Griechenland vor Verstaatlichung der Banken

Die griechischen Banken kämpfen um ihre Existenz: Im Juli wird die Troika weitere 25 Milliarden Euro für die griechischen Banken bereitstellen. Doch beteiligen sich zu wenige private Investoren an der Rekapitalisierung, müssen mehrere Institute verstaatlicht werden.

Die griechischen Banken müssen in den kommenden Tagen refinanziert werden. Sollten private Investoren zu wenig Interesse an Anteilen der Banken zeigen, könnte die Refinanzierung in einer Verstaatlichung enden. Dies sagten Bankvertreter der griechischen Zeitung Kathimerini.

Nachdem bereits 18 Milliarden Euro für das Unterfangen von der Troika bereitgestellt wurden, sollen im Juli weitere 25 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Einen erheblicher Teil der Refinanzierung müssen aber Investoren übernehmen. Sollten sich zu wenige Geldgeber beteiligen, könnte nur noch der Staat die Banken retten.

Entscheidend wird sein, zu welchen Bedingungen sich Investoren an den Banken beteiligen können: „Für die Privatwirtschaft muss es einige wesentliche Anreize geben, damit sie an dem Prozess teilnehmen wird. Um ihre Teilnahme sicherzustellen, muss eine Beteiligung (an der Bankenrefinanzierung) unter den gleichen Bedingungen wie der HFSF (griechischer Rettungsfonds) passieren“, fordert der griechische Bankenverband in einer Aussendung.

Ursprünglich hätte die Bankenrefinanzierung bereits vor den Wahlen im Mai abgeschlossen werden sollen. Nun könnte sie sich noch weiter verzögern (mehr hier).

Kommentare

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  1. HansMeiser sagt:

    Ach was Verstaatlichung der Banken. Die Verstaatlichung der Verluste ist gemeint! Die privatisierten Gewinne kann man in den diversen Yachthäfen und Villensiedlungen Europas und der Karibik bewundern, und die werden hundertprozentig nie und nimmer verstaatlicht. Das ist Sozialismus für Reiche und Trickser.

  2. Autofokus sagt:

    ………Sollten sich zu wenige Geldgeber beteiligen, könnte nur noch der Staat die Banken retten………

    Wie soll denn das gehen, bitteschön ? Wie kann ein Ertrunkener denn einen anderen retten, der am Ertrinken ist ??

  3. Livia sagt:

    Vor der französischen Revolution haben die Bürger unter einen parisitär und auf höchsten Niveau lebenden Adel und Klerus gelitten – heute scheint das Finanzwesen die Rolle übernommen zu haben!
    Treffend ist die Aufzählung Richards was man alles mit dem Betrag sinnvoller tun könnte als Banken retten!
    Fakt ist doch folgendes:
    Die internationale Finanzoligarchie möchte die Rolle des das Leben des Bürgers in allen Lebenslagen kontrollierenden Klerus im Mittelalter übernehmen!
    Sie möchte das weltweit tun – das genau – und nichts anderes ist mit Globalisierung gemeint.
    Die Politik ist aus 2 Gründen dafür und deshalb mit im Boot: Zum einen partizipiert sie an der Kontrolle über die Bürger zum anderen wird sie von dem Moloch Finanzoligarchie (gut) bezahlt; denn nur er gibt ihnen die nötigen Mittel! Daß sie sich damit selber abhängig machen, nehmen sie billigend in Kauf.
    Kontopflicht statt Bargeld ist deshalb ihr oberstes Interesse und wer so dämlich ist, sich zu verschulden, macht sich noch etwas abhängiger – und damit bevormundbarer!

    Nur wenn man diese Gesichtspunkte kennt, wird man verstehen können weshalb Banken derart unverzichtbar sind! – Und weshalb man sie eher verstaatlicht als auflöst, sprich Pleite gehen läßt!
    Zinseszins zieht Geld aus dem Wirtschaftskreislauf um damit die im Grunde leistungslose Finanzwirtschaft zu füttern. Diese „schafft“ dafür (Giral-)Geld ohne Deckung, was die allgemeine Geldentwertung anheizt und schließlich zum wilden Gelddrucken führt.
    Das Gleichgewicht zwischen produzierten Gütern und Geldmenge geht verloren, was zu allgemeiner Verarmung. schließlich Hunger und Aufständen führt. Ein einleuchtendes Beispiel ist die spanische Silberinflation im 16.Jh.; durch amerikanisches Beutesilber, das die Spanier endlos auf den europäischen Markt warfen, stieg der Brotpreis in Mitteleuropa über die Schmerzgrenze!
    Heute kann sich die Zombies der Finanzwirtschaft im Grunde kein Volk mehr leisten und der Fehler, den die kommunistischen Systeme mach(t)en ist der, daß sie durch Verstaatlichung der Produktionsmittel ihre Wirtschaftsmoral lahmlegten, die Finanzwirtschaft aber gewähren ließen – sehrwahrscheinlich wegen der Kontrolle – s.o.! Umgekehrt hätte es vielleicht erfolgreicher sein können.
    Heute glaubt die Finanzoligarchie fest daran, Volksaufständen zuvozukommen, indem sie daran „arbeitet“ die Völker aufzulosen und durch eine leicht(er) manipulierbare Bevölkerung zu ersetzen. Nicht nur für die Griechen, sondern für alle Völker, sollte es darum heißen: Befreit uns von den Banken! – anstatt sie zu retten.

