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Spanische Banken werden deutlich mehr als 100 Milliarden Euro brauchen

Im April hoben die Spanien über 60 Milliarden Euro von ihren Banken ab, Tendenz steigend. Ein großes Risiko für die angeschlagenen Banken, die bereits jetzt extrem abhängig von den Krediten der EZB sind. Eine Erhebung der spanischen Zentralbank hat ergeben, dass die im Bailout veranschlagten 100 Milliarden Euro nicht reichen werden, um die Banken zu retten.

324 Milliarden Euro haben sich die spanischen Banken im Mai von der EZB über das Eurosystem geliehen. So stiegen die Nettoforderungen der spanischen Zentralbank, über die die heimischen Banken bei der EZB Geld beziehen, auf 287,813 Milliarden Euro. Im April waren es 263,535 Milliarden Euro – aber noch vor einem Jahr lag der Betrag bei lediglich 53,134 Milliarden Euro.

Die Lage der spanischen Banken hat sich in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt. Die 287,813 Milliarden Euro Nettoforderungen machten 82,9 Prozent der gesamten Nettoforderungen des gesamten Eurosystems aus – im April waren es 68,9 Prozent der gesamten Nettoforderungen, die an Spaniens Banken gingen.

Die Daten der spanischen Nationalbank bestätigen demnach, dass der wirkliche Bedarf der nationalen Banken deutlich über den 100 Milliarden Euro, die der Staat von den EU-Kollegen beantragt hat, liegen muss. Der hohe Anstieg der aufgenommenen Kredite ist jedoch auch auf die Nervosität der spanischen Bevölkerung zurückzuführen. Zwar heben die Spanier noch nicht in dem Umfang Geld von ihren Konten ab, wie die Griechen (hier sind es bis zu 800 Millionen Euro täglich – mehr hier), aber die Kapitalflucht verstärkt sich. Allein im Mai verringerten sich die Einlagen auf spanischen Banken um 66,2 Milliarden Euro – der höchste Wert seit 1990.

Die Situation in Griechenland und Spanien ist so beunruhigend, dass bereits seit einiger Zeit über eine Verschärfung der Kapitalverkehrskontrollen in der Eurozone diskutiert wird. Quellen von Reuters zufolge hätten Mitglieder der Arbeitsgruppe der Eurogruppe seit rund sechs Wochen in Telefonkonferenzen detailliert über eine solche Option gesprochen. Es handele sich nicht um politische Diskussionen, sondern um Gespräche zwischen Finanzexperten, die auf alle Eventualitäten vorbereitet sein müssten, sagte eine Quelle.

Kommentare

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  1. Schmierlappen sagt:

    So der Toro Rosso der edelmütige hats in wirklichkeit garnicht nötig.
    Hochmut kommt vor dem Fall.
    Und nach dem Fall kommt Griechenland ohne Ehre ohne Stolz was solls.

  2. hanny12 sagt:

    Da wird es wohl nichts mit den Bank Run
    Rette sich wer kann!
    Einen Versuch haben wir noch die Zeit eilt.
    Bitte die Petition unterschreiben.

    : Finanzpolitik – Keine Ratifizierung des ESM-Vertrages und des Fiskalpaktes vom 27.04.2012

    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=sign;petition=25090;limit=10;sort=pet_sign_nr;dir=down;start=0

    Es ist wieder soweit!
    Müssen wir wieder Angst haben

    Verfolgung von Meinungsäußerungen

    http://www.readers-edition.de/2012/06/15/verfolgung-von-meinungsauserungen/

    • Schmierlappen sagt:

      Angst vor was vor dem Kapitalistischen zerfall,leiden werden die am meisten die jetzt gemütlich eingbettet im Finanzsystem oben mit einer 35 Std Woche auf der Sahne rumblubbern dann wird sich zeigen wer hart genug ist.
      Ich bin dabei es lebe der Untergang!!!

