General Electric will deutsche Mittelständler kaufen

Der US-Konzern GE sieht in deutschen Familienunternehmen attraktive Ziele zur Übernahme. Daher wollen die Amerikaner nun in Deutschland sondieren, welche Mittelständler in Frage kommen. Bisher war GE kein Weltmeister in Übernahmen.

Der US-Industriekonzern General Electric möchte Familienunternehmen im deutschen Mittelstand kaufen. Mit einem vier Mann Team sondieren die Amerikaner, unterstützt von Investmentbanken, attraktive Ziele. Der deutsche GE Manager Christoph Reimnitz sagte der SZ, dass er auf der Suche nach Technologieführern sei, am liebsten in den Sparten Medizin-, Beleuchtungs- und Energietechnik sowie dem Finanzierungsgeschäft. Bis Jahresende wollen die Amerikaner die erste Übernahme geschafft haben. GE machte zuletzt einen Jahresumsatz von 147 Milliarden Dollar. Derzeit beschäftigt GE in Deutschland 7.000 Mitarbeiter an 70 Standorten.

Die Pläne der Amerikaner wirken ehrgeizig, weil selbst die eine Übernahme in diesem Jahr nur dann gelingen kann, wenn man bereit ist, den Mittelständlern Premium-Preise zu bezahlen. Denn das aktuelle Marktumfeld bietet wegen der unsicheren Konjunktur in der Regel nur schlechte Rahmenbedingungen – weshalb in Familienunternehmen die Lust, sich kaufen zu lassen, eher begrenzt ist. Außerdem sind Familienunternehmer sehr skeptisch, was forsch auf den Markt eintretende Amerikaner anlangt. Der deutsche Mittelstand legt viel Wert auf Nachhaltigkeit und Solidität. In beiden ist GE kein Weltmeister, wenn man sich die Geschäftspolitik der vergangenen 10 Jahre ansieht. So hat GE auch im Bankenbereich immer wieder gekauft, um dann zu verkaufen: Die CC-Bank in Mönchengladbach ist ein Beispiel – sie ging von GE an die SEB und ist heute ein Teil der spanischen Santander.

Kommentare

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  1. Dankmar sagt:

    @ Medienkritiker

    Mein lieber Medienkritiker alias Hans Weingartner?

    Ich habe alle ihre Kritik an die Forenteilnehmer gelesen und ich empfand es einen Tritt gegen die Menschenwürde, denn Sie haben sie als „geistesgestörte“ oder auch als „verhaltensgestörte“ charakterisiert. Solche Menschen wie Sie haben eine kommunistische grüne oder rote Seele und sicherlich auch Freunde von der Antifa. Stimmt meine Vermutung? Wenn nicht, dann äussern sich mal zu meinem Vorwurf. Und übrigens, ihr Nick ist Medienkritiker, und warum kritisieren Sie nicht mal die Qualitätpresse wie z.B. FAZ, Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel, Spiegel usw. usf. die mit kaum einer Silbe über ESM und den Fiskalpakt informieren, die für unser aller Zukunft lebenswichtig sind. Also zuerst da oben Birne einschalten und dann Mucke und noch etwas, haben Sie überhaupt mal den ESM-Vertrag gelesen?
    Ich ja und viele meiner Landsleute in diesem Forum auch.

    Mit freundlichen Grüssen

  2. Medienkritiker sagt:

    Werter Verfasser dieses Artikels,

    im ersten Abschnitt formulieren Sie ja noch schlüssig. Aber den haben Sie wahrscheinlich eh irgendwo abgeschrieben, denn der zweite Absatz ist von einer Qualität, die einen nur den Kopf schütteln läßt und der dann wohl von Ihnen ist:

    Hier werden dann nur noch Vorurteile gebracht, für die Sie keine Belege vorlegen können. Zudem benutzen Sie Formulierungen, wie man sie in Gossenblättern findet:

    mit Geld überschütten
    nur schlechte Preise
    die Lust, sich kaufen zu lassen
    Famileinunternehmen sind sehr skeptisch
    der Mittelstand legt Wert auf Nachhaltigkeit und Solidität
    GE ist kein Weltmeister

