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Moody’s kündigt weitere Herabstufungen für Euro-Staaten an

Griechen-Austritt und Spanien-Bailot werden Auswirkungen auf die Ratings aller europäischer Staaten haben, schreibt die Ratingagentur Moody's und kündigt eine Überprüfung aller bestehenden Ratings an. Damit könnte auch Deutschland seine Bestnote verlieren.

Die Ratingagentur Moody’s hat am Freitag angekündigt, alle Ratings der europäischen Staaten auf den Prüfstand zu stellen, sollte es zu einer Flucht Spaniens unter den EFSF oder einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone kommen. Beide Ereignisse wären schwerwiegend genug, um die Ratings aller Staaten zu überprüfen.

Der Nachrichtendienst Bloomberg schreibt, dass auch das Triple A Deutschlands in Gefahr sein – ebenso alle andere Bestnoten für europäische Staaten.

Moody’s gewichtet die Ereignisse unterschiedlich: Der Austritt Griechenlands aus dem Euro hätte gravierende Folgen für alle Staaten. Die Triple A Staaten müssten um ihre Top-Benotungen fürchten, die Südstaaten hätten dagegen sogar noch weitergehende Herabstufungen zu gewärtigen.

Ein Spanien-Bailout würde sich unmittelbar vor allem auf Italien auswirken. Dort sieht Moody’s die Probleme ähnlich gelagert wie in Spanien.

In dieser Woche hatte bereits Fitch seit Rating für Spanien gesenkt. Die Spanier dürften schon am Samstag um Hilfe beim EFSF ansuchen (hier).

Kommentare

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  1. robin sagt:

    jes super

  2. Gast sagt:

    Deutschland hat so etwa 7 Billionen Schulden inkl. zukünftiger offener Forderungen. Bei einer maximalen geforderten Verschuldung von 60 % über BIP, derzeit sind es 83 %, ist die offizelle Verschuldung ………….. upppps. Eigentlich sind wir schon im voraus für ein paar Jahre pleite und sollten schon mal langsam unter die ESM Rettungsdecke kriechen.

    Achso, und haften müssen wir ja auch noch für tolle neue Rettungen welche in die offizellen Schulden noch nicht eingepreist sind. Hmmmm ….. der Finanzrechner von Schäuble geht weit über seine Amtszeit hinaus. Tolle Leistung heute etwas zu schaffen was erst in Zukunft vielleicht realisiert werden kann – wenn man unendliches Wachstum voraussetzen kann, was auf einer begrenzten Welt mit begrenzten Resourcen natürlich nicht zutrifft. So leben wohl alle in einer Traumwelt jenseits unserer Galaxie.

  3. FDominicus sagt:

    Für alle Länder kann man sich auf einen Buchstaben und alles darunter beschränken
    nämlich D

    D) bald pleite
    DD) in der Pleite
    DDD) völlig pleite

  4. Dr.NorbertLeineweber sagt:

    Merkel verkauft unsere Bestnote für absolut nix! Ein Skandal!
    Alles vorhersehbar und von mir prognostiziert. Endlich rafft es den Musterknaben dahin ! Ich habe in zahllosen posts im HB die Herabstufung Deutschlands prognostiziert.
    Ich darf hierzu ein anderes Original aus der FAZ zitieren, exakt 4 Monate alt:
    Der große Knall:

    Dr. Norbert Leineweber am 09.02.2012 20:00 Uhr

    Wir haften mit einer Billion, in vier Jahren sind es mit Sicherheit schon zwei, das ist dann der sozialisierte Staatsbankrott. Am Ende wird es den Musterknaben dahin raffen, der die „griechische Reform“ schon vor Jahren hinter sich gebracht hat. Die Strukturen ändern sich nicht, wenn die Zentralbanken weiterhin die Staatsschulden finanzieren (Target 2). Es wird sich in der ganzen Eurozone an den Wettbewerbsstrukturen nichts ändern, am Ende wird das Land auch noch kaputt gestreikt. Mit jedem Tag mit weiterhin mangelnder Wettbewerbsfähigkeit der PIIGS und der vorhersehbaren Kapitalflucht aus Frankreich, wenn Hollande gewinnt, werden sich die Schulden weiter auftürmen. Der feste Wechselkurs im Euro ist der point of no return. Aus dieser Schuldenfalle gibt es kein Entkommen. Die Fehler des letzten Jahrzehnts können nicht über noch mehr Staatsschulden und noch größere Leistungsbilanzdefizite egalisiert werden. Wir sollten mit einer Billion aussteigen. Jedes weitere Monat im Euro wird dazu führen, dass Deutschland dem schlechten Geld die nächste Billion hinterherwirft.

    Tja, und wenn man meint, den einzigen Musterknaben, der sich reformiert hat, mit „gemeinsamen Bonds“ in die Pflicht zu nehmen, ist eben das Ende der besten Bonität erreicht.
    Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, weshalb die Herabstufung erst jetzt kommt. Das ist seit drei Monaten mehr als überfällig ! Die Agenturen sind im Tiefschlaf !

    • Karin Jürgens sagt:

      Herr Leineweber, Sie sind ein Träumer!
      Es wird mit Sicherheit keine vier Jahre mehr dauern, bis die zwei Billionen voll sind. Der kommende ESM wird die EZB „entlasten“, d.h., er wird die gut drei Billionen Euro, die die EZB derzeit in der Bilanz hat, übernehmen. Da GR, SP, IR, PO und Italien (Geheimtip, davon weiß bisher kaum jemand) ausfallen, werden wir von diesem Geld fast die Hälfte übernehmen müssen. Da haben wir schon locker die zweite Billion. Es ist ein merkwürdiges Gefühl zu sehen, wie unsere Politiker und der größte Teil der Bevölkerung in einer totalen Realitätsverweigerung verharren. In einigen Jahren heißt es dann: Das konnte doch niemand ahnen.