  3. uri125 sagt:

    Es wird weiter verharmlost, aber langsam merkt auch der verschlafenste das hier einiges aus dem Ruder gelaufen ist und wir möglicherweise mit einem Crash rechnen müssen. Die TAge des Euro sind gezählt und das wissen die Akteure auch.
    Diese wollen nun Retten was zu Retten ist, und das sind in erster Linie Banken und Hedge Fonds. Das dies auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird ist erstmal Nebensache. Aber es wird nicht funktionieren. Nun gehts auch in Frankreich schon los. Wer über 2000 Euro abholen will , muss dies eine Woche vorher ankündigen. Angeblich wg des Überfallrisikos. Was soll denn das. Wer ein Auto kaufen oder eine Auktion begehen will braucht bis 10000 Euro Bargeld. Es ist lächerlich. Aber hier herrscht schon die Angst vor der Plünderung der Konten vor. Nein, das Geld was du auf dem Konto hast ,gehört Dir nicht. Darüber entscheidet die Bank. Ja, es ist ein Irrtum dies zu glauben.
    Es ist zu spüren EU weit, dass die Menschen den Glauben an die Währung verlieren, da diese immer mehr zur Belastung für den Einzelnen zu werden droht.

  4. Selbstdenker sagt:

    Grußwort von Prof. Dr. Wilhelm Hankel an die Teilnehmer der Demonstration gegen den ESM am 19.06.2012 in Karlsruhe.

    MÖGEN ES 100.000 UND MEHR SEIN!

    http://de.ibtimes.com/articles/25799/20120615/gru-wort-von-prof-hankel-an-die-demonstranten-die-am-19-06-12-in-karlsruhe-demonstrieren.htm

  5. otto936 sagt:

    Ich glaube ich bin ein „Finanzexperte“. Ich wusste das nämlich schon letzte Woche – Schäuble anscheinend nicht :)

  6. Werner sagt:

    „…Spanische Banken werden deutlich mehr als 100 Milliarden Euro brauchen…“

    Ha , andere (andere als DMN) sind da schon ein bisschen weiter :

    „…Spain’s Fixed??? Even Spain’s PM Admits that REAL Capitalization Needs Are Closer to 500 billion Euros!!!:::“
    http://www.zerohedge.com/contributed/2012-06-16/spains-fixed-even-spains-pm-admits-real-capitalization-needs-are-closer-500-b

    mfg. Werner

    • redakteur sagt:

      Haben wir auch schon gesehen, versuchen aber noch ein wenig zu verifizieren. Danke für den Hinweis! Die Redaktion

      • Werner sagt:

        Da wollt ihr wohl morgen nochmal eine Story draus machen : Gibt wohl mehr Google-Clickpoints .

        • redakteur sagt:

          Nein, aber wir haben das noch mal geckeckt. In ZH wird nicht klar, wo Rajoy das gesagt haben soll. Die 350 Milliarden Euro beziehen ich offenkundig auf die, die JP Morgan für ganz Spanien ermittelt hat. Das hatten wir vergangene Woche bereits, sehen als keine Notwendigkeit, das zu wiederholen. Trotzdem vielen Dank für den Hinweis. Die Redaktion

          • Werner sagt:

            Das sehe ich anders :
            Vor einiger Zeit hatte ich mal gelesen dass in Spanien 3 Millionen Wohnungen / Häuser unverkäuflich leer stehen . Nimmt man mal nur einen Durchschnitt von € 300000 Euro pro leerstehender Wohnung / Haus an so ergibt das alleine € 900 Milliarden „faule Hypotheken“ in den Büchern der Banken . Ganz unabhängig von den Schulden der spanischen Regionen und des Staates . Wie sieht es aus mit den Schulden von staatlichen / kommunalen Firmen ?
            Diese primitive Überschlags-Rechnung zeigt sofort dass € 500 Milliarden wohl noch sehr untertriebeb sind . Und wer zahlt das alles bei einer Wirtschaft mit 25% Arbeitslosigkeit ab ?
            Man sieht sofort dass Spanien bankrott ist und die Politiker als auch die Medien (incl. DMN !) die richtigen Zahlen verschweigen und mit gezinkten Zahlen operieren . Die echten Zahlen werden nur scheibchenweise heraus lassen , ebenso werden die richtigen Fragen (wie wird das von wem bezahlt und wieviel Jahrhunderte würde das dauern) unterdrückt bzw. nur oberflächlich am Rande ohne wirkliche Antwort behandelt .

