Erneuerbare Energien: Investitionen in Rekordhöhe

Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist im vergangenen Jahr weiter vorangeschritten. Die Investitionen stiegen um 17 Prozent in diesem Sektor. Erneuerbare Energien decken mittlerweile 20,3 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.

„Die weltweite Trendwende hin zu erneuerbaren Energien ist heute Realität“, sagte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel als Reaktion auf die neuesten Daten des „Globalen Statusberichts zu erneuerbaren Energien 2012“ vom Politiknetzwerk REN21. Diese zeigen, dass die Erneuerbaren Energien auch im vergangenen Jahr weiter ausgebaut wurden. Die Investitionen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um fast 17 Prozent auf den Rekordwert von 257 Milliarden Dollar. Mittlerweile decken die Erneuerbaren Energien 16,7 Prozent des Endenergieverbauchs und rund 20,3 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs. Die Investitionen in diesem Sektor lagen somit 40 Milliarden Dollar über den Investitionen in fossile Energieerzeugung.

„Die Zahlen bestätigen eindrucksvoll, dass die deutsche Energiewende den weltweiten Trend setzt“, erklärte der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier. „Die Energiewende sichert damit Deutschlands Rolle als Vorreiter eines dynamischen weltweiten Wachstumssektors, der uns darin unterstützt, Klimaschutz, sichere Energieversorgung und nachhaltiges Wachstum zu vereinbaren“. Die Zahl der Länder, die sich Zielvorgaben für den Ausbau Erneuerbarer Energien gemacht haben, stieg ebenfalls auf mittlerweile 118, von denen mehr als die Hälfte Entwicklungsländer sind. Nach China, den USA und Deutschland kam es besonders in Spanien, Italien, Indien und Japan zu einem Wachstum in diesem Sektor.

REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century) ist ein globales Politiknetzwerk, das 2005 im Anschluss an die Bonner “renewables2004”-Konferenz ins Leben gerufen wurde. Unter anderem sind darin Regierungen, internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen sowie Vertreter aus der Wirtschaft und der Finanzwelt in dem Netzwerk vertreten.

Kommentare

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  1. Wlad sagt:

    und wo bleibt die freie energie?!

  2. Richard sagt:

    Das mit der regenerativen Energie ist ja alles schön und gut, aber seien wir ehrlich – keine dieser Techniken kann Energie zu einem Preis liefern, den das mehrere Milionen fassende Heer von Geringverdienern und Hartz4-lern bezahlen kann und will.

    Was wird da tatsächlich gemacht?

    Da werden Steuergelder in ineffiziente Großprojekte gedrückt, damit Bankiers, sogenannte Investoren sich an den Steuergeldern bereichern können, Stichwort Off-shore-Windparks, während Hartz4-Empfängern der Inflationsausgleich verweigert wird. Politiker und Parteigänger bekommen dabei ihren lukrativen Nebenjob. Dass dabei die Landschaft ungebührlich verschandelt und die Tiere gestört werden – Sch*** drauf. Hauptsache die schnelle Mark machen!

    Was wäre denn sinnvoll für ein hochverschuldetes Land?

    1. Dezentrale Anlagen
    Kleinanlagen, die optimalerweise vom Bürger selber mit Materialen aus dem Baumarkt hergestellt werden können. Die Entwicklungshelfer in den Dritte-Welt-Staaten machen das schon seit Jahren. Ein Windrad konnte man schon in der Antike bauen, dafür bedarf es keiner Carbon-Verbundwerkstoffe und ähnlichen kostentreibenden Unsinn.
    Hier mal ein Beispiel einer dezentralen Anlage als Denkansatz:
    http://www.lr-online.de/regionen/cottbus/Windenergie-vom-Dach;art1049,3317114

    2. Effektivere Anlagen
    Windräder mit einfachen Flügeln sind eine rückständige Technik der Antike.
    Wind läßt sich nicht nur durch Rotoren übertragen. Für Häuserwände sind Flächentechniken gefragt, keine Rotoren. Druck ist bekanntlich Kraft pro Fläche. Da liegen die tatsächlichen Möglichkeiten. Und auf ein freistehendes Einfamilienhaus wirkt mehr Energie ein, als im Haus im Jahr verbraucht wirkt. Im Meer riesige Rotoren aufzustellen ist das Infernal technologischen Diletantismusses bei gleichzeitiger Vernichtung von Steuergeldern.

