein paar neue billige Sommerklamotten kaufen. So wird der Umsatz dann auch im Oktober-November steigen, weil es ja Winter wird und die alten Klamotten ausgedient haben bei diesen langen Kälteperioden durch den Klimawandel ( Erwärmung ). Somit ist dies rein saisonbedingt und hat nichts mit plötzlich steigendem Aufschwung oder so zu tun.

    Hinterfragen und dann Verstehen hilft solche Nachrichten als belanglos bewerten zu können. Es soll ja vorkommen das gerade im Sommer der Umsatz bei Urlaubsbuchungen besonders hoch ist. Nicht etwa weil die Wirtschaft boomt und brummt sondern weil einfach nur Sommer ist und die schönste Zeit des Jahres viel Wert ist. Leider kann Griechenland davon diesmals nicht so richtig profitieren.

  3. Richard sagt:

    Es könnte sein, dass die Bevölkerung, soweit sie einen Eurocrash vermutet in die Warenhäuser läuft und sich etwas gönnt, solange ihr Geld noch etwas wert ist.

    Klar, wenn man sich jetzt einen neuen Bildschirm oder ein Sofa kauft, ist das morgen immer noch wertvoll – egal was mit dem Euro passiert. Keine schlechte Strategie. Nebenbei wird unsere Wirtschaft noch etwas belebt. Warum nicht?

    Unabhängig davon gibt es ja einen Grundumsatz, der an alltägliche Bedürfnissen geknüpft ist. Ob Krise oder nicht, vermutlich jeder von uns möchte weiter morgens seinen Kaffee zum Frühstück haben oder abends beim Joggen brauchbare Turnschuhe tragen. Dafür ist hiesiger Bürger bereit, Autos zu bauen und der Kaffeebauer in der Südsee Kaffee anzubauen. Solange Politik und Banken nicht zuviel Schindluder treiben, wird dieser Grundumsatz auch immer da sein.

  4. wahnsinniger sagt:

    hallo Redaktion!
    sind die Werte nominal oder real, sind sie bereinigt um saisonale und zeitliche Faktoren? Es geht sicher etwas konkreter, wenn nicht, laßt die Propaganda!

  5. Lightning sagt:

    Ich hab diese Daten jetzt nicht konkret hinterfragt, dennoch halte ich sie für plausibel.

    Gerade wenn man bedenkt, dass es für viele heutzutage üblich ist „lebenswichtige“ Dinge wie z.B. eine neue Digicam für 69,90 auf Pump zu kaufen. Am Besten gleich auf 48 Monate oder mehr um ja viele Zinsen abzudrücken.

    Die Werbung ist voll von diesen in meinen Augen zweifelhaften Angeboten und das schon bei Minimalbeträgen. Bei einem Haus z.B. macht so was ja noch Sinn, aber für Konsumgüter u.ä. welche zumindest wertmäßig schon vor dem Ende der Laufzeit Schrott sind?! Aber werden sich wohl viele denken: „Warum soll ich es anders als unsere Politiker machen?“

    Ich frag mich ab wann wir unsere täglichen Lebensmitteleinkäufe endlich auf Pump abstottern können…

    • Vanessa_ sagt:

      Über diese seltsamen Finanzierungsangebote habe ich mich auch oft gewundert. Vorletzte Weihnachten warb Mediamarkt damit, alles kaufen zu können von der Kaffeemaschine bis zum TV-Gerät (sinngemäß) und es dann zusammen in einem Kredit über 24 Monate finanzieren zu können. Das Angebot galt (so habe ich es in Erinnerung) ab einem Einkaufswert von 100 €. Nun frage man sich mal: Wer muss 100 € über 24 Monate finanzieren? Ich habe eher den Eindruck, dass auf diesem Wege gezielt um Kunden geworben wird, damit die ihren Krempel überhaupt noch loswerden. Auch gibt es immer öfter Angebote mit 0 (Null) % Zinsen für die Finanzierung. Warum, wenn doch mit der Finanzierung nichts verdient wird? Richtig: Damit man noch einen Abnhemer findet.

      Die Wirtschaft hat schon lange einen gewaltigen Klacks, nur wird das durch die Propagandapresse/-medien wirksam kaschiert.

      • Lightning sagt:

        Wobei diese „0 %“ Finanzierungen für Endkunden sehr häufig nichts als verar… sind. Denn es mag schon sein, daß effektiv 0 % Zinsen verrechnet werden aber man kann sich alles „schönrechnen“, denn dann kommen noch die lustigsten Gebühren wie Abschlussgebühr, Kreditrechtsgeschäftsgebühr (in manchen Ländern), Kontoführungsgebühr, Auszugsgebühr, etc. hinzu. Die Anbieter sind da sehr kreativ und schell ist man umgelegt auf einen Zinssatz bei bei 7% p.a. oder mehr. Nur viele wundern sich dann weil sie das Kleingedruckte nicht gelesen haben.

        Selten aber doch habe ich auch schon echte 0 % Finanzierungen gesehen die maximal mit einer Mini-Abschlussgebühr belegt sind. Wobei wer hier glaubt, dass der Händler bei dem man kauft der „edle Spender“, der irrt nach meiner Erfahrung gewaltig. Hier werden im Üblichen die Zulieferer (Großhändler, Importeuere, Produzenten) mehr oder weniger unter Druck gesetzt („entweder späte bezahlung oder wir kaufen wo anders“). Nur genau diese Zuliefere sorgen häufig für viele Arbeitsplätze und wenn die immer später bis vielleicht garnicht mehr ihre Rechnungen bezahlen können… Ich glaub es ist klar wo das alles hinführt. Willkommen in der Schuldenfalle und zwar nicht nur staatlich.