    Und als Tiefpunkt formulieren Sie dann abschließend: „GE hat auch im Bankenbereich immer wieder gekauft, um dann zu verkaufen“. Zum einen sind Sie nur im Stande die CC-Bank in MG zu nennen. Ja, ist das alles, werter Schreiberling, was Sie zu bieten haben? Sie deuten an, daß es neben Bankenkäufe auch ander Käufe gegeben hat. Und, wo sind die Namen?

    Vormittags schreiben Sie über einen Verkehrsunfall auf dem Supermarktparkplatz, mittags über den Geburtstag der Putze des Bürgermeisters und nachmittags über die eingewachsenen Zehennägel von irgendeiner Schowschlampe. Bleiben Sie bitte dabei, denn zum Wirtschaftsjounralisten reicht es hinten und vorne nicht! Ich greife eine Formulierung von Ihnen auf: Mit diesem Artikel werden Sie nie und nimmer Weltmeister.

    • redakteur sagt:

      Im Jahr 2009 schrieb der Vorstandsvorsitzende Jeffrey Immelt an die Aktionäre: „Der Ruf unseres Unternehmens wurde in Mitleidenschaft gezogen, weil wir nicht das sichere und zuverlässige Wachstumsunternehmen waren, das wir hofften zu sein.“ Das haben wir mit „kein Weltmeister“ umschrieben. Danke dennoch für den Hinweis! Die Redaktion

      • Medienkritiker sagt:

        Schön, aber auch aus diesem Zitat Jeffreys läßt sich nicht ableiten, daß sich GE in irgendeinerweise als „Weltmeister“ sieht/sah.
        Genau mit dieser BILD-Sprache macht man sich angreifbar. Was will man denn bei den DMN? Qualität oder Yellowpage? Für das eine reicht es selten und die andere Seite interessiert sich doch nicht für die Absichten von GE.

        Quo vadis, DMN?

        • redakteur sagt:

          Wir sehen da keine grundsätzliche Problematik. In einem Punkt haben Sie jedoch Recht: Das mit dem „Geld überschütten“ ist zu boulevardesk. Haben wir geändert. Die Redaktion

        • Käpt´n Blaubart sagt:

          Werter Herr Medienkritiker, kritisieren Sie nur hier bei DMN oder auch bei den etablierten Schmierblättern?! Ich gehe jedoch davon aus, dass bei den Etablierten, ein Kommentar wie der ihrige ohnehin niemals erscheinen würde. Der Artikel ist zugegebenermassen nicht so optimal formuliert, haltlose Vorurteile kann ich jedoch keine finden. Haben Sie zufällig etwas mit dem Konzern GE zu tun, oder warum so empfindlich? Einen schönen Tag noch!

  3. USEUCOM sagt:

    Ich sage nur SHAEF Gesetz 52, wenn die für einen Mittelständler bezahlen, sind sie selber schuld.

    • Medienkritiker sagt:

      Gerade viele Kommentare am Wochenende zeigen, daß die Kommentatoren wohl Ausgang haben. Oder es fehlt der geregelte Anstaltsbetrieb und so brechen dann die abstrusesten Ideen unkontrolliert heraus.

      Wie fühlt man sich eigentlich, wenn man unter Wahnvorstellungen leidet und den wüstesten Verschwörungstheorien zwanghaft nachhängt? Über meinem Wandkalender steht die Jahreszahl 2012. Sie sind offensichtlich auf dem Stand vor 60 Jahren stehen geblieben. Wundert mich, daß Sie es doch irgendwie schaffen, einen PC zu bedienen.

      • Korsar sagt:

        Das sind alles weder Theorien, noch Verschwörungstheorien. Mit einem bischen Geist, lässt sich alles differenzieren. Und mit den eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen abgleichen. Und das heißt, das GE., bereits heute, die Produktionen in D., und J., schlagartig zum Stillstand bringen kann.