    3. Zahlreichere Anlagen.
    Durch unser Land fegen Windmengen, die, genutzt mit kleinen, effektiven Flächenanlagen, die sich unscheinbar an Häuserwände, Brücken und ähnlichem schmiegen, mit ziemlicher Sicherheit den gesamte Strom der BRD gewinnen könnten.
    Statt Elektromotoren für elektrische Fensterhebern und Seitenspiegeln an Autos zu verschwenden, sollten diese lieber in solchen Kleinanlagen Energie einfangen und ins Netz einspeisen – praktisch zum Nulltarif.

    4. Chemische Speicherung.
    Ähnlich wie die Rapspflanze Energie in Öl umwandeln kann sind chemische Anlagen zu bauen, welche überflüssigen Strom aus Stoßzeiten der Gewinnung in Öl umwandeln, welches dann als Treibstoff oder Energiespeicher genutzt wird. Die dazu nötige Technik existiert bereits im Wesentlichen und ist patentiert – jedoch in der BRD verboten.

    • data sagt:

      Hi richard

      interessant was Du da sagst bzgl. Flächenanlagen. Ich höre das erste mal davon. gibt es da schon was brauchbares oder ist das noch Theorie?

      • Richard sagt:

        Hallo data,

        ähnliche Anlagen sind bereits im Bereich Wellenenergie-Nutzung im Betrieb, teilweise als Prototypen. Auf Youtube findet man dazu auch diverse Videos.

        Unabhängig davon sind der Kreativität da natürlich keine Grenzen hinsichtlich der praktischen Umsetzung gesetzt. Ich selber entwickle momentan hobbymäßig daran, komme aber aufgrund der hohen Anzahl an Möglichkeiten mit dem Prototypenbau gar nicht mehr hinterher.

    • Target2 und Crash kommt herbei sagt:

      Gigantismus, Subventionismus, Geldverschwendung, Großanlagen,
      bei dem die großen Subventionsempfänger absahnen, sodaß de-
      zentral nichts gemacht wird, und auch nicht gemacht werden soll,
      das ist unsere Klientelpolitik. Mit dem weltweiten Finanzcrash ist es
      dann aus damit. Dann, und nur dann gibt es die Chance, wie sich je-
      der preiswert alternative billige Technik besorgen kann und zusam-
      menbauen kann.

      • Richard sagt:

        Ja, das zentrale Problem in unserer Zeit hinsichtlich Energiegewinnung ist eher ein Politisches denn Technisches.

        Abhängig machen ist eins der Kernziele von Globalisierung und Neoliberalismus.

        Eine energietechnische Unabhängigkeit der Bevölkerung ist überhaupt nicht gewollt und wird systematisch verhindert. In diesen Rahmen ist letztlich auch Guantanamo einzuordnen.

    • Michele sagt:

      So ein futuristisches Windradchen für mein Gärtchen, würde ich schon vom Baumarkt nehmen! 🙂

  3. flurdab sagt:

    Tja, und wegen der Vorreiterrolle werden die Subventionen der Solarindustrie derartig zusammen gestrichen das diese in Deutschland aufgibt.
    Aber wie wir ja alle wissen ist die Atomkraft die einzige erneuerbare Energie von der die FDP Spenden bekommt.
    Aber ist Teppich- Niebel nicht auch bei der FDP?
    Ach egal.
    Es soll jetzt einen neuen Logistikanbieter in Deutschland geben, den BND. Transporte weltweit zu sehr günstigen Konditionen.

  4. Korruption sagt:

    Wir werden bei der Energiewende genauso belogen wie beim Euro!
    Es geht wohl wirklich um die totale Abschaffung Deutschlands.