Deutschland: Größter Anstieg der Firmenpleiten seit zwei Jahren

Mehr als 2.800 Unternehmen erklärten sich im März für zahlungsunfähig, deutlich mehr als noch im Monat zuvor. Insgesamt werden sich in diesem Jahr weitaus mehr Unternehmen insolvent melden, als noch im vergangenen Jahr, so das Statistische Bundesamt.

Im März stieg in Deutschland die Zahl der Firmenpleiten so stark wie zuletzt vor knapp zwei Jahren. Insgesamt gaben 2.809 Unternehmen an, nicht mehr zahlungsfähig zu sein. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das eine Steigerung von 1,7 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Vergleicht man die Zahlen aus dem Monat März allerdings mit dem Vormonat, ist sogar eine Zunahme von 19,4 Prozent zu sehen. „Es häufen sich die Anzeichen, dass sich die deutsche Wirtschaft nicht länger von der Flaute in den übrigen Euroländern abkoppeln kann“, erklärt Christoph Niering, Vorsitzender des Insolvenzverwalterverbands VID.

Die Aussichten für die nächsten Monate sind ebenfalls schlecht. Die Exporte, die Produktion und die Industrieaufträge sanken im April. „Wir rechnen damit, dass 2012 wieder mehr Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten müssen“, so Christoph Niering. „Bei den geringen Margen, die in wichtigen Schlüsselbranchen wie Automotive, Logistik oder Bau erwirtschaftet werden, geht bei einem einsetzenden Abschwung vielen Unternehmen schnell die Puste aus.“ Darüber hinaus stiegen aufgrund mehrerer Pleiten von Großunternehmen die Forderungen der Gläubiger deutlich. Im ersten Quartal lagen sie bei rund zehn Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal waren es noch sieben Milliarden Euro.

Kommentare

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  1. hugin sagt:

    POLITLÜGEN UND WORTSCHÖPFUNGEN
    Politiker belügen und täuschen die Wähler. Ein Rückgang ist auch ein Wachstum nämlich ein „Minuswachstum“ ! Zur Ablenkung werden unbedeutende Tatsachen mit imposanten Formulierungen verkündet. Derzeit ist die Fußball-Europameisterschaft die ideale Gelegenheit von den unlösbaren Problemen abzuschweifen.

  2. Zahldrohne sagt:

    In den Nachrichten wurde genau das Gegenteil behauptet, irgendwas mit -0,x% ….

    • redakteur sagt:

      Der Rückgang von 0,6 Prozent, den die erwähnen, bezieht sich auf die Firmenpleiten insgesamt im ersten Quartal. Gegenüber Februar haben die Pleiten aber im März stark zugenommen und auch gegenüber dem Vorjahresmonat sind sie gestiegen.

      Die Redaktion

    • fischbach sagt:

      Seit wann glaubt man, was in den Nachrichten kommt ?

      Spiegel diktiert und die anderen müssen !
      So – ist das !

  3. Klotho sagt:

    Es ist so das eine kleine Gruppe von Menschen den grössten Teil des Vermögens besitzt weltweit. Die Spekulanten die auf Staatspleiten wetten und sonstige Investmenthaie verdienen Miilliarden mit diesen Wetten. An den Fananzcasinos der Welt wird gerade mit dem schwer erarbeiteten Volksvermögen gespielt und gewettet.
    Was die Politik nun endlich machen muss, dieses Finanzcasino endlich zu regulieren und dort die Gewinne abschöpfen über eine Finanztransaktionssteuer. Denn das ganze Kapital wird in diesen Finazcasinos von den Spekulanten verjubelt. 2008 haben sie dann alle nach den Staat geschrien um die Pleiten der Banken zu verhindern. Und was ist jetzt? Helfen die Spekuhalunken den notleidenden Staaten?
    Es besteht wirklich kein Grund eine grosse Wirtschaftskrise aufzubauen, man muss alles gut durchrechnen und die Berechnung auf naturwissenschaftliche Basis stellen und dann weiss jeder wo noch Geld zu holen ist. Und das von allen, die bei diesen Spekulationen und Wetten gewinnen. Nur scheint der Politik der Durchblick zu fehlen, sie wollen nicht die Spekulation an den Börsen regulieren. Dabei hat diese haltlose Spekulation schon Ende der zwanziger Jahre zu einer Depression geführt. Wenn die Politik daraus gelernt haben sollte, dann sollte sie dort was holen, wo noch was zu holen ist.

  4. Johannes Eber sagt:

    @ Dat wars

    Hevorragend geschrieben, genauso ist es; aber der Kampf beginnt erst.

  5. Dat wars sagt:

    Die komplette Vernichtung Deutschlands läuft auf Hochtouren.
    Verrat, von den Grünen mit der SPD im Schlepptau, die CDU hat sich ebenfalls den Grünen ergeben und im Ideologiewahn das Recht gebrochen. Ein Volk starrt fassungslos und wie gelähmt auf den Ausverkauf seiner selbst. Umerziehung und gezielter Verrat lösen ein gesamtes Volk auf. Der in den letzten 60 Jahren erarbeitete Wohlstand ist dahin, die wahren Auswirkungen werden langsam klar, deswegen die Eile des Bundestags die Versklavung für Deutschland zu manifestieren. Steigende Insolvenzen, Unternehmensverlagerungen ins Ausland, zunehmende Hartz4-Alimentierung. Eine Staatsverschuldung von über 80 %, jährliche Zahlungen im Hunderte Milliardenbereich, eine verrottende Infrastruktur und die anstehende Übernahme der EU-Schulden mit gravierendsten Einbussen auf die Lebensqualität.
    EU, Ein Untergang. Ein nachhaltiger Wirtschaftskrieg geht senem Ende entgegen.

    Ein Zeitzeuge des deutschen Untergangs.

  6. Alfi sagt:

    In der Statistik fehlen die Betriebe, die „den Schuß noch gehört“ haben und vorher abgewickelt wurden( ohne Inso / Regelinso – ist auch eh‘ zu teuer;Ein Vergleich mit den Gläubigern ist sowieso besser und smarter zu Regeln).

    Weiterhin fehlen die Betriebe, die eigentlich trotz Inso-Antrags-Pflicht noch weiterhin vor sich herwurschteln (mangels Alternativen).

    Aber die Antragspflicht für Inso wg. Überschuldung wurde bis Ende 2013 ausgesetzt.

    Noch Fragen? Es sind m.W. wohl noch sehr viele „Zombie-Betriebe“ unterwegs,..

  7. Johannes Eber sagt:

    Liebe Redaktion,

    bitte geben Sie meinen Kommentar frei.

  8. Nicole sagt:

    DIE BESTE REDE ALLER ZEITEN !!!
    Charlie Chaplin: „Es lebe die Revolution der Freiheit!“ – Gänsehaut pur!
    http://www.youtube.com/watch?v=8mjLQiw0Q5U

    Ich sag nur: „WOOOW!“

  9. odin sagt:

    Schlecker war wohl kein Einmamm-Betrieb!

  10. Fabrik sagt:

    @Party Animal

    über 70 Prozent aller Arbeitsplätze und 90 Prozent der Unternehmenssteuern werden von kleinen und kleinsten Betrieben erwirtschaftet.
    Die sterben alle leise jeder für sich so hin da steht nichts in der Zeitung wie bei Schlecker oder Opel.

    Also