EZB lässt Zinssatz in der Eurozone unverändert

Die Europäische Zentralbank hat den Zinssatz in der Eurozone nicht gesenkt. Beobachter fordern eine expansivere Geldpolitik, um die Krise in der Eurozone in den Griff zu bekommen.

Die Zinssätze für die einzelnen Möglichkeiten für Banken, sich Geld zu leihen, blieben unverändert. Für einwöchige Darlehen müssen Banken weiterhin 1 Prozent Zinsen zahlen, der Zinssatz für Spitzenfinanzierung bleibt bei 1,75 Prozent und eine Hinterlegung in der Einlagefazilität kostet weiterhin 0,25 Prozent Zinsen.

Beobachter wie die Investmentbank Goldman Sachs hatten bereits damit gerechnet, dass die EZB noch keine weiteren expansiven Maßnahmen setzen wird. Auf Dauer würden sich eine Senkung der Zinsen oder weitere Liquiditätsspritzen allerdings nicht vermeiden lassen, glauben sie.

Kommentare

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  1. Zwingmann sagt:

    Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum die DMN ihren LeserInnen nicht reinen
    Wein einschenken.
    In der Euro-Zone gibt es wie bei der seit 100 Jahren privaten amerikanischen
    Notenbank Fed private Notenbanken, deren ausschließliches Ziel es ist, im
    Interesse ihrer Anteilseigner(nationale und internationale Banken) Gewinne
    zu privatisieren und Verluste so sozialisieren.
    Dass, was jetzt die EZB um Draghi von sich gibt, gehört zum Spiel.
    Draghi und Monti sind Goldman-Sachs-Gewächse. Vielleicht beginnen die DMN einfach
    mal mit der privaten griechischen Notenbank und ihren Anteilseignern, dann wird klar,
    wofür ESF und ESM wirklich gedacht sind, Rechtsbrüche sind da einfach nur
    Kollateralschäden.

  2. rundertischdgf sagt:

    Wir wissen immer noch nicht genau, wo die 1 Billion Euro geblieben sind, die die EZB zum Anfang des Jahres auf den Geldmarkt schüttete. Ist dieses Buchgeld, wie es der bayerische SPD Vorsitzende Pronold erklärt, verschwunden, ohne etwas zu bewirken?

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/03/06/mdb-pronold-spd-erklart-das-handeln-der-ezb/

  3. Grauber sagt:

    Zinssätze dieser Größenordnung sind bereits NICHTS.

    Die Investmentbank Goldman Sachs sollte keinerlei Empfehlungen abgeben, da Griechenlands Aufnahmebilanz für die Aufnahme in die Eurozone, gerade zur Zeit der Führung von Goldman-Sachs-Europe durch Mario Draghi, durch tragische “ Fehler “ beschönigt war.

    Ist diesbezüglich eigentlich ein Strafverfahren eingeleitet worden ?
    Immerhin handelte es sich unter Umständen um schwere Wirtschaftskriminalität, es sei denn, dass dies im Rahmen eines zur Zeit ablaufenden Wirtschaftskrieges geschah.