Laserscanner für mehr Verkehrssicherheit

Dank eines neuen 3D-Laserscanners kann nun während der Fahrt von Zügen die Strecke auf Hindernisse und Engstellen überwacht werden. Aber auch auf Straßen eingesetzt, kann der Scanner Schlaglöcher oder Spurrillen erkennen und so zur Sicherheit im Verkehr beitragen.

Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg haben einen 3D-Laserscanner entwickelt. Der neue Laserscanner ist Dank Infrarot für die Augen ungefährlich. So kann beispielsweise aus einem Zug, der mit 100km/h fährt, der Fahrweg vermessen und überwacht werden. „Für die Deutsche Bundesbahn haben wir einen Messzug ausgestattet, der mit mehreren Laserstrahlen die Umgebung der Bahnstrecke abtastet und mit vier Millionen Messungen pro Sekunde ein 3D-Abbild der Umgebung liefert“, sagt Harald Wölfelschneider vom Fraunhofer Institut.

Durch den Laserscanner lassen sich kleine Hindernisse und Engstellen schnell und präzise ausmachen, effektive Wege für Schwertransporte planen oder bei einer Installation an der Bahnstrecke vorbeifahrende Züge erfassen und auf verrutschte Ladungen prüfen. Dies kann erheblich zur verbesserter Sicherheit und die Zuverlässigkeit bei der Bahn beitragen.

Für die Straße entwickelte das Fraunhofer Institut ebenfalls einen augensicheren 3D-Scanner, der auf einem fahrenden Auto angebracht aus rund drei Metern Höhe die Straße scannt. „Mittlerweile lösen wir auch bei 80 Stundenkilometern noch Höhenunterschiede von 0,2 Millimetern auf der Straße auf“, so Heinrich Höfler vom Fraunhofer Institut. Der Laser kann genutzt werden, um Spurrillen, Schlaglöcher und Wasserabfluss-Möglichkeiten zu erkennen, und ist der erste Scanner, der von der Bundesanstalt für Straßenwesen dafür zugelassen ist.

Kommentare

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  1. Fred Kirchheimer sagt:

    Wieder neue Systeme, die ganz dem Trend entsprechen, daß man in Deutschland denjenigen das Leben leicht machen will, die es ablehnen für ihr Tun und Handeln selbst die Verantwortung zu übernehmen.
    Spurrillen und Schlaglöcher sollten eigentlich die Augen eines jeden Autofahrers erfassen können. Dazu braucht es keine technischen Assistenten.

    Na ja, mit irgendetwas müssen sich die vom Steuerzahler finanzierten Mitarbeiter des IPM ja beschäftigen. Und ab und zu muß man eben so tun, als ob der Bürger von diesen Aktivitäten auch profitieren kann.