            mfg. Werner

          • redakteur sagt:

            Sie haben Recht im Hinblick auf Spanien, wo tatsächlich die Immobilienblase das Hauptproblem ist. Und natürlich gibt es mehrere Faktoren, die zu dem Desaster geführt haben. Dieser Artikel zeigt einen Aspekt auf. Die Redaktion

  7. Grendel sagt:

    Jemand überrascht? Wenn, ja warum?

  8. Freiheit für Preußen! sagt:

    Wie überraschend. Die unseriösen Medien verbreiten mittlerweile die Propaganda, dass Italien besser dasteht als befürchtet – als wenn wir dieses Drehbuch nicht schon 3-4mal gelesen hätten und am Ende doch jedes Pigs geschlachtet wurde…

    • Selbstdenker sagt:

      http://news25.de/news.php?id=55416&storyid=1339860786121

      Von wegen, Italien steht gut da. Propagandalügen!

      • Korsar sagt:

        Diese Krisen des Herrn Monti, werden immer beschwichtigt. Bis negiert. Seine kurzfristigen seichten Einwände, sein öffentliches Aufatmen, das alles ist seine Prägung durch seinen Beruf. Er ist Banker und das Beschwichtigen und verharmlosen hat er drauf. Das Problem ist, er spricht zwar italienisch, handelt aber für Amerika`s Finanzen. Die Politik, der kurzfristigen Statements, werden auch wir in Zukunft bekommen, wenn der ESM- Vorstand die deutsche Politik ändern will, indem er Milliarden aus Deutschland abruft. Deutschland kann in Zukunft keine eigene Politik mehr machen, diese wird in Zukunft von Diktatoren gemacht. Und unser Bundestag, liefert uns diesen aus. Das ist wahrhafter Hochverrat.

  9. Werner sagt:

    „…Spanische Banken werden deutlich mehr als 100 Milliarden Euro brauchen …“

    Und wieso serviert uns die DMN das als „Nachricht“ ?
    Das wusste doch schon vor vielen Wochen jeder Depp !

    mfg. Werner

    • Wutbürger sagt:

      Vielleicht liest hier ja mal ein MdB mit und schnallt es langsam auch, dass die Götterdämmerung mit noch so vielen Stellen vor dem Komma nicht mehr aufzuhalten ist.

  10. Sophokles sagt:

    WICHTIG!!!

    Etwas in anderer Sache – da die Mainstream-Medien bislang noch nicht darüber berichten, mache ich es hier:

    Ein riesiger Sonnensturm ist heute unterwegs zur Erde und kann zu ungeahnten Auswirkungen führen. Ankunftszeit ist ca. 20:00 Uhr Mitteleurop. SZ.

    Es empfiehlt sich alle Elektrogeräte vom Netz zu nehmen!

    • Richard sagt:

      Ok gebont, noch etwas in „anderer Sache“ –

      Nach den Berechnungen des international anerkannten Professors Pirkheimer hat der Venusmond Tetra seine Umlaufbahn verlassen und rast nun auf die Erde zu. Sein Aufprall steht unmittelbar bevor. Dies bedeutet das Ende unseres Planeten.

      Nur alle Menschen die innerlich und äußerlich sauber sind, haben nichts zu befürchten.

    • bauagent sagt:

      Super Schauspiel und die Nasa kann nicht erklären, welche Folgen dieser Sonnensturm hat:

      Live Kamera

      http://www.swpc.noaa.gov/sxi/goes15/fl_pthna_0.026/