    • jay twelve sagt:

      Livia, man redet nur von Staatschulde und Pleitebanken, man übersieht aber die Versicherungen, die das Kapital der Bürger hemmungslos durch die Banken, auf Anraten von DB-Ackermann verzockt haben.

      Als „Sicherheit“, haben die BRD-GmbH Geschäftsführer, beginnend mit
      G. Schröder & J. Fischer bis Merkel & Co., alle bis dahin staatlichen Immobilien und Liegenschaften an die Allianz übertragen.

      Ob B. Kanzleramt, diversen Gebäuden der Ministerien, BND, BKA, Verfassungschutz, Gerichtshof, bis zum kleinsten Bürgermeister Haus, Autobahnen usw., absolut alles ist für die Staatsschulden verpfändet worden. Den Deutschen gehört nicht mal ein q. Meter des privaten oder öffentlichen Bodens.
      Die Allianz ist im Besitz von 18.000 Milliarden Euro Sachwerte der BRD-GmbH.

      D.Bank und Ackermann, dem darf sich die deutsche Nation für alles das bedanken, was derzeit die Merkel Mafia mit ESM anstellen beabsichtigt.

      DB und Ackermann sind direkt verantwortlich, für das verschwinden der DDR Milliarden ( derzeitige Wert ca. 167 Milliarden Euro).

      Alles das und noch viel mehr ist durch die brutale Erpressung, von Kanzleramt bis Parteifürsten zu Stande gekommen. Die „Herrschaften“ haben eine Menge Dreck am stecken.

  4. Dankmar sagt:

    Wer will denn noch in Griechenland nach einem Schuldenschnitt von 100,-Milliarden € investieren. So schnell wird sich kein Idiot finden.
    Der Bürgerkrieg steht vor der Haustür.

  5. Werner sagt:

    Also um in griechische Banken zu investieren gehört schon eine riesige Menge Mut (oder Dummheit) . Würde ich mit meinem Geld NIE tun !!
    Man shaue sich nur die unsichere politische Situation in Griechenland an .

    mfg. Werner

  6. Richard sagt:

    Also für die Rettung von Banken werden insgesamt ca. 43 Mrd.€ „bereitgestellt“, und wenn dann der Laden für „Investoren“ zum Zinsgewinnmachen immer noch nicht interessant genug ist, dürfen die Griechen, die zum Teil vor Armut schon auf der Straße schlafen dieses Geld aufbringen?

    43 Mrd.€ sind eine runde Summe. Damit könnte man rein rechnerisch mehr als 4300 Windkraftanlagen bauen und somit die Griechen stromtechnisch autonom machen. Nicht, dass ich den Griechen soviel Vogelschrederer wünsche, aber das Geld würde zumindestens reichen.

    43 Mrd.€ – damit ließe sich ganz Griechenland mit Gewächshäusern pflastern und den Agrarmarkt der gesamten EU aufrollen. Nicht, dass ich den Griechen so viele Gewächshäuser wünsche, aber…

    43 Mrd.€ – damit ließen sich soviele Biogasanlagen bauen, dass die Griechen heiztechnisch ausgesorgt hätten und sogar auf ihr Erdgas pfeifen könnten, es auf dem Welt verticken könnten, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Nicht dass ich den Griechen so viele Biogassilos wünsche, aber…

    43 Mrd. € – damit ließen sich so viele Terra-Preta herstellenden Betriebe aufziehen, so viele Felder, auf denen Hanf zur Textilfasergewinnung anlegen, so viele Arbeitsplätze in Textilmanufakturen schaffen, dass die Griechen Vollbeschäftigung hätten und nicht eine Socke importieren würden. Nicht, dass ich den Griechen so viele Hanffelder wünsche, aber…

    43 Mrd. € – damit ließe sich eine eigene Automobilfabrik hochziehen, so dass die trotz Uni-Abschluss perspektivlosen jungen Griechen eine Arbeitsstelle in der Heimat fänden und einen erstklassigen, preiswerten Wagen konstruieren könnten. Wie könnte man ihn nennen? Vielleicht „Volkswagen“? Nicht, dass ich den Griechen rauchende Schlote wünsche, aber…

    Ok, natürlich wird nichts von alledem gebaut. Aber dafür wird dann eine Bank gerettet. Falsche Partei gewählt?

    • Richard sagt:

      Pardon, ein Fehlerteufel – 43.000 Windanlagen lassen sich damit bauen, nicht 4300.

    • Target2 und Crash kommt herbei sagt:

      Das Geld zirkuliert nicht mehr im Primärkreislauf Realwirtschaft, son-
      dern im virtuellen Kreislauf des Bankenmafiasystems. Aus Geld
      wird virtuell Geld gemacht, es braucht durch Dienstleistung oder Wert-
      schöpfung nicht mehr erzeugt zu werden. Abgehoben von jeder Ver-
      nunft, werden alle Spekulationsverluste sozialisiert, Staaten stecken
      mit ihren Schrottanleihen, die keinen inneren Wert haben da tief
      mit drin. Banken retten Staaten, indem sie den Schrott kaufen, dann
      müssen Staaten Banken retten, wenn der Schrott unverkäuflich ge-
      worden ist. Eine Welt vorm Abgrund, von den Politkasperln ist kei-
      nerlei Durchblick zu erwarten. Der point of no return ist überschritten.