Schuldenkrise: Mittelstand blickt mit großer Skepsis in die Zukunft

Die aktuelle Umfrage des BDI zeigt: Obwohl die deutschen Mittelständler ihre derzeitige Situation noch relativ positiv einschätzen, rechnen sie in den kommenden zwölf Monaten mit einer deutlichen Verschlechterung.

Die Schuldenkrise in Europa macht sich immer deutlicher auch in der deutschen Wirtschaft bemerkbar. Entsprechend schlecht schätzen die mittelständischen Industriefirmen die nächsten Monate ein. Trotzdem jeder zweite Betrieb seine derzeitige Situation als sehr gut oder gut einschätzt, rechnen die Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit schlechteren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Das geht aus einer Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) hervor.

Von den rund 1.000 befragten Unternehmen sehen 68 Prozent in der Schuldenkrise in Europa das größte Risiko für die Konjunktur. 67 Prozent gaben aber auch die Entwicklung der Energie und 62 Prozent die Rohstoffpreise an. „Nach wie vor sorgen die Konjunkturrisiken für Unsicherheit, die sich in vorsichtigen Umsatz- und Beschäftigungsprognosen für das aktuelle Geschäftsjahr widerspiegeln“, so der BDI.

Kommentare

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  1. cocooning sagt:

    Welcher Mittelstand? Nur in Baden-Württemberg gibt es diesen noch. Viele Bayerische Unternehmen wandern wegen besserer Konditionen nach Österreich ab. Seit 2002 sind über 400.000 Deutsche Arbeitnehmer nach Österreich ausgewandert. Viele von ihnen haben auch die Nase voll vom deutschen „Meisterzwang“ der Handwerkskammern. In Österreich bekommt man 14 Monatsgehälter. 43 Prozent aller Professoren in der Schweiz sind Ausländer. In Zürich und Bern stammt ein Drittel der Professoren aus Deutschland und im Jahr 2000 zählte Bern 60 deutsche Hochschullehrer, heute 97. Norwegen ist u.a. auch sehr attraktiv = Monatsgehalt ab 30.000 NOK aufwärts.