Schäuble gegen Hollande: Franzöisches Renten-Alter verstößt gegen EU-Regeln

Rückschlag in der deutsch-französischen Freundschaft: Finanzminister Wolfgang Schäuble kritisiert die Entscheidung des französischen Präsidenten, die Rente mit 60 teilweise wieder einzuführen. Hollande verstoße damit gegen die europäische Marschrichtung. Deutschland ist zur Solidarität bereit - aber nur, wenn Abmachungen eingehalten werden.

Kurz vor den Parlamentswahlen hatte Francois Hollande eines seiner Wahlversprechen eingehalten: Die Rente mit 60 wird für bestimmte Arbeitnehmer wieder eingeführt werden. Schon 2013 können dann rund 100.000 Franzosen von dieser Überarbeitung des Rentensystems profitieren. In Deutschland hingegen wird das Renteneintrittsalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält nichts von Francois Hollandes Wahlgeschenk. „Wir haben in Europa beschlossen, unsere sozialen Sicherungssysteme an die demografische Situation anzupassen“, sagte er in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Stampa. „Alle unsere Gesellschaft altern. Aber die Entscheidung von Präsident Hollande, das Rentenalter zu senken, ist nicht im Einklang mit diesem Ansatz“, so Wolfgang Schäuble.“ Zwar seien die deutsche Regierung und Deutschland bereit, „mehr Solidarität zu zeigen“, „aber die Solidarität für andere, und auch für die Griechen, beginnt mit dem Einhalten der eigenen Versprechen“, fügte er hinzu.

Kommentare

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  1. Schnuff Hundihund sagt:

    Wo ist das Problem? Hier die Renten auch auf 60 und gut ist. Was die können, können wir schon lange. Wenn wir demnächst den Bundestag abschaffen, ist wieder genug Geld dafür da. Gut, dann gibt es natürlich ca. 600 HartzIV-Empfänger mehr, aber das sollte auch kein Problem sein.