Französischer Abgang: Crédit Agricole bereitet Rückzug aus Griechenland vor

Die französische Großbank Crédit Agricole will sich offenbar bald aus Griechenland zurückziehen. Als erste Maßnahme musste die Tochter Emporiki Bank alle Filialen auf dem Balkan an die Mutter in Paris zurückgeben.

Die französische Großbank Crédit Agricole ist Meister im französischen Abgang: Vor zehn Jahren verließ sie schlagartig Argentinien, nachdem das Land die Pleite anmelden musste. Nun ventiliert die Bank als erstes Institut den Abzug aus Griechenland, wo ihr mit der Emporiki Bank die sechtsgrößte Banke des Landes gehört. Das WSJ zitiert eine Insiderin, dass solche Pläne konkret durchgespielt werden. Also Option gilt der Verkauf oder aber die Schließung der Emporiki. Als erste Maßnahme hat die Emporiki am Donnerstag bekanntgegeben, ihren Niederlassungen am Balkan an die Mutter Crédit Agricole zurückzugeben. Dies habe natürlich nichts mit der Griechenland-Krise zu tun, sondern sei seit Jahren geplant.

Crédit Agricole würde der Auszug aus Griechenland mindestens 5 Milliarden Euro kosten. Man beginnt zu verstehen, warum dem französischen Präsidenten Hollande der ESM als Banken-Retter so außerordentlich am Herzen liegt (mehr hier).

Kommentare

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  1. otto936 sagt:

    Keine Angst, die Deutschen decken den französischen Rückzug. Es wird alles gut.

  2. odin sagt:

    Die Rettung sollen mal wieder Andere bezahlen wie immer in Frankreich!