        Denn merkwürdigerweise, steckt in so gut wie allen, deutschen Erfindungen und Konstruktionen, bereits heute, immer die digitale Elektronik von GE., drinnen. Ohne diese Elektronik, kann ein deutsches oder japanisches Unternehmen gar nichts machen. Auch bei den Reparaturen, ist dies der Fall, warten auf Ersatzteile, auf ganze Komponenten, wird zum Geduldspiel.

        • Medienkritiker sagt:

          Ja, ja, die Wirtschaft beherrscht von wenigen Multis und dazu gehört dann wohl auch GE. Und wenn die eine Teil nicht mehr produzieren, dann geht die Welt unter?
          Lassen Sie uns doch teilhaben an Ihren eigenen Erfahrungen, die Ihre These von der Weltbeherrschung durch GE untermauern.
          Aber immer wenn die Schwarzmaler belegbare Beispiele vorlegen sollen, dann flüchtet man sich ins Vage.

          Mein Erkenntnisstand ist der, daß die Wirtschaft in höchstem Maße untereinander abhängig ist. Wenn nun eine Firma glaubt, Schaden anrichten zu können, dann wird es sie selbst umgehend treffen.

          Ich bezweifle zudem, daß eine einzige Firma soviel gebündeltes und vor allem exclusives Know How hat, daß es über das Wohl und Wehe der Welt entscheiden kann, so ja Ihre Theorie.

          Die Frage ist, ob andere Firma das Patent haben, aber das dürfte bei einer nationalen Bedrohung keine Rolle mehr spielen.

          Das was Sie als differenzieren bezeichnen, ist für mich doch nichts anderes als aktive Schwarzmalerei. Mit genügend Fantasie kann auch ich mir vorstellen, daß ein Tor bei der EM eine solche Kettenreaktion auslöst, daß am Ende die komplette Erde explodiert.

          Kehren Sie zur Realität und somit zu den Fakten zurück. Wenn Sie unbedingt GE als feindliche Bedrohung brauchen, dann sollten sie vielleicht zu allererst mal in Ihrer eigenen Psyche nach einem Grund dafür suchen.

          • papperlapap sagt:

            Und wo sind jetzt die Belege zu Ihrer Heilewelttheorie?

          • Korsar sagt:

            Sie wissen nicht nur gar nichts, deshalb stochern Sie hier so herum, sondern nennen sich auch noch „Medienkritiker“, weil sie eben nichts wissen. Und dann sprechen Sie auch noch in der Mehrzahl: „Lassen Sie uns doch teilhaben an Ihren eigenen Erfahrungen“. Sind Sie mehrere? Bis jetzt benötigt niemand ihre beifallheischenden Beiträge. Bislang brauchte hier noch niemand einen Vordenker.

  4. Richard sagt:

    GE ist einer dieser skrupelosen Konzerne, die jedwede ethischen Grundsätze, die anständige Menschen noch haben niedere Profitgier nachordnen.

    Bereits im zweiten Weltkrieg belieferten sie über ihr Tochterunternehmen AEG die Wehrmacht, während sie auf der anderen Seite des Teiches die US-Armee ausrüsteten. Der Historiker Sutton deckte dies vor ein paar Jahren bereits auf.
    Kriegsverlängernde Profiteure, die durch beliefern beider Kriegsparteien auf den Knochen zahlloser Opfer ihren Gewinn erhöhten.

    Der Hauptaktionär von GE war damals die J.P.Morgan.

    Solche Kriegsprofiteure jagt man besser aus dem Land.

    • Medienkritiker sagt:

      Cola hat auch die Wehrmacht beliefert, so wie auch Ford in Köln Fahrzeuge für die Wehrmacht baute. Und Opel war auch in dieser Zeit schon eine amerikanische Firma, auch wenn heute immer noch so getan wird, als sei Opel eine dt. Firma. Die DEHOMAG gehörte als kriegswichtiger Betrieb mehrheitlich der IBM.

      Tja, wir können uns auch darüber unterhalten, wieso Sie Kriegsprofiteure hassen und mit keiner Silbe die Kriegsvrursacher erwähnen. Ohne Krieg keine Profiteure.
      Zudem fehlt mir auch ein Gedanke von Ihnen darüber, warum nur der Auftragnehmer verächtlich gemacht werden soll und nicht schon der Auftragserteiler?

      Ja, ja, es bastelt sich jeder seine eigene Wahrheit.

      • Käpt´n Blaubart sagt:

        Tja, nicht selten sind die Kriegsprofiteure und Kriegsverursacher die gleichen Leute, oder zumindest irgendwie miteinander verbandelt. Die von ihnen genannten Konzerne haben sich alle nicht mit Ruhm bekleckert. Ich persönlich würde keinen dieser Konzerne in irgend einer Art und Weise unterstützen wollen, auch schon aus anderen Gründen.
        Also vielleicht wohl doch ein aufgebrachter Mitarbeiter von General Electric?!

        „Ja, ja, es bastelt sich jeder seine eigene Wahrheit.“

  5. Sozialkritiker sagt:

    Genial.

    GE hat uebrigens genau jene Reaktoren entwickelt, die neulich in Japan eine Kernschmelze erfahren haben und die bis dato nicht abgekuehlt sind. Bereits 1972 hat man die Bauart kritisiert.

    Jaja, ihr mittelstaendischen Unternehmen, verkauft Euch nur an diese Leute.

    • Medienkritiker sagt:

      Na, Erdbeben und Tsunami blenden Sie wohl vollkommen aus?

      Tja, jeder schafft sich seine eigene Wahrheit.

      Und bei dem gezeigten Verhalten von Ihnen, ist auch nicht anzunehmen, daß je irgendjemand von GE vor Ihrer Tür stehen wird. Also tangiert Sie der Inhalt des Artikels gar nicht.

      Also zurück an den Stammtisch um das nächste Hirngespinst auszubrüten

      • GE Held sagt:

        Sehr auffällig wie sehr Sie hier für GE ins Feld ziehen !
        Machen Sie einfach keinen Hehl daraus, das Sie GE Mitarbeiter oder eines anderen amerikanischen Großkonzerns sind und gut ist !

      • Sozialkritiker sagt:

        Wenn jemand Erdbeben und Tsunami ausgeblendet hat, dann doch wohl GE in der Entwicklung. Das Japan in einer Hochrisikozone liegt war bereits damals bekannt. In die Details der fahrlaessigen Bauweise will ich gar nicht erst eingehen; die sind Fakt und jederzeit nachzulesen.

        GE ist ein Weltkonzern. Insoweit ist es schwierig deren Produkten aus dem Weg zu gehen, sie werden ja auch in diverse Geraete verbaut, ohne dass es gross aussen vermerkt waere.

        Wenn Sie sich das naechste Mal ein Maschine von GE anschaffen, bedenken sie bitte, dass das Unternehmen in den USA (dem Mutterland) seit 2002 etwa 1/5 seiner Belegschaft abgebaut hat.

        Und dann ueberlegen Sie sich mal wieviele Arbeitsplaetze GE in Deutschland abbauen wird bzw. koennte, sollte es Familienbetriebe uebernehmen. Aber gut, vielleicht arbeiten Sie ja fuer Vater Staat – dann interessiert Sie das wohl erst mit einer gewissen Verzoegerung.

  6. argus germanicus sagt:

    Haut denen die Türe vor der Nase zu, die wollen nur noch schnell für ihre bald wertlosen Dollars solide deutsche Unternehmen einsacken!

    Was bilden diese GE-Leute sich eigentlich ein, mal schnell „in Deutschland sondieren, welche Mittelständler in Frage kommen.“ Geht´s noch ???

  7. papperlapap sagt:

    Wozu kaufen? Nehmt